GERMAN

Logos - Heidegger liest Heraklit

Book information

Publisher
Duncker & Humblot
Year
2001
ISBN
9783428501328, 9783428101320
DOI
10.3790/978-3-428-50132-8
Language
german
Format
PDF
Filesize
37 MB (39181913 bytes)
Series
Philosophische Schriften; 42
Edition
1
Pages
349\349
Library
elibrary.duncker-humblot.com
Time added
2023-10-13 20:53:54

Description

Die Fragmente des Vorsokratikers Heraklit von Ephesos sind eines der bedeutendsten Dokumente des Anfangs des abendländischen Denkens. In Heideggers Auslegung wird deutlich, inwiefern dieser Anfang nicht den Charakter des »Archaischen« und alsbald Überwundenen hat, sondern die Eröffnung der für das Abendland $aweitesten$z Sinndimension bedeutet. Diese Dimension - von Heraklit u. a. als $aphysis$z und $alogos, kosmos$z und $aharmonia$z gedacht - ist insofern die weiteste, als sie allem Denken, das aus dem Anfang hervorgeht, ohne dessen Weite wieder einzuholen, vorgeordnet bleibt, d. h. seine sinnmäßigen Möglichkeiten umgrenzt.Das Denken, das sich in einem solchen nachgeordneten Bezug zum Anfang hält, nennt Heidegger $ametaphysisch.$z In seinem Versuch, dem frühgriechischen Anfang seine Weite zu lassen und so zugleich die Metaphysik in ihre Wesensgrenzen zurückzustellen, soll sich aber die $agegenwärtig$z maßgebliche Dimension erschließen, in der jene erste Erfahrung des Anfangs sich vertieft und die ein gegenüber dem vormetaphysischen und metaphysischen gewandeltes Denken verlangt. Die Auslegung läßt sich daher in die äußerste Anerkennung des als $aphysis$z und $alogos$z gedachten $aGrundes$z ein, damit in klarer Abgrenzung davon die Dimension der $aabgründigen$z Lichtung vertrauter und gangbar werde. In der Radikalität der Einsicht in die für die Moderne notwendige vertiefende Absetzung vom vorgeordneten griechischen Anfang trifft Heidegger sich mit dem Geschichtsdenken Hölderlins.Der Autor zeichnet diese Auseinandersetzung - auch unter Rückgriff auf von Heidegger nicht behandelte Fragmente - in den leitenden Aspekten nach. Dazu werden ergänzend Hauptgedanken der Vorsokratiker Anaximander von Milet und Parmenides von Elea dargestellt. Im Ausgang von der Umgrenzung des heraklitischen $alogos$z wird abschließend ein Hinweis zu dem neu zu denkenden Wesenszusammenhang von (Ab-)Grund, Mensch und Sprache gegeben.

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