Sprachverwendung, Sprachsystem: Ökonomie und Wandel
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Die Buchreihe Linguistische Arbeiten hat mit über 500 Bänden zur linguistischen Theoriebildung der letzten Jahrzehnte in Deutschland und international wesentlich beigetragen. Die Reihe wird auch weiterhin neue Impulse für die Forschung setzen und die zentrale Einsicht der Sprachwissenschaft präsentieren, dass Fortschritt in der Erforschung der menschlichen Sprachen nur durch die enge Verbindung von empirischen und theoretischen Analysen sowohl diachron wie synchron möglich ist. Daher laden wir hochwertige linguistische Arbeiten aus allen zentralen Teilgebieten der allgemeinen und einzelsprachlichen Linguistik ein, die aktuelle Fragestellungen bearbeiten, neue Daten diskutieren und die Theorieentwicklung vorantreiben. INHALTSVERZEICHNIS VORWORT ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS EINLEITUNG Erstes Kapitel PERFORMANZ UND DIE ERKLÄRUNG DES SPRACHWANDELS - WISSENSCHAFTSGESCHICHELICHER ÜBERBLICK, KRITIK, PROBLEMSTELLUNG 1. Die traditionelle Linie 2. Der Strukturalismus bei Trubetzkoy 3. Die Synthese mit der traditionellen Linie - Martinet 4. Das generative Sprachwandel-Modell: Der Anspruch auf explanatorische Adäquatheit einer formalen Theorie 5. Zur psychischen Realität generativer Postulate 5.1. Plausibilität 5.2. Kompetenz, Performanz und psychische Realität 5.3. Sprache - ein abstrakter Gegenstand 5.4. Antimentalismus im generativen Sprachwandel-Modell bei King 6. Die Rückkehr zur Performanz 6.1. Die Rolle der Sprachökonomie für den Sprachwandel 6.2. Die Rolle des Spracherwerbs 6.3. Finalismus/Funktionalismus versus Kausalismus/Formalismus in der neueren Literatur 7. Einige offengebliebene Fragen und ihre Antworten 7.1. Woher kommen die Innovationen? 7.2. Die Rolle der Performanzbedingungen 7.3. Beziehungen zwischen (scheinbar) isolierten Sprachveränderungen 7.4. Der idealisierte 'native speaker' 8. Überblick über die folgenden Kapitel Zweites Kapitel ZUM WANEEL DER AUSDRUCKSVERFAHREN FÜR GRAMMATISCHE KATEGORIEN 1. Zur Typologie 1.1. 'Typologie der morphosyntaktischen Ausdrucksverfahren' versus 'Typologie der Sprachen' 1.2. Definition der morphosyntaktischen Ausdrucksverfahren 2. Wandel der morphosyntaktischen Verfahren 2.1. Die Kategorien des Verbs 2.2. Die Kategorien des Nomens 2.3. Zusammenfassung Drittes Kapitel ERKLÄRUNGEN FÜR TYPOLOGISCHEN WANDEL IN DER LITERATUR 0. Vorbemerkungen 1. Die 'Kampensationstheorie' 1.1. Chronologische Unstimmigkeiten 1.2. Wechsel des Ausdrucksverfahrens ohne Motivation durch Ambiguitäten 1.3. Möglichkeiten der Kompensation innerhalb des synthetischen Verfahrens 2. A. Schleicher 2.1. Die zyklische Evolutionstheorie 2.2. Kritik 3. O. Jespersen 3.1. Sprachwandel als Fortschritt 3.2. Unvereinbarkeit der Theorie mit Entstehung von Flexion aus isolierten Elementen 4. Die stilistisch-semantischen Erklärungen 4.1. Die subjektive Ausdruckskraft der neuen analytischen Formen 4.2. Erklärung der Entstehung, aber nicht der Grammatikalisierung analytischer Formen 4.3. Zusamnenhang von Grammatikalisierung und Agglutination in analytischen Konstruktionen 4.4. Erklärung für den Zeitpunkt der Veränderungen 5. H. Frei 5.1. Freis Satzanalyse: sujet - verbe - prédicat 5.2. Folgen der Umstellung O-V-S zu S-V-O 5.3. Sprachwandel als Folge von Performanzbedürfnissen bei Frei 5.4. Kritik 6. Th. Vennemann 6.1. Das "principle of natural serialization" 6.2. SXV → SVX als Reaktion auf Verlust einer eindeutigen S-O-Morphologie 6.3. Kritik 6.4. Zusammenfassung. Zur Vorhersagbarkeit von Sprachveränderungen 7. Zusammenfassung der Folgerungen für eine Theorie des Sprachwandels Viertes Kapitel ÜBERBLICK ÜBER DIE VOR- UND NACHTEILE DER VERSCHIEDENEN MORPHOSYNTAKTISCHEN VERFAHREN BEI DER PERFORMANZ 1. Sprechen 1.1. Die Performanzebenen des Sprechers 1.2. Das flektierende Verfahren 1.3. Das agglutinierende Verfahren 1.4. Das explizit isolierende Verfahren 1.5. Das implizit isolierende Verfahren 1.6. Das kombinierende Verfahren 2. Hören 2.1. Die Performanzebenen des Hörers 2.2. Rekodierung als Hauptaufgabe des Hörers 2.3. Das implizit isolierende Verfahren 2.4. Die Verfahren zum Ausdruck der nicht-relationalen Morpheme 2.5. Wie nachteilig ist Ambiguität? Fünftes Kapitel SPRACHÖKONOMIE UND SPRACHWANDEL 1. Überblick über die Zusammenhänge zwischen den Performanzbedürfnissen 1.0. Definition der Relationen 1.1. 1:1-Zuordnung, kurze Morphketten, kleines Inventar und Eindeutigkeit der Morphe 1.2. Eindeutigkeit der Morphe, Eindeutigkeit der größeren Konstituenten, feste Konstituentenfolge, kurze Morphemketten, kurze Morphketten 1.3. Kleines Morphinventar, kurze Morphe, kleines Phoneminventar, kleines Merkmalinventar, niedrige Phonemkomplexität 1.4. Eindeutigkeit der Phone, leicht artikulierbare Phonemfolgen, kurze Morphe, kleines Phoneminventar, Eindeutigkeit der Morphe, 1:1-Zuordnung 1.5. 1:1-Zuordnung zwischen Morphemen und Morphen, wenig Rekodierung, leicht artikulierbare Phonemfolgen 1.6. Feste Konstituentenfolge, implizit isolierendes Verfahren, kurze Morphemketten, kurze Morphketten 1.7. Gesamtdarstellung der Zusammenhänge. Die Sonderstellung des Bedürfnisses nach Eindeutigkeit 2. Analogie, Systemdeterminismus und die Vorhersagbarkeit von Sprachwandel 2.1. Performanzbedürfnisse als Spezialfälle des Bedürfnisses nach analogem Handeln 2.2. Analogie als 'Metabedürfnis' 2.3. Das Bedürfnis nach Analogie als Quelle der Regelmäßigkeit von Sprachwandel und Sprachsystemen und Grundlage systemdeterministischer Theorien 2.4. Grenzen der Erklärungs- und Vorhersagekraft von Analogie 2.5. Drei Stufen der Vorhersagbarkeit von Sprachveränderungen 3. Konklusion: Sprachökonomie als Ursache von Sprachwandel 3.1. Es gibt kein absolutes Optimum 3.2. Drei Wege der relativen Optimierung 3.3. Definition der Sprachökonomie. Einige Mißverständnisse 3.4. Sprachökonomie als umfassendes Erklärungsprinzip für Sprachwandel LITERATUR ABSTRACT
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