GERMAN

Die Reparationen Japans: Ein Beitrag zum Wandel des Reparationsproblems und zur wirtschaftlichen Entwicklung Japans nach 1945

Book information

Publisher
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Year
1971
ISBN
978-3-322-96109-9, 978-3-322-96243-0
DOI
10.1007/978-3-322-96243-0
Language
german
Format
PDF
Filesize
6 MB (5931484 bytes)
Series
Internationale Kooperation 6
Edition
1
Pages
208\207
Time added
2013-12-12 02:00:00

Description

Das Reparationsproblem hat in den zwanziger Jahren in Deutschland, aber auch in den angelsächsischen Ländern eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Erstmals waren einer Volkswirtschaft von den Siegern ungeheure Dauerbelastungen auferlegt worden. Abge­ sehen von den politischen und völkerrechtlichen Problemen war fraglich, ob und wie diese Geld- und Sachleistungen aufzubringen, in andere Währungsgebiete-zu trans­ fe·rieren und dort sinnvoll zu verwenden waren. Dawes-Plan und Y oung-Plan waren Lösungsversuche. Schließlich ebbte nach dem Hoover-Moratorium die Diskussion ab. Als erwiesen galt, daß die schweren weltwirtschaftlichen Störungen erheblich durch die Reparationsleistungen verstärkt worden waren. Über diese Probleme arbeitete u. a. auch mein Lehrer A. v. Mühlenfels, während ich 1964 den Artikel "Reparationen" im Hand­ wörterbuch der Sozialwissenschaften schrieb. Deshalb begrüße ich sehr, daß Hubertus Seifert diese Tradition durch eine gelungene Untersuchung über die Reparationen Japans fortsetzt. Seifert hat sich große Verdienste mit seiner breit angelegten, sorgfältig abwägenden Arbeit über Japans Reparationsleistungen und ihre Auswirkungen auf Japan und die Empfängerstäaten erworben. Sein Beitrag stellt in mancher Beziehung eine Pionier­ leistung dar. Die umfangreiche Materialbeschaffung war ungewöhnlich schwierig, auch das Hineindenken in die Probleme des ostasiatischen Wirtschaftsraumes der letzten Jahrzehnte. Soweit bekannt, handelt es sich hier um die erste im In-und Ausland veröffentlichte umfassende Analyse der japanischen Reparationen. Es wird u. a. unter­ sucht, wie die Sieger ihre zunächst hohen Forderungen einschränkten und nach dem radikalen Schnitt durch umfangreiche Gebietsabtretungen Wiedergutmachungs­ leistungen forderten, die grundsätzlich sinnvoll und tragbar waren.

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