Tertullians Schrift "Adversus Valentinianos": Die argumentative Widersetzung Tertullians gegen die Valentinianer als ein in rhetorischer Perspektive geschlossenes Werk
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Description
In "Adversus Valentinianos" brilliert Tertullian in seinem Kampf gegen die aus seiner Sicht falsche Lehre der Valentinianer. Dazu bedient er sich der antiken Rhetorik. Sarah-Magdalena Kingreen liest dieses Werk daher konsequent aus einer rhetorischen Perspektive. Dadurch erschließen sich neue Interpretationsmöglichkeiten der Schrift. So zeigt sich, dass Tertullian Adv. Val. in der vorliegenden Form als eine widerlegende Darstellung mit den beiden partes orationis, einem ausführlichen Exordium und einer ebenso umfassenden Narratio bewusst konzipiert hat. Aufbau und Anlage seines Werkes entspringen einer stringenten rhetorischen Strategie. Die Autorin führt in das Werk ein, beleuchtet Entstehungshintergrund, Kontext, Struktur und Strategie der Schrift und bietet sowohl eine deutsche Übersetzung als auch eine kommentierende Auslegung. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Teil A: Einleitung Kapitel 1: Hinführungen Kapitel 2: Zur forschungsgeschichtlichen Perspektive Kapitel 3: Tertullian – Konturen eines gebildeten und rhetorisch versierten Christen aus Karthago 3.1. Tertullians Bildungsmöglichkeiten in Karthago und seine paradox anmutende Wertung von Bildung 3.2. Zum Profil von Bildung und Rhetorik Tertullians anhand von Adv. Val Kapitel 4: Adv. Val. – eine polemische Streitschrift als christliche Lehrschrift Kapitel 5: Struktur und Programm von Adv. Val 5.1. Bedeutung und Funktion des Exordiums: Rhetorischer Hintergrund und Tertullians Adaption in Adv. Val 5.2. Das Programm von Adv. Val. entsprechend dem Exordium (Adv. Val. 1–6) Exkurs: veritas, disciplina und doctrina – Tertullians christliches Verständnis nach Adv. Val. 1 5.3. ‚Sola narratio‘ (Adv. Val. 6,2): Adv. Val. als ‚widerlegende Darstellung‘ 5.3.1. Bedeutung und Funktion der Narratio in der Rhetorik 5.3.2. Bedeutung und Funktion der Refutatio in der Rhetorik 5.3.3. Die Verbindung von Narratio und Refutatio zur ‚widerlegenden Darstellung‘ (Adv. Val. 7–39) Kapitel 6: Die Anlage des Werkes als rhetorische Strategie 6.1. Adv. Val. als von Tertullian einheitlich sowie vollständig konzipiertes Werk 6.2. Rhetorische Ironie und Polemik als Widerlegungsstrategie 6.3. Officium ridendi 6.3.1. Die Grundlegung des Lachens in der antiken, lateinischen Rhetorik 6.3.2. „Lachen“ im OEuvre Tertullians 6.3.3. „Lachen“ als literarische Strategie im Umfeld Tertullians 6.3.4. Officium ridendi als literarische Strategie Tertullians in Adv. Val 6.4. Tertullians Stilisierung der valentinianischen Lehre als eine tragoedia, die er mit komödianten Elementen karikiert Kapitel 7: Die intendierte Leserschaft Kapitel 8: Die intendierte Gegnerschaft und abgelehnte Meinung 8.1. Valentin und die Valentinianer im OEuvre Tertullians 8.2. Die Valentinianer in Adv. Val. sind Schüler des Ptolemäus 8.3. Zur historischen Situation: Valentinianer in Karthago? Kapitel 9: Die Quellengrungdlage von Adv. Val 9.1. Lagen Tertullian valentinianische Schriften vor? 9.2. Auf welche Schriften seiner Vorgänger rekurriert Tertullian? 9.2.1. Justin und sein verschollenes Syntagma 9.2.2. Irenäus’ Adv. Haer. als Vorlage 9.2.2.1. Tertullians Rezeption des irenäischen Werkes: Inspirationsquelle für das Exordium 9.2.2.2. Tertullians Rezeption des irenäischen Werkes: Varianz der Reihenfolge der Darstellung 9.2.2.3. Tertullians Rezeption des irenäischen Werkes: Personifizierung und Genealogie-Vorstellung als Zuspitzung tertullianischer Polemik 9.2.2.4. Tertullians Rezeption des irenäischen Werkes: Zusammenfassung 9.2.3. Miltiades und Proclus 9.3. Zusammenfassung: Die Quellengrundlage von Adv. Val Teil B: Übersetzung von Adv. Val Teil C: Interpretation Kapitel 1: Adv. Val. 1: Eleusinia Valentiniana – Tertullians Charakterisierung der Valentinianer 1.1. Funktion von Adv. Val. 1 innerhalb des Exordiums 1.2. Analyse von Adv. Val. 1 1.2.1. Adv. Val. 1,1: Die Priorität der Valentinianer liegt auf der Geheimhaltungspflicht 1.2.2. Adv. Val. 1,2-3: Die Valentinianer und die Mysterien von Eleusis 1.2.3. Adv. Val. 1,4: Als Abgefallene von der Wahrheit sind die Valentinianer Häretiker Kapitel 2: Adv. Val. 2–3: Praemunitio – Die rechtgläubige Einfalt der Taube und valentinianische Klugheit der Schlange 2.1. Funktion von Adv. Val. 2–3 innerhalb des Exordiums 2.2. Analyse von Adv. Val. 2–3 2.2.1. Adv. Val. 2,1: Die Differenzierung in simplices und prudentes Exkurs: Simplicitas im OEuvre Tertullians 2.2.2. Adv. Val. 2,2–4: Das wahre Verständnis von simplicitas 2.2.3. Adv. Val. 3,1-5: Die Darlegung der Lehre allein bedeutet ihre Widerlegung Kapitel 3: Adv. Val. 4–5: Eine kurze Geschichte der Valentinianer in ihrer gruppeninternen Diversität und Absicherung der Quellengrundlage 3.1. Funktion von Adv. Val. 4–5 innerhalb des Exordiums 3.2. Analyse von Adv. Val. 4–5 3.2.1. Adv. Val. 4: Valentin und die Valentinianer 3.2.2. Adv. Val. 5: Zur Quellengrundlage Kapitel 4: Adv.Val. 6: Die rhetorische Strategie von Adv. Val. – officium ridendi 4.1. Funktion von Adv. Val. 6 innerhalb des Exordiums 4.2. Analyse von Adv. Val. 6 4.2.1. Adv. Val. 6,1–2a: Methodische Bemerkungen 4.2.2. Adv. Val. 6,2b–3: Die rhetorische Konzeption Kapitel 5: Adv. Val. 7–13: „Die erste Szene der Tragödie“ (13,2): Die Fülle der valentinianischen Gottheit – Das Pleroma 5.1. Gliederung von Adv. Val. 7–13 5.2. Analyse von Adv. Val. 7–13 5.2.1. Adv. Val. 7,1–3a: Tertullians Vorüberlegung: Die valentinianische Gottheit ist polytheistisch und instabil 5.2.2. Adv. Val. 7,3b–8: Die valentinianische Gottheit: Die Ogdoas 5.2.3. Adv. Val. 8: Die valentinianische Gottheit: Das Pleroma 5.2.4. Adv. Val. 9: Eine Version über das Schicksal des jüngsten Äon Sophias 5.2.5. Adv. Val. 10: Eine andere Version über das Schicksal des jüngsten Äon Sophias 5.2.6. Adv. Val. 11: Die Befestigung des Pleromas Exkurs: „Zwei Schulen und zwei Kathedren“ der Valentinianer (11,2) 5.2.7. Adv. Val. 12: Die Gleichwerdung aller Äonen und Jesu Emanation 5.2.8. Adv. Val. 13: Zwischenresümee: Die Theaterbühne Kapitel 6: Adv. Val. 14–23: Außerhalb des Pleromas – Achamoth und das Wirken des Demiurgen 6.1. Gliederung von Adv. Val. 14–23 6.2. Analyse von Adv. Val. 14–23 6.2.1. Adv. Val. 14: Achamoths Wirken 6.2.2. Adv. Val. 15: Die Elemente der Welt 6.2.3. Adv. Val. 16–17: Die Entstehung von Materie 6.2.4. Adv. Val. 18–19: Die Gestaltung der drei Gattungen von Materie und des Demiurgen 6.2.5. Adv. Val. 20–21: Das Wirken des Demiurgen 6.2.6. Adv. Val. 22: Der Teufel 6.2.7. Adv. Val. 23: Zwischenresümee: Die Struktur des Ortes außerhalb des Pleromas und die Elemente Kapitel 7: Adv. Val. 24–32: Das menschliche Geschlecht und die Erlösung 7.1. Gliederung von Adv. Val. 24–32 7.2. Analyse von Adv. Val. 24–32 7.2.1. Adv. Val. 24–26: Valentinianische Schöpfungslehre 7.2.2. Adv. Val. 27–28: Valentinianische Lehren zur Christologie und das Wirken des Demiurgen 7.2.3. Adv. Val. 29: Valentinianische Anthropologie 7.2.4. Adv. Val. 30: Valentinianische Ethik 7.2.5. Adv. Val. 31–32: Valentinianische Eschatologie Kapitel 8: Adv. Val. 33–39: Wie ein Nachspiel: Einige Lehrvarinaten der Schüler des Ptolemäus 8.1. Abgrenzung, Funktion und Gliederung der Texteinheit 8.2. Analyse von Adv. Val. 33–39 8.2.1. Adv. Val. 33–34: Lehrvarianten über Bythos’ Paargenossin und sein Geschlecht 8.2.2. Adv. Val. 35–36: Lehrvarianten zum Pleroma und zu Emanationsvorstellungen 8.2.3. Adv. Val. 37–38: Lehrvarianten eines anonymen Bischofs und Von Secundus 8.2.4. Adv. Val. 39,1–2a: Lehrvarianten innerhalb der valentinianischen Christologie 8.2.5. Adv. Val. 39,2b: Abschluss Literaturverzeichnis Quellen (Texte, Übersetzungen, Kommentare) Hilfsmittel Sekundärliteratur Register Stellen Sachen, antike Namen und Orte
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