Der König und seine Frauen: Polygynie und politische Kultur in Europa (9.-13. Jahrhundert)
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Dieses Buch ist das Ergebnis des Forschungsprojektes "Aristokratische Polygynie im Hochmittelalter im europäischen Vergleich", das die Fritz Thyssen-Stiftung von 2001 bis 2004 finanzierte. Sie bewilligte Forschungsreisen nach Norwegen, nach Island und in die Normandie und unterstützt nun die Drucklegung des fertigen Werkes mit einer großzügigen Beihilfe. Gab es Polygynie auch im europäischen Mittelalter, und nicht nur als Überbleibsel aus 'barbarischer' Zeit, als Kulturimport aus dem muslimischen Mittelmeer oder marginal gegenüber der Allgegenwart der (christlichen) Einehe? Dieses Buch stellt der 'Großerzählung' vom monogamen Mittelalter ein anderes Bild gegenüber: 'Nicht weil sie lüstern, sondern weil sie Fürsten waren' umgaben sich viele Mächtige des Hochmittelalters mit mehreren, oft vielen Frauen. Denn mit öffentlich sichtbaren, kommentierten und kolportierten Beziehungen konnten die Männer und Frauen, die diese Beziehungen eingingen, Statements machen, Signale geben, Konsens und Konfrontation ausdrücken. Für die politische Kultur bot die Polygynie ein Arsenal an Möglichkeiten. Um es zu rekonstruieren, werden nicht primär die gängigen, von der kirchlichen Deklassierungsvokabel 'concubina' geprägten lateinischen Quellen aus Kerneuropa untersucht; sondern die Zonen, die in den Volkssprachen über sich Auskunft geben: Nordwesteuropa, Westfrankreich und Spanien. Die Befunde sind aber keine Regionalgeschichte, sondern der Vorschlag, jenseits des wortstarken 'Monogamismus' der üblichen Geschichtsquellen die Vielzahl politisch bedeutsamer Paarbeziehungen als soziales System zu verstehen - und den Platz der 'Ehe' darin. Dank 9 Einleitung 11 König Haralds Frauen: zur Eigenart der Quellen 31 1. Der generative Aspekt 51 2. Der habituale Aspekt 124 3. Der agonistische Aspekt 190 4. Der expressive Aspekt 210 5. Der performative Aspekt 265 6. Der vergleichende Blick: Westeuropa 295 7. Der vergleichende Blick: Südeuropa 350 Konklusion 378 Anhang 389
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Die Kunst, alle animalischen und vegetabilischen Substanzen, nähmlich alle Gattungen Fleisch, Geflügel, Wildpret, Fische, Zugemüse, Küchen- und Arzneygewächse, Früchte, Sulzen, Säfte; ferner Bier, schon zum Genusse völlig bereiteten Kaffeh, Thee u.s.w., in voller Frische, Schmackhaftigkeit und eigenthümlicher Würze mehrere Jahre zu erhalten : eine der nützlichsten Erfindungen von H. Appert in Paris, die nicht allein für die kleinste Haushaltung ohne allen Kostenaufwand anwendbar, und deßwegen ein unentbehrlicher, noch nie gegebener Anhang zu allen Koch- und Wirthschaftsbüchern ist, sondern auch die größten nur denkbaren Vortheile für Hospitäler, Armeen, Flotten etc. etc. gewährt, und wegen ihrer Gemeinnützigkeit von der französischen Regierung mit 12.000 Franken belohnt wurde
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