GERMAN

Die meteorologische Medizin des Corpus Hippocraticum

Book information

Publisher
de Gruyter
Year
2015
ISBN
3110416999, 9783110416992
Language
german
Format
PDF
Filesize
2 MB (1925657 bytes)
Series
Untersuchungen Zur Antiken Literatur Und Geschichte; 119
Pages
236\233
Time added
2023-02-06 13:02:45

Description

Die berühmte Schrift „Über die Umwelt" (De aere aquis locis), eine der ältesten Schriften des Corpus Hippocraticum, enthält die früheste geschlossene Abhandlung der Wissenschaftsgeschichte über medizinische Klimatologie. Der Verfasser untersucht die Ursachen der Krankheitsentstehung anhand von Umwelteinflüssen und entwickelt auf diese Weise mittels einzelner Faktoren, denen er besondere Wirkungsmächtigkeit beimisst, eine komplexe Theorie, die von zahlreichen Autoren, weit über die Antike hinaus, rezipiert wurde. Trotz dieser immensen Bedeutung hat das Werk jedoch in der neueren Forschung wenig Beachtung gefunden; häufig wurden nur einzelne Aspekte herausgegriffen und ihr ethnographischer Gehalt beleuchtet. Die vorliegende Untersuchung analysiert den Traktat als Ganzes hinsichtlich seines Inhalts, des Entstehungshintergrundes, der Form und der Sprache. Sie rekonstruiert mithilfe zahlreicher weiterer Belegstellen aus dem Corpus Hippocraticum die komplexe Theorie der meteorologischen Medizin und ordnet diese erstmals in ihren wissenschaftshistorischen Kontext ein. Darin stellt sich ein besonders enger Zusammenhang mit der Humorallehre heraus, die das Menschenbild der frühen wissenschaftlichen Medizin maßgeblich prägte. Vorwort Inhalt 1 Einleitung 2 Die Schrift De aere aquis locis 2.1 Aufbau und Inhalt 2.1.1 Die Einleitung des Werkes (Kap. 1f.) 2.1.2 Die Behandlung der Faktoren (Kap. 3–11) 2.1.3 Die Schilderung Asiens (Kap. 12–16) 2.1.4 Die Schilderung Europas (Kap. 17–24) 2.2 Die Einheit der Schrift und des Verfassers 2.2.1 Die Forschungsgeschichte 2.2.2 Die Einheit des Verfassers 2.2.3 Die Einheit der Schrift 2.2.4 Das 24. Kapitel 2.3 Der Titel der Schrift 2.4 Die Datierung und „Echtheit“ der Schrift 2.4.1 Das Verhältnis zu De morbo sacro 2.4.2 Die „Echtheit“ der Schrift 2.4.3 Die Datierung der Schrift 3 Die hippokratische Humorallehre 3.1 Die Humorallehre gemäß De natura hominis 3.2 Die Humorallehre in den übrigen Schriften des C.H. 3.2.1 Die Humorallehren vor De natura hominis 3.2.2 Weitere Humorallehren neben De natura hominis 3.3 Zusammenfassung: Die hippokratische Humorallehre 4 Die hippokratischen Umweltfaktoren 4.1 Die Faktoren „Wind“ und „Sonne“ 4.1.1 Quellen 4.1.2 Die vier Städte in De aere aquis locis 3–6 4.1.3 Allgemeine Kennzeichen 4.1.3.1 Allgemeine Kennzeichen der Winde 4.1.3.2 Allgemeine Kennzeichen der Sonne 4.1.4 Faktor „Südwinde“ 4.1.4.1 Eigenschaften und allgemeine Auswirkungen 4.1.4.2 Durch die Südwinde ausgelöste Krankheiten 4.1.5 Faktor „Nordwinde“ 4.1.5.1 Eigenschaften und allgemeine Auswirkungen 4.1.5.2 Durch die Nordwinde ausgelöste Krankheiten 4.1.6 Faktor „Sonnenaufgang“ und „Ostwinde“ 4.1.7 Faktor „Sonnenuntergang“ und „Westwinde“ 4.1.8 Weitere Winde als Faktoren 4.1.9 Zusammenfassung 4.2 Der Faktor „Wasser“ 4.2.1 Quellen 4.2.2 Allgemeine Kennzeichen 4.2.3 Einzelne Kriterien 4.2.3.1 Die Konsistenz des Wassers 4.2.3.2 Die Verträglichkeit des Wassers 4.2.3.3 Der Ursprung des Wassers 4.2.3.4 Die Wasserhärte 4.2.3.5 Der Salzgehalt des Wassers 4.2.3.6 Der Geruch des Wassers 4.2.3.7 Die Farbe des Wassers 4.2.3.8 Die Klarheit des Wassers 4.2.3.9 Die Temperatur des Wassers 4.2.3.10 Der Geschmack des Wassers 4.2.4 Besondere Erscheinungsformen des Wassers 4.2.4.1 Nebel 4.2.4.2 Wolken 4.2.5 Die Verbindung der Kriterien 4.2.5.1 Typ I: Das „gute“ Wasser 4.2.5.2 Typ II: Das „trübe“ Wasser 4.2.5.3 Typ III: Das „harte“ Wasser 4.2.6 Zusammenfassung 4.3 Der Faktor „Jahreszeiten“ 4.3.1 Quellen 4.3.2 Die Einteilung des Jahres in Jahreszeiten 4.3.3 Die Jahresverläufe in Aer. 10, Aph. 3,11–14 und Epist. Περὶ λύσσης 72–75 4.3.4 Allgemeine Kennzeichen der Jahreszeiten 4.3.5 Faktor „Winter“ 4.3.5.1 Eigenschaften und allgemeine Auswirkungen 4.3.5.2 Mit dem Winter verbundene Krankheiten 4.3.6 Faktor „Frühling“ 4.3.6.1 Eigenschaften und allgemeine Auswirkungen 4.3.6.2 Mit dem Frühling verbundene Krankheiten 4.3.7 Faktor „Sommer“ 4.3.7.1 Eigenschaften und allgemeine Auswirkungen 4.3.7.2 Mit dem Sommer verbundene Krankheiten 4.3.8 Faktor „Herbst“ 4.3.8.1 Eigenschaften und allgemeine Auswirkungen 4.3.8.2 Mit dem Herbst verbundene Krankheiten 4.3.9 Zusammenfassung 4.4 Der Faktor „Boden“ 4.4.1 Quellen 4.4.2 Der Faktor „Boden“ in De aere aquis locis 4.4.3 Der Faktor „Boden“ in De diaeta 4.4.4 Der Faktor „Boden“ in De natura pueri 4.4.5 Weitere Erwähnungen des Faktors „Boden“ im C.H. 4.4.6 Zusammenfassung 5 Die Fallbeispiele in De aere aquis locis und den Epidemien 5.1 Ionien (Aer. 12,4–6) 5.2 Ägypten und Libyen (Aer. 12,7) 5.3 Sonnenaufgang bis Maiotis (Aer. 13,1f.) 5.4 Die Makrokephalen (Aer. 14) 5.5 Phasis-Region (Aer. 15) 5.6 Asien allgemein (Aer. 16) 5.7 Die Sauromaten (Aer. 17) 5.8 Die übrigen Skythen (Aer. 18–22) 5.9 Europa allgemein (Aer. 23) 5.10 Die Witterungsbeschreibungen der Epidemien 5.10.1 Die Katastaseis der Epidemien I und III 5.10.2 Die Katastasis der Epidemien II 5.10.3 Weitere Witterungsbeschreibungen der Epidemien 5.10.4 Analyse der Witterungsbeschreibungen der Epidemien 6 Gesamtkonzept: „Die meteorologische Medizin“ 6.1 Der Zusammenhang zwischen den Umweltfaktoren 6.2 Die Humorallehre 6.3 Drei Grundprinzipien der meteorologischen Medizin 6.3.1 Die µes?t??-Lehre 6.3.2 Die Makrokosmos-Mikrokosmos-Analogie 6.3.3 contraria contrariis 6.4 Nomos, Physis und Diaeta 6.4.1 Die Diaeta in De aere aquis locis 6.4.2 Der Nomos in De aere aquis locis 6.4.3 Das Verhältnis Diaeta – Nomos 6.4.4 Die Physis in De aere aquis locis 6.4.5 Das Verhältnis Nomos – Physis 7 Schlussbetrachtung 8 Anhang: Abkürzungsverzeichnis der hippokratischen Schriften Literaturverzeichnis Primärliteratur Sekundärliteratur Stellenregister

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