Perfektkonstruktionen mit ›haben‹ und ›sein‹: Eine Korpusuntersuchung im Althochdeutschen, Altsächsischen und Neuhochdeutschen
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This study examines German perfect constructions from a usage-based perspective by carrying out a meticulous empirical investigation in two time frames. It analyzes all perfect tense forms in major early Old High German and Old Saxon textual monuments and their degree of grammaticalization. Then, by means of an extensive corpus examination, it shows the schemata behind contemporary German helper-verb selection in the perfect tense. Vorwort Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis 1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 1.1 Teil I: Theoretische Grundlegung 1.2 Teil II: Empirische Untersuchung – Die Perfektkonstruktionen im Althochdeutschen und Altsächsischen 1.3 Teil III: Empirische Untersuchung – Hilfsverbwahl im Neuhochdeutschen 2 Entstehung grammatischer Konstruktionen 2.1 haben/sein-Perfekt und Zustandspassiv als konventionalisierte Form-Bedeutungspaare 2.2 Schemata versus Regeln 2.3 Die Perfektkonstruktionen im kognitiven Netzwerk 2.4 Grammatikalisierung: Abbau von Kompositionalität als Ursache für Desemantisierung und Dekategorialisierung 2.5 Grammatische Konstruktionalisierung: Zunahme an Produktivität und Schematizität 2.6 Mechanismen der Grammatikalisierung 2.6.1 Reanalyse 2.6.2 Analogie 2.6.3 Reanalyse und Analogie im Grammatikalisierungsprozess 2.7 Persistenz und Extension 2.8 Universelle Grammatikalisierungspfade 2.9 Fazit 3 Grundlegende Kategorien 3.1 Aktionsart 3.1.1 Telizität 3.1.2 Weitere Einteilung in Ereignisklassen nach Vendler und Comrie 3.1.3 Degree Achievements 3.2 Tempus 3.3 Aspekt 3.4 Semantische Transitivität 4 Funktionen des Perfekts im frühen Grammatikalisierungsstadium 4.1 Funktion und Bildungsmöglichkeiten des attributiven Partizip II 4.1.1 Prototypische Funktion: Resultativität 4.1.2 Weitere aktionale Differenzierung: Resultativität mit Zielzustand oder resultierendem Zustand 4.1.3 Abweichungen vom Prototyp: Partizip II von atelischen Verben 4.2 Universeller Entwicklungspfad der Perfektkategorie 4.3 Resultativ: Ursprung der Entwicklung 4.3.1 Definition und Subtypen des Resultativs: Die kompositionellen Konstruktionen mit sein und haben 4.3.2 Identifikationsmerkmale des Resultativs 4.4 Perfektfunktionen, Grammatikalisierungsgrad und Gegenwartsrelevanz 4.4.1 Resultatsperfekt 4.4.2 Schwaches Resultatsperfekt 4.4.3 Experiential 4.4.4 Perfekt der Persistenz 4.4.5 Perfekt der Nahen Vergangenheit 4.4.6 Graduelle Schwächung des Gegenwartsbezugs im Zuge der diachronen Entwicklung 4.4.7 Zusammenfassung 5 Forschungsüberblick und -diskussion 5.1 Hilfsverbverteilung 5.1.1 Grundtendenzen der Hilfsverbverteilung im Deutschen: Transitivität und Aktionsart als Steuerungsfaktoren 5.1.2 Unakkusativitätshypothese 5.1.3 Graduelle Modelle zur Erklärung der Hilfsverbselektion 5.1.4 Funktionale Unterschiede zwischen haben + V-PP und sein + V-PP? 5.1.5 Forschungsfragen und -desiderate mit Blick auf die Hilfsverbverteilung 5.2 Hilfsverbwahl im Gebrauchsbasierten Modell 5.2.1 Sprachspezifische Irregularität als Ergebnis von Frequenz und Analogie 5.2.2 Hypothesen: Übertragung des gebrauchsbasierten Modells auf die Hilfsverbwahl im Gegenwartsdeutschen 5.3 haben + V-PP und sein + V-PP im diachronen und diatopischen Vergleich 5.3.1 Die Konstruktionen im Gotischen 5.3.2 habban und beon + V-PP im Altenglischen 5.3.3 Die Konstruktionen im Althochdeutschen 5.3.4 Die Konstruktionen im Altsächsischen 5.3.5 Abbau der Partizipialflexion im Althochdeutschen und Altsächsischen – Indikator für die einsetzende Grammatikalisierung? 5.3.6 Weitere Entwicklung im Mittelhochdeutschen und Frühneuhochdeutschen 5.3.7 Zusammenfassung 6 Korpusuntersuchung im Althochdeutschen und Altsächsischen 6.1 Korpora und Methodologie 6.2 Isidor 6.3 Tatian 6.4 Otfrid 6.4.1 haben/eigan + V-PP im Otfrid: Resultatsperfekt 6.4.2 uuesan + V-PP 6.5 Heliand 6.5.1 hebbian + V-PP 6.5.2 uuesan + V-PP 6.6 Genesis 6.6.1 hebbian + V-PP 6.6.2 uuesan + V-PP 7 Zusammenfassung und theoretische Interpretation der Ergebnisse im Althochdeutschen und Altsächsischen 7.1 Frequenzielle Unterschiede: Höhere Produktivität im Altsächsischen 7.2 Temporal-aspektuelle Funktion: Höherer Grammatikalisierungsgrad im Altsächsischen 7.2.1 Mehrdeutigkeit der Konstruktionen und ein abstraktes Präsensperfektschema 7.2.2 Rekonstruktion eines Grammatikalisierungspfads 7.3 Distribution als Indikator für Grammatikalisierung 7.4 Engführung der Perspektiven: Funktionale Begründung der haben/sein-Prototypen 7.5 Offene Fragen und Untersuchungsdesiderate 8 Korpusuntersuchung der Hilfsverbwahl im Neuhochdeutschen 8.1 Methodisches Vorgehen 8.2 Ergebnisse: Hilfsverbwahl der Degree Achievements 8.2.1 Untersuchte Verben 8.2.2 Tokenfrequenz 8.2.3 Aspekt: Hilfsverbwahl zur Differenzierung von resultativer und nicht-resultativer Lesart 8.2.4 Aktionsart: Telisches vs. atelisches Ereignis 8.2.5 Regionale Tendenzen: haben-Präferenz in der Schweiz 8.2.6 Fazit: Tokenfrequenz, Aspekt und Aktionsart sowie Regionalität als Determinanten der Hilfsverbwahl 8.3 Ergebnisse: Hilfsverbwahl der Bewegungsverben 8.3.1 Untersuchte Bewegungsverben 8.3.2 Eindeutige sein-Präferenz der Bewegungsverben in der Intransitivkonstruktion 8.3.3 Hohe Transitivität als letzte Bastion von haben + V-PP bei Bewegungsverben 8.3.4 Eindeutige haben-Selektion in hochtransitiven Sätzen 8.3.5 Zusammenfassung: Hilfsverbwahl der Bewegungsverben 9 Haben + V-PP und sein + V-PP im Neuhoch-deutschen: Theoretische Interpretation der Ergebnisse 9.1 Warum tendiert sein + V-PP so stark zur Resultativität 9.2 Die Hilfsverbwahl bei Degree Achievements und Bewegungsverben 9.2.1 Ursachen für die Produktivität des Bewegungsschemas 9.2.2 Das Transitivschema als Persistenzmerkmal 10 Zusammenfassung 10.1 Grammatikalisierung und Hilfsverbwahl: Historische Konditionierung der Prototypen 10.2 Hilfsverbwahl und funktionale Unterschiede: sein + V-PP kein Resultativ 10.3 Semantisch konditionierte Schemata der Hilfsverbwahl im Deutschen 10.3.1 Telizität 10.3.2 Bewegungssemantik 10.3.3 Semantische Transitivität Literaturverzeichnis
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