GERMAN

Wittgensteins Grammatik des Fremdseelischen

Book information

Publisher
Metzler
Year
2021
ISBN
9783662647080, 9783662647097
Language
german
Format
PDF
Filesize
2 MB (2087094 bytes)
Pages
\281
Time added
2022-06-16 07:14:12

Description

Den Belangen der menschlichen Seele hat sich Ludwig Wittgenstein nahezu in seinem gesamten philosophischen Schaffen gewidmet – doch v.a. in seinen letzten Schriften verdichten sich seine Bemerkungen zu Problemen des Fremdseelischen, die sich in der Frage ausdrücken lassen, wie – und ob! – wir vom Seelenleben Anderer wissen können, wie wir also wissen können, was – und dass – Andere fühlen, empfinden und denken. In diesem Buch wird Wittgensteins grammatischen Untersuchungen zum Fremdseelischen nachge-spürt, d.h. der Art und Weise, wie wir über das Seelenleben Anderer sprechen. Anders als in der tra-ditionellen Philosophie nähert sich Wittgenstein dem Problem des Fremdseelischen nicht nur als einem erkenntnistheoretischen, sondern v.a. auch als einem praktischen Problem, das uns im Alltag begegnet, wenn Andere lügen oder sich verstellen oder wir sie nicht verstehen, weil sie uns aufgrund soziokultureller Umstände fremd sind. Die Betrachtung solch alltagspraktischer Fälle zeigt, dass das Problem des Fremdseelischen für Wittgenstein weniger ein Problem über Andere, als vielmehr ein Problem mit Anderen darstellt. Danksagung Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1.1 Wittgensteins ›Philosophie der Psychologie‹: die Textgrundlage 1.2 Das Thema des Fremdseelischen: Zum systematischen Vorhaben der Arbeit 1.3 Stand der Forschung 1.4 Verzeichnis der verwendeten Siglen 2 Das Bild der verborgenen Seele 2.1 Die ›pneumatische Auffassung der Seele‹ 2.1.1 Die Verdinglichung der Seele 2.1.2 Die Verwandtschaft der Ideen vom Geist und von der Wortbedeutung 2.1.3 ›Pneuma‹ als lebensgebendes Prinzip hinter dem Äußeren 2.2 Die Metapher des ›verborgenen Inneren‹ 2.2.1 Die Zeitlichkeit innerer Vorgänge 2.2.2 Die Räumlichkeit des inneren Bildes 2.2.3 Die Verborgenheit des Inneren 3 Der ›primitive Grund‹ der Seele 3.1 Die ›Einstellung zur Seele‹ 3.1.1 Russells Analogieargument und Wittgensteins ›Einstellung zur Seele‹ 3.1.2 Das Phänomenale der Beseeltheit 3.1.3 Exkurs: Können Maschinen denken? 3.2 Die Asymmetrie zwischen Eigen- und Fremdpsyche 3.2.1 Gewissheit und Ungewissheit: ein ›Tröpfchen Grammatik‹ 3.2.2 Unmittelbarkeit und Mittelbarkeit: Äußerung vs. Beschreibung 3.2.3 Unfehlbarkeit und Fehlbarkeit: Deutungshoheit und Moores Paradox 4 Jenseits von Innen und Außen 4.1 Das ›Durch-Einander‹ von Innerem und Äußerem 4.1.1 ›Der menschliche Körper ist das beste Bild der Seele‹ 4.1.2 ›Begriffsböschungen‹ bei der Ausdruckswahrnehmung 4.1.3 Das ›Durch-Einander‹ der Begriffe für Inneres und Äußeres 4.2 ›Kein Etwas und nicht ein Nichts‹ 4.2.1 Eine grammatische Fiktion 4.2.2 Das ›innere Etwas‹ als Ornament 4.2.3 Verhohlene Schmerzen 5 Eine praktische Perspektive auf das Problem des Fremdseelischen 5.1 Lüge, Betrug, Heuchelei: die verwickelten Fälle der Verstellung 5.1.1 ›Alles Benehmen könnte, theoretisch, Verstellung sein‹ 5.1.2 Die moralische Einseitigkeit der Verstellung 5.1.3 Misstrauen als praktischer Zweifel 5.2 Die ›unwägbare Evidenz‹ des Fremdseelischen 5.2.1 Die Grammatik psychologischer Aussagen über Andere 5.2.2 ›Was kapriziös ist, entscheidet die menschliche Natur‹ 5.2.3 Das Fremde des Fremdseelischen 6 Schluss 6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 6.2 Conclusion (Englische Zusammenfassung der Ergebnisse) Literaturverzeichnis Ludwig Wittgensteins Schriften Wittgensteins Nachlass wurde zitiert nach: Andere

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