GERMAN

Literarische Kommunikation im Territorialstaat: Funktionszusammenhänge des Literaturbetriebs in Hessen-Darmstadt zur Zeit der Spätaufklärung

Book information

Publisher
Max Niemeyer Verlag
Year
2003
ISBN
9783110939378, 9783484365834
Language
german
Format
PDF
Filesize
21 MB (21838359 bytes)
Series
Frühe Neuzeit; 83
Edition
Reprint 2012
Pages
743\744
Time added
2023-05-28 21:04:11

Description

The study inquires into the social conditions governing literary life in 18th century Hessen-Darmstadt as an example of such connections at the time. The approach is empirical and based on regional history. This involves the evaluation of extensive sources, some of them archival, extending from school regulations and appointment documents, letters and journals to the literary works of such figures as Goethe or Klinger. After a discussion of the scholarly academy and the university as institutions of higher learning, the study turns to literary activity among intellectuals and the integration of courtly and female readerships into the process of literary production. The conclusion is that at a functional level literary activity in the 18th century was invariably related to superordinate endeavors by individuals to define and establish an identity for themselves within corporative society. Einleitung 1. Vorüberlegungen 2. Untersuchungsziele 3. Zur Eingrenzung des Untersuchungsfeldes 4. Darstellungskonzeption 5. Aktuelle Forschungslage 1. Schulpoesie und ästhetische Erziehung – Literaturpädagogische Diskussionen im Einzugsbereich der Gelehrtenschulen 1.1. Fakultativ oder kanonisch? – Deutsche Literatur im Unterrichtswesen der Spätaufklärung 1.2. Programm und Praxis – Literaturpädagogische Diskussion und literarische Sozialisation an den hessen-darmstädtischen Gelehrtenschulen 2. Zwischen Pedantismus und Dilettantismus – Rhetorisch-poetische Unterweisung und berufsvorbereitende Schreibpraxis an der Universität 2.1. Vorstufen der Germanistik – Ansätze eines literaturwissenschaftlichen Lehrbetriebs an der Gießener Universität 2.2. Gelehrtensozietät oder Seminar? – Die »Teutsche Gesellschaft« in Gießen (Johann Georg Bechtold, Justus Balthasar Müller, Christian Heinrich Zimmermann) 2.3. Die Gelehrten und der Journalismus – Zeitungen und Zeitschriften im Einflußbereich der Universität 2.4. Zwischen Pedantismus und Dilettantismus – Die literarischen Aktivitäten der Gießener Professoren im Urteil der Zeitgenossen (Ludwig Julius Friedrich Höpfner, Christian Heinrich Schmid) 3. Die ›schönen Wissenschaften‹ und der ›gemeine Mann‹ – Ansätze zur literarischen Volksaufklärung in Hessen-Darmstadt 3.1. Literatur für Stadt und Land – Literarische Vermittlungsformen in den Zeitungen 3.2. Kalendermacher und Bücherantiquarius – Weitere Institutionen der Artikulation und Diffusion volksaufklärerischen Gedankengutes 4. Isolation und Literaturbetrieb – Publizieren und Korrespondieren als Medium bürgerlich-intellektueller Integration 4.1. Der Mythos vom ›freien Schriftsteller‹ – Vorüberlegungen zu einem Paradigma der Literatursoziologie 4.2. Zwischen Zynismus und Leidenschaft – Johann Heinrich Mercks literarische Tätigkeit im Bannkreis der kleinen Residenz Darmstadt 4.3. Literaturbetrieb in der Region – Der Einfluß lokaler und regionaler Bedingungen auf individuelle literarische Aktivitäten 5. Fürstenerziehung, Theaterspiel und adliges Lektüreverhalten – Strukturen literarischer Kommunikation im Umkreis des Hofes 5.1. Vielseitigkeit und Beschränkung – Die Rolle der europäischen Sprachen und Literaturen in der Fürstenerziehung des 18. Jahrhunderts 5.2. Nur ein Mittel gegen die Langeweile? – Oper, Singspiel und Sprechtheater am Darmstädter Hof 5.3. Weder Potsdam noch Weimar – Kulturelle Interessen und Leistungen der ›Großen Landgräfin‹ Karoline von Hessen-Darmstadt und ihrer Angehörigen 6. Frauenbildung, Frauenlektüre, Frauenbriefe – Chancen und Herausforderungen für Frauen im Literaturbetrieb der Spätaufklärung und Empfindsamkeit 6.1. Von der ›gelehrten‹ zur ›empfindsamen‹ Frau? – Kritische Überlegungen zu einem geläufigen Schema der Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts 6.2. Das Für und Wider weiblicher Bildung – Programme aus dem Umfeld der Gießener Universität zur literarischen Sozialisation von Frauen (Henrich Martin Gottfried Köster, Justus Balthasar Müller) 6.3. Bildung, Literatur und Öffentlichkeit, oder: Die Frau als Autorin in eigener Sache – Lyrik und Prosaschriften von Johanna Maria Elisabeth Merck 6.4. Empfindsame Briefkultur, oder: Die Frau als Teilnehmerin am literarischen Diskurs – Der Brautbriefwechsel zwischen Johann Gottfried Herder und Caroline Flachsland 6.5. Ein Heer von Leserinnen? – Beobachtungen bei einer Durchsicht der Frauennachlässe im Merckschen Familienarchiv 7. Zirkelbildung jenseits der Institutionen – Der ›Darmstädter Kreis‹ und die Grenzen literarischer Gruppenidentität 7.1. Die ›Darmstädter Empfindsamen‹ – Mythenbildung und Quellenlage (Forschungsbericht) 7.2. Konzentrische Kreise? – Theorie und Praxis einer historischen Konstellation 7.3. ›Empfindsame‹ Prosa und Poesie – Literarische Texte aus dem Umfeld des ›Darmstädter Kreises‹ 7.4. Empfindsames Darmstadt? – Reichweite und Grenzen eines literarhistorischen Paradigmas 7.5. Empfindsame und andere Kreise, oder: Noch einmal Johann Heinrich Merck – Geselligkeit und literarische Kommunikation als Fundamente sozialer Identität Literaturnachweis 1. Nachschlagewerke und Bibliographien 2. Handschriftliche Quellen 3. Gedruckte Quellen und Forschungsliteratur bis 1850 4. Forschungsliteratur ab 1850 Register der Personennamen

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