Die Rede von Gott bei Paulus in ihrem zeitgeschichtlichen Kontext
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Trotz einer Vielzahl von Publikationen zu Themen der paulinischen Theologie hat das Gottesverständnis des Apostels bislang nur eine relativ geringe Beachtung erfahren. Die vorliegende Arbeit versucht, hier eine Lücke zu schließen. Die Untersuchung wurde Ende 1988 von der Kirchlichen Hochschule Bethel unter dem Titel „Die Rede von Gott bei Paulus vor dem Hintergrund des Gottesverständnisses in den vorpaulinischen Traditionen und jüdischen Schriften der hellenistisch-römischen Zeit" als Dissertation angenommen. Für den Druck wurde sie leicht überarbeitet und um die Literatur bis 1989 einschließlich ergänzt. Die Studie entstand während meiner Assistentenzeit bei Professor Dr. Andreas Lindemann. Ihm verdanke ich weit über das gesteckte Arbeitsthema hinaus grundlegende Einsichten zur Geschichte und Umwelt des Urchristentums, zur Religionsgeschichte sowie allgemein zur Exegese des Neuen Testaments. Für hilfreiche Kritik und weiterführende Hinweise danke ich auch dem Korreferenten, Herrn Professor Dr. Fransois Vouga. Den Herren Professor Dr. W. Schräge und Professor Dr. R. Smend gebührt mein Dank für die Aufnahme der Arbeit in die Reihe der Forschungen zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments. Danken möchte ich der Kirchlichen Hochschule Bethel und dem Freundeskreis der Kirchlichen Hochschule, der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Lippischen Landeskirche und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, die die Veröffentlichung durch großzügige Zuschüsse zu den Druckkosten gefördert haben. Vorwort 5 1 Das Thema der Untersuchung 11 2 Der Stand der Forschung und die Fragestellung 13 2.1 Die Frage nach dem Verhältnis zwischen Gott und Christus als Hauptthema der älteren Forschung seit F. C. Baur 13 2.2 Theo-logie als Anthropologie bei R. Bultmann und in seiner Nachfolge. . 19 2.3 Aufnahme vorhandener Ansätze 22 2.4 Der Bezug der Christologie zur Theo-logie in der neuesten Paulusforschung 24 2.5 Folgerungen für die Fragestellung 30 2.6 Der Gang der Untersuchung 32 3 Das Gottesverständnis in jüdischen Schriften der hellenistischrömischen Zeit 34 3.1 Das 4. Buch Esra 35 3.1.1 4.Esra 3,25-36; 4,23-25; 5,23-30; 6,55-59: Der unbegreifliche Gott 37 3.1.2 4.Esra 4,1-21; 4,26-37; 5,33-40; 7,1-16: Der Versuch der Aufhebung der Diskrepanz zwischen Bekenntnis und Erfahrung 40 3.1.3 Die Wahrung der Weltordnung durch Gort 44 3.2 Die syrische Baruch-Apokalypse 45 3.2.1 SyrBar21,3-25: Freiheitund Gebundenheit des Schöpfergottes 45 3.2.2 SyrBar 22-32: Die endzeitliche Vollendung durch Gott 48 3.2.3 SyrBar84.85: Der Allmächtige und sein Gesetz 51 3.2.4 Leben vor Gott in einer gott-leeren Welt 53 3.3 Qumran 53 3.3.1 1QM10,8-16 und 1QH 1,1-20: Gott der Schöpfer 54 3.3.2 1 QH 15,12-20 und 1 QS 3,13-4,26: Gottes Vorherbestimmung 56 3.3.3 CD 19,5-35: Gottes Gericht 58 3.3.4 1 QS 5,8-11; 1 QH 4,9-12; CD 1,4-11; 3,10-4,1: Gesetz und Bund 59 3.3.5 1QS 10,9-11,22: Das Heil Gottes 61 3.3.6 1 QH 1,21-27; 1 QH 12,24-36; 1 QH 3,19-25: Mensch und Gott 62 3.3.7 Zusammenfassung: Das Gottesverständnis in Qumran 64 3.4 Die Testamente der zwölf Patriarchen 65 3.4.1 TestRub 1,1-2,2; 3,3-4,11: Gottlosigkeit und Sünde 66 3.4.2 TestLev 13,1-6: Der Tun-Ergehen-Zusammenhang 67 3.4.3 TestDan 5,1-3 undTestBenj 3,1-5: Gottesfurcht und Nächstenliebe 68 3.4.4 Die Bedeutung des Gesetzes 69 3.5 Joseph und Aseneth 71 3.5.1 JosAs 8,2-9: Der lebende und lebendig machende Gott 71 3.5.2 JosAs 11,7-14: Der hassende und der barmherzige Höchste . . . . 72 3.5.3 JosAs 12,1-2: Der Schöpfergott 73 3.5.4 Distanz und Nähe Gottes zu Welt und Mensch 74 3.6 Die Sibyllinischen Orakel 75 3.6.1 Sib Fragment 1 beiTheophilus ad Autolycum 11.36: Der unendliche Abstand zwischen Gott und Mensch 76 3.6.2 Sib III, 248-294: Gott im und neben dem Gesetz 78 3.6.3 Das Offenbarungsverständnis in den Sib 79 3.7 Eupolemos 80 3.8 Artapanos 83 3.9 Pseudo-Hekataios II 85 3.9.1 Fragment 1 (Josephus, Ant 1 154-168): Der Schöpfergott ist Einer 86 3.9.2 Fragment 2 (Clemens von Alexandrien, Strom V 113,1-2): Ein einziger ist Gott 87 3.9.3 Der Mensch vor dem einen Gott 88 3.10 Josephus 89 3.10.1 AntI 15-24: Die Angemessenheit des Redens von Gott 89 3.10.2 Ant IV180-201: Der göttliche Wille im mosaischen Gesetz 91 3.10.3 ApII 190-198: Gotteserkenntnis und Gottesverehrung 92 3.10.4 Das Gesetz als Ort der Begegnung zwischen Gott und Mensch . 94 3.11 Philo von Alexandrien 95 3.11.1 SpecLeg 132-50: Das Problem der Erkennbarkeit Gottes 95 3.11.2 Imm 51 -69: Der unveränderliche Gott und die anthropomorphe Vorstellung von Gott 97 3.11.3 Op 170-172: Gott und die Schöpfung 99 3.11.4 Die Reinheit des Gottesbegriffs 99 3.12 (Ps-?) Philo: Über die Gottesbezeichnung ,wohltätig verzehrendes Feuer' 100 3.13 Der ferne nahe Gott im Judentum der hellenistisch-römischen Zeit 104 Exkurs: Der historische Jesus 106 1. Mt 6,9-13 par. Lk 11,2-4: Gott, „unserVater" 107 2. Mk 15,34: Gottes Gegenwart in seiner Abwesenheit 109 4 Das Gottesverständnis in den vorpaulinischen Traditionen 111 4.1 Die Traditionen von der Auferweckung 111 4.2 Die Dahingabeformel 124 4.3 Die Sühneformel Rom 3,25.26a 126 4.4 Die εις ΘεόςFormel in 1 Kor 8,6 12 8 4.5 De r ChristusHymnus Phi l 2,611 13 1 4.6 Di e Struktur der vorpaulinischen Redeweise von Gott 13 3 5 Die Rede von Gott bei Paulus 136 5.1 De r Textbefund 13 6 5.1.1 lThess l 13 7 5.1.1.1 lThes s 1,9.10 : Das Gottesverständnis der Anfangsverkündigung 137 5.1.1.2 lThess 1,9b. 10 im Duktus von lThessl 147 5.1.2 1 Kor 8,1-6: Gott und die Götter 148 5.1.3 1 Kor 15,12-19: Der von den Toten auferweckende Gott 153 5.1.4 1 Kor 15,23-28: Gott über Christus 163 5.1.5 2 Kor 5,18-21: Der durch Christus versöhnende Gott 172 5.1.6 Das Verhältnis zwischen Christus und Gott in den Korintherbriefen 177 5.1.7 Die paulinische Rezeption von Phil 2,6-11: Die Bedeutung von Kreuz und Leidensnachfolge für das Gottesverständnis 180 5.1.8 Exkurs zu Rom 1,18-32: Natürliche Gotteserkenntnis? 182 5.1.9 Röm3,21-31: Der rechtfertigende Gott 184 5.1.10 Rom 5,1-11: Rechtfertigung und Versöhnung mit Gott durch Christus 196 5.1.11 Rom 8,9-11: Die Einwohnung des Geistes Gottes 201 5.1.12 Rom 8,28-39: Die Liebe Gottes in Christus 203 5.1.13 Rom 9-11: Gott als der Gott aller- Die Aufhebung nationaler Unterschiede 210 5.1.13.1 Rom 9,1-5: Israel unter dem Fluch 211 5.1.13.2 Rom 9,6-29: Der durch das Evangelium berufende Gott 213 5.1.13.3 Rom 9,30-10,21: Glaube und Gottesgerechtigkeit 220 5.1.13.4 Rom 11,1-36: Der sich erbarmende Gott 227 5.1.13.5 Die paulinische Rede von Gott und das Verhältnis zu Israel . . . . 235 5.2 Die christologische Interpretation Gottes bei Paulus 237 5.2.1 Die Rezeption des christlich-traditionellen Uberlieferungsguts durch Paulus 237 5.2.2 Die Unterordnung Christi unter Gott 241 5.2.3 Christologische Gottesinterpretation und jüdisches Gottesverständnis 243 5.2.4 Die soteriologisch-christologische Explikation Gottes 247 5.2.5 Anknüpfung und Abgrenzung: Das Verhältnis des Paulus zur Tradition 250 Literaturverzeichnis 254 Register 275 Stellen 275 Theologische Begriffe 284 Autoren 286
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