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Heliodorus Redivivus: Vernetzung Und Interkultureller Kontext in Der Europaischen 'Aithiopika'-Rezeptionder Fruhen Neuzeit

Book information

Publisher
Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH
Year
2018
ISBN
3515122222, 9783515122221
Language
germanitalian
Format
PDF
Filesize
2 MB (2096922 bytes)
Series
Palingenesia; 112
Edition
Bilingual
Pages
229\234
Time added
2023-06-24 07:15:51

Description

Heliodor ist der Begrunder des modernen Romans: Seine Aithiopika, die die Liebesgeschichte von Chariklea und Theagenes erzahlen und die im 16. Jahrhundert wiederentdeckt werden, sind Vorbild fur Generationen europaischer Autoren, die sich in imitatio und aemulatio uben. Dadurch ebnen die Aithiopika der neuen Gattung den Weg und tragen erheblich zu deren Praxis und Theorie bis in die Anfange der Moderne bei. Die Autorinnen und Autoren nehmen den Heliodorus redivivus als europaisches Phanomen in den Blick und eroffnen neue, interdisziplinare Sichtachsen auf die gelehrte und populare Rezeption der Aithiopika in der italienischen und deutschsprachigen Literatur der Fruhen Neuzeit. Ausser der Druckgeschichte der Ubersetzungen wird dabei die Langzeitwirkung des Werkes in Nachahmungen, Parodien und Uberbietungen nachverfolgt, die sich von der Spatrenaissance uber den Barock bis ins 18. Jahrhundert in die Geschichte des Romans, der Romanpoetik, des Epos und des Theaters sowie in die Kunstgeschichte einschreiben. Erganzt werden diese Studien durch grazistische Beitrage, die die noch offenen Datierungsfragen und die intertextuelle Vernetzung des spatantiken Autors in der Literatur seiner Zeit neu beleuchten. INHALT (Christian Rivoletti / Stefan Seeber) Einleitung I. DIE WIEDERENTDECKUNG DES ROMANS UND DIE ALTPHILOLOGISCHE PERSPEKTIVE (Laura Mecella) Heliodor zwischen Historie und Legende. Überlegungen zum Problem der Datierung (Giuseppe Zanetto) Intertextualität und Intervisualität bei Heliodorus (Judith Hindermann) Die enzyklopädischen Exkurse in Heliodors Aithiopika: Die Naturalis Historia des Älteren Plinius und das mirabile der Zeugung Charikleas II. HELIODORUS ITALICUS: DIE AUFNAHME DER AITHIOPIKA IN DER ITALIENISCHEN LITERATUR DER SPÄTRENAISSANCE UND DES BAROCK (Marc Föcking) ,Male o bene, non so‘. Torquato Tasso und Heliodors Aithiopika (Guido Arbizzoni) Die Aithiopika im italienischen Roman des 17. Jahrhunderts (Gabriele Quaranta) Tra passione romanzesca ed evocazione regale: note sulla fortuna figurativa delle Etiopiche di Eliodoro nella Francia del Seicento III. HELIODORUS GERMANICUS: DIE REZEPTION DER AITHIOPIKA IM DEUTSCHEN SPRACHRAUM (Seraina Plotke / Stefan Seeber) Heliodor auf Abwegen – Johannes Zschorns Aithiopika-Übersetzung und ihre frühe Druckgeschichte (Andreas Keller) Transformation statt Translation: Plurale Heliodor-Imitatio am Beispiel von Exordialtopik im deutschsprachigen Roman des 17. Jahrhunderts (Regina Toepfer) Heliodor-Rezeption im deutschen Drama des 17. Jahrhunderts. Der Gattungstransfer der Aithiopika durch Caspar Brülow und Johann Joseph Beckh (Sylvia Brockstieger) Alte Form und neue Gattung. Heliodor und die Romanpoetik im 18. Jahrhundert (Thomas Borgstedt) Wilhelm Meisters Lehrjahre und das heliodorische Romanschema

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