GERMAN

Anarchie als herrschaftslose Ordnung?

Book information

Publisher
Duncker & Humblot
Year
2019
ISBN
9783428556700, 9783428156702, 9783428856701
Language
german
Format
PDF
Filesize
4 MB (4576447 bytes)
Series
Recht und Philosophie 5
Edition
1.
Pages
404\403
Time added
2023-02-06 23:04:22

Description

Vorwort Inhalt Luca Langensand: Einleitung Anarchie als Zustand der Herrschaftslosigkeit Anarchismus als Theorie und Praxis der Herrschaftslosigkeit Zum vorliegenden Band Literatur I.€€Anarchie und Ordnung in Theorie und Praxis Maurice Schuhmann: Formen herrschaftsloser Ordnung. „Mutualimus“, „Verein von Egoisten“, „Freie Vereinbarung“ und gewerkschaftliches „Syndikat“ Abstract I. Einleitung II. Pierre-Joseph Proudhon III. Max Stirner IV. Peter Kropotkin V. Rudolf Rocker VI. Fazit Literatur Nahyan Niazi: Die anarchistische Geisteshaltung. Vom libertär-sozialistischen Perfektionismus Rudolf Rockers unter Bezugnahme auf Wilhelm von Humboldts Liberalismus Abstract I. The Pursuit of Happiness II. These einer anarchistischen Geisteshaltung 1. Einige Vorbemerkungen 2. These: Die freiheitlich-solidarische Selbstverwirklichung Rockers als anarchistische Geisteshaltung III. Elemente der anarchistischen Geisteshaltung 1. Von Freiheit, Entfaltung und Bewusstsein 2. Von Freiheit, Gleichheit und Solidarität IV. Fazit: Anarchie als Ordnung Anhang Literatur Josef Estermann: Anarchie, Herrschaft, Staat. Eine Auslegeordnung Abstract I. Die Frage nach der Möglichkeit von Gesellschaft ohne Macht, Herrschaft und Staat II. Mühsam und die Organisationsfrage III. Marx und Engels – Die Frage nach dem Eigentum an den Produktionsmitteln und die Anarchie der kapitalistischen Produktionsweise IV. Auf dem Weg von der Pariser Commune nach Rojava. Die historische Dimension und ihre rechtssoziologische Relevanz Literatur Christian Leonhardt: Jenseits der guten Ordnung. Theoretische Konstellationen zwischen Bakunin, Rancière und CrimethInc. Abstract I. Die Anarchie der Ordnung II. Ordnung und Anarchie. Von Proudhon zu Bakunin (1. These) III. Polizei und Politik (2. These) IV. Aktivistische Theorieproduktionen (3. und 4. These) V. Jenseits der guten Ordnung: anarchistisch-radikaldemokratische Denkfiguren Literatur Peter Seyferth: Strukturen der Tyranneilosigkeit gegen die Tyrannei der Strukturlosigkeit. Machtanwendung bei der Findung und Durchsetzung von Entscheidungen Abstract I. Die Tyrannei der Strukturlosigkeit 1. Das alte Argument: Demokratie ist undemokratisch 2. Jo Freeman: Informelle Strukturen 3. Anarchistische Reaktionen auf Freeman 4. Jo Freeman: Formelle Struktur gegen informelle Tyrannei 5. Soziologie: Anarchistische Bewegung als Szene II. Strukturen der Tyranneilosigkeit 1. Michel Foucault: Die Ubiquität der Macht 2. Peter Gelderloos: Konsensverfahren III. Weiterführende Forschungsaufgaben Literatur Aleksander Miłosz Zieliński: Politisches Handeln im permanenten Ausnahmezustand (und danach…) Abstract I. Einleitung II. Die Hegemonietheorie Antonio Gramscis III. Giorgio Agambens anarchischer Gestus IV. Giorgio Agambens Diagnose vom permanenten Ausnahmezustand V. Ausnahmezustand und globaler Bürkerkrieg VI. Der Ausnahmezustand und der Messianismus VII. Was nun? VIII. Basisdemokratische Verfahren im AJZ Gaskessel 1. Geschichte und Struktur des AJZ Coupole Biel/Bienne 2. Basisdemokratische Verfahren im AJZ Biel a) Unterschied Datenvergabe und restliche Sitzungen b) Vor- und Nachteile von basisdemokratischen Verfahren c) Basisdemokratische Verfahren und informelle Hierarchien IX. Schluss Literatur II.€€Anarchie und Herrschaft in der Geschichte Christoph Berger: Anarchie und Anarchismus im 18. Jahrhundert. Die Genese eines frühen Anarchismus? Abstract I. Forschungsstand und Forschungsabsicht II. Der Anarchiebegriff des Naturrechts im 18. Jahrhundert 1. Joachim Darjes’ Institutiones jurisprudentiae universalis 2. Anarchie bei Darjes’ Nachfolgern 3. Die Anarchie im Naturrecht – ein gemischtes Bild III. Das dörfliche Gemeinwesen bei Christian Wolff IV. Idealisierung herrschaftsloser Bünde in der späten Aufklärung V. Abschließende Zusammenfassung Literatur Filippo Contarini: „Il y a ensuite des formes d’homicide que nous ne blâmons pas“. Il processo all’anarchico Brousse per una nuova prassi del processo politico in Svizzera? Abstract I. Introduzione: ordine – o disordine? II. La “fillossera” anarchica giurassiana 1. La Fédération jurassienne e la propaganda del fatto 2. Paul Brousse e L’Avant-Garde 3. Gli articoli incriminati de L’Avant-Garde III. La prima reazione dello Stato dell’ordine 1. Le preoccupazioni del CF 2. La reazione diplomatica agli articoli anarchici 3. Il contesto politico governativo 4. Azione preventiva o successiva alle pressioni internazionali? IV. La procedura giudiziaria 1. L’inchiesta e l’accusa 2. Il processo a) La Corte criminale con i giurati popolari b) Gli interrogatori al processo c) La requisitoria del procuratore d) L’arringa della difesa e) L’autodifesa di Brousse f) Le domande e il verdetto V. Il disordine dello Stato dell’ordine 1. Quale delitto? 2. L’art. 41 CPF 1853: cosa chiedere ai giurati? 3. Il numero dei giurati per decidere 4. Gli atti processuali non convenzionali 5. L’interpretazione della legge e della fattispecie VI. Conclusioni Literatur Materiali Dizionari Opere Raphael Schwegmann: Unbewusste Unter-Ordnung. Britisch-Indien im Kontext gouvernementaler Macht(re)produktion Abstract I. Einleitung: Herrschaft im British Empire – gouvernementale Unter-Ordnung II. Koloniale Herrschaft I: Wirtschaftsordnungen III. Koloniale Herrschaft II: Rechtsordnungen IV. Fazit: Kolonisation des Unbewusstseins Literatur Benjamin Schmid: Ein anarchistischer Dante oder ist herrschaftsloses Denken möglich? Versuch einer Antwort im Anschluss an den Weg des Wanderers Abstract I. II. III. IV. V. Literatur III.€€Anarchie und Herrschaft in der Philosophie Maike Weißpflug: „Der verlorene Schatz der Revolutionen“. Räte und Föderationen in der politischen Theorie Hannah Arendts Abstract I. Zu Arendts Denkhaltung II. Macht und Freiheit III. Republik vs. Nationalstaat IV. Räte und Föderationen V. Wider den totalitären Populismus Literatur Dominik Renner: Anarchie als Option. Herrschaft und Ordnung in einer Weber’schen Perspektive Abstract I. Einleitung II. Ordnung ohne Herrschaft 1. Herrschaft 2. Legitime Ordnung 3. Fazit III. Legitime Herrschaft IV. Rechte und Konventionen V. Konklusion Literatur Andrea Günter: Jenseits von Herrschaft und Herrschaftsfreiheit. Metaphysikkritik, die genealogische Struktur der Autorität und gegenseitige Achtung Abstract I. An-archie, der Anfang und Metaphysikkritik II. Politische Philosophie, Anfang und Genealogie III. Anfang, Genealogie, Differenz IV. Genealogische Differenz, Autorität und Ordnen V. Jenseits positiver Gesetzlichkeit: der Eigensinn gegenseitiger Achtung Literatur IV.€€Anarchie und Herrschaft im Recht Sabrina Zucca-Soest: Recht ohne Herrschaft? Zum Verhältnis von Anarchie und Regel Abstract I. Regeln II. Recht III. Herrschaft 1. Gesetzesherrschaft a) Gleichheit und Ungleichheit b) Recht als Sprache IV. Herrschaftsfreiheit V. Ausblick Literatur David Dürr: Staatliches Unrecht – Natürliches Recht. Warum Anarchismus zutrifft Abstract I. Recht und Staat 1. Das Paradigma des staatlichen Rechts 2. Die Radbruch’sche Falle 3. Und die Anarchisten? II. Der Staat als institutionalisiertes Unrecht 1. „Rechtsstaat“ als Widerspruch in sich 2. Wasser predigen und Wein trinken a) Gesetzgebung in eigener Sache b) Richter in eigener Sache c) Befehl und Verbot in eigener Sache d) Voraussetzungslose Selbstbereicherung e) Sich selbst gewährte Monopole 3. Materielles Unrecht 4. Die Ausrede der Demokratie a) Volenti non fit iniuria b) Non volenti fit iniuria c) Rechtswidrige Staatsgründung 5. Glaubensfreiheit und Staatsgläubigkeit III. Natürliches Recht 1. Recht statt Staat 2. Niemand gibt Gesetze – Gesetze gibt es 3. Natürliche Menschengesetze 4. Das Recht der Anarchie a) Ohne Arche b) Rache ist Recht c) „Unrecht soll umkehren“ 5. Der Konflikt und seine Lösung a) Gegenseitige Inkompatibilität b) Der Konflikt und seine Parteien c) Asymmetrische Inkompatibilitäten 6. Der Konflikt mit dem Staat Literatur Stephan Meyer: Begründungsdefizite staatlicher Herrschaftsgewalt: Gestatten gerade sie eine Rechts-„geltung“ jenseits des Staates? Abstract I. Einführung II. Die Unverzichtbarkeit der Herrschaftsbegründung für das Recht 1. Prämisse 2. Verbindlichkeit des Rechts und juristische Gegenstandserkenntnis III. Begründungsansätze auf dem Prüfstand 1. Vertragstheorie a) Der konkludente Vertrag b) Der hypothetische Vertrag 2. Fairnessansatz a) Weshalb überhaupt am Kooperationsschema mitwirken? b) Weitere Einwände 3. Pflicht zur Unterstützung gerechter Institutionen 4. Zwischenfazit IV. Schlussfolgerungen 1. Pragmatisch bestimmte Geltungsreichweite de lege lata 2. Bedürfnis nach erweiterter Zuerkennung des Geltungsprädikats 3. Konzeptionelle Folgerungen Literatur Autorenverzeichnis

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