GERMAN

Magie : Rezeptions- und diskursgeschichtliche Analysen von der Antike bis zur Neuzeit

Book information

Publisher
de Gruyter
Year
2011
ISBN
9783110254204, 9783110254211, 2011010571
Language
german
Format
PDF
Filesize
16 MB (17256778 bytes)
Pages
\713
Time added
2022-10-15 14:52:26

Description

Was ist „Magie“? Diese Frage beschäftigte nicht nur Religionswissenschaftler der letzten beiden Jahrhunderte, sondern bereits antike Dichter und Philosophen, jüdische, christliche und muslimische Autoren, frühneuzeitliche Humanisten, Aufklärer, Romantiker sowie Personen, die sich – von der Spätantike bis heute – selbst als „Magier“ bezeichnet und verstanden haben. Um der Vielfalt ihrer Meinungen gerecht zu werden, legt Bernd-Christian Otto erstmals eine zusammenhängende Darstellung der etwa 2500 Jahre umfassenden Geschichte des Magiebegriffs vor. Ottos konsequente Historisierung des Magiebegriffs stellt eine methodische Reaktion auf die seit langem stagnierende akademische Magiedebatte dar. Folgerichtig mündet die Studie nicht in der Identifizierung eines Wesenskerns oder einer weiteren Magiedefinition, sondern etabliert philologisch-historiographische Magieforschung als neues Forschungsfeld, welches der Pluralität historischer Bedeutungen, Wertungen und Funktionen des Magiebegriffs Rechnung zu tragen versucht. Gleichzeitig werden Bausteine zum Verständnis religiöser Normen- und Identitätsbildung sowie hieraus folgender Ein- und Ausgrenzungsstrategien im Kontext westlicher Religionsgeschichte geliefert. Magie: Rezeptions- und diskursgeschichtliche Analysen von der Antike bis zur Neuzeit Vorwort Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 1.1. Gegenstand und Problemstellung 1.2. Der Magiebegriff zwischen Begriffs-, Rezeptions- und Diskursgeschichte 1.3. Magie und Religion 1.4. Zur Kapitelstruktur 1.5. Formale Hinweise Teil A: Der akademische Magiediskurs Der akademische Magiediskurs: Einführung 2. Die Diskursbegründer - James George Frazer und David Émile Durkheim 2.1. James George Frazer 2.2. Rezeptionsgeschichtliche Einordnung Frazers 2.3. David Émile Durkheim 2.4. Rezeptionsgeschichtliche Einordnung Durkheims 2.5. Weiterführende Überlegungen 3. Der Zerfall der Kategorie: Magie und Religion 3.1. Der fehlende Konsens 3.2. Die zunehmende Falsifikation 3.3. Der Magiebegriff als Ethnozentrismus 4. Der Zerfall der Kategorie: Magie und Wissenschaft 4.1. Magie als falsche Wissenschaft 4.2. Mystisches Denken als Erklärungshilfe 4.3. Das Problem der Attribution von Rationalität 4.4. Das Problem der symbolischen Handlungsrationalität 4.5. Weiterführende Überlegungen 5. Fazit Teil B: Historische Analysen Historische Analysen: Einführung 6. Die formative Periode des Magiebegriffs im klassischen Griechenland 6.1. Zur Forschungsgeschichte 6.2. Rezeptionsgeschichtlicher Kontext: Die persischen Magier 6.3. Die griechischen Magier 6.4. Weiterführende Deutungs- und Abstraktionsversuche 6.5. Fazit 7. Apuleius von Madaura und die römisch-lateinische Rezeption des Magiebegriffs 7.1 Rezeptionsgeschichtlicher Kontext: Zur römisch-lateinischen Rezeption des Magiebegriffs 7.2 Die Apologia sive pro se de magia des Apuleius Madaurensis 7.3 Weiterführende Überlegungen 8. Augustinus von Hippo und die frühchristliche Rezeption des Magiebegriffs 8.1 Rezeptionsgeschichtlicher Kontext: Zur frühchristlichen Rezeption des Magiebegriffs 8.2 Augustinus von Hippo: Die Vollendung des Magiebegriffs als Ausgrenzungskategorie 8.3 Fazit 9. Die Papyri Graecae Magicae und der selbstreferentielle Magiebegriff der Spätantike 9.1 Rezeptionsgeschichtlicher Kontext: Antike Rezeptionen eines positiv konnotierten Magiebegriffs 9.2 Die Papyri Graecae Magicae 9.3 Fazit 10. Marsilio Ficino, Giovanni Pico della Mirandola und die frühneuzeitliche Rezeption des Magiebegriffs 10.1. Prolog: Platons Bedeutung für den abendländischen Magiediskurs 10.2. Rezeptionsgeschichtlicher Kontext: Die Wiederbelebung des klassischen Altertums 10.3. Marsilio Ficino und die magia naturalis 10.4. Pico della Mirandola: (Pseudo-) Historiographische und thematische Ausdifferenzierungen des magia-naturalis-Topos' 10.5. Fazit: Zum semantischen Gehalt des magia-naturalis-Topos' 10.6. Weiterführende Überlegungen 11. Aleister Crowley und der identifikatorische Magiediskurs des 19. und 20. Jahrhunderts 11.1. Rezeptionsgeschichtlicher Kontext: Magia-naturalis-Allusionen im 18. und 19. Jahrhundert 11.2. Eliphas Levi Zahed 11.3. Helena Petrovna Blavatsky 11.4. Der Hermetie Order of the Golden Dawn 11.5 Aleister Crowley: Synthese 11.6 Fazit 12. Synthesen 12.1 Zum Verhältnis von Ausgrenzungs- und Aufwertungsdiskurs 12.2 Zu historischen Wurzeln des akademischen Magiediskurses 12.3 Magie und Religion: Eine abschließende Verhältnisbestimmung 13. Schluss Literaturverzeichnis Personenregister (Auswahl)

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