Zeno von Verona zu heidnischer Kultur und christlicher Bildung
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Bärbel Dümler untersucht die Traktate des Zeno von Verona, das älteste erhaltene lateinische Predigtcorpus aus der Zeit zwischen 360 und 380 n. Chr. Auf philologischer Grundlage analysiert sie zunächst das Verhältnis des Bischofs zum Heidentum entsprechend dem stoischen Schema der Theologia tripartita. Zenos Äußerungen zu heidnischem Kult, Göttern und mythologischen Gestalten und deren Darstellung sowie zu Philosophie und Intellektualität lassen erkennen, dass er das Christentum für die in jeder Hinsicht überlegenere Religion hält. Anschließend widmet sich die Autorin dem Gegenentwurf des Zeno zur von ihm verworfenen heidnischen Kultur: Entscheidender Unterschied ist die Ausrichtung aller Komponenten des Gegenentwurfs, nämlich religiösen Sachwissens, ethischen Wissens und ethischen Könnens, auf Gott hin, wie dies im auf Meister Eckhard zurückgehenden, hier rückübertragenen Terminus 'Bildung' zum Ausdruck kommt. Cover Vorwort Inhaltsverzeichnis Kapitel 1: Einleitung A. Die Arbeit I. Genese einer Fragestellung II. Methodik und Aufbau III. Technische und terminologische Anmerkungen B. Das Material I. Überlieferungs- und Forschungsgeschichte II. Autorschaft und Datierung III. Literarisches Genus, Stil, Inhalte C. Der Kontext I. Verona und sein Einzugsbereich II. Die christliche Gemeinde in Verona III. Die Situation des Heidentums Kapitel 2: Die Bewertung heidnischer Kultur in den Tractatus Zenonis A. Das Heidentum – Anhänger und Religiosität I. Die Heiden 1. gentes 2. externus und profanus 3. sacrilegus und impius 4. carnalis, mundanus und terrenus 5. incredulus und infidelis bzw. perfidus 6. Umschreibungen II. Heidnische Religiosität 1. religio 2. idolatria und superstitio 3. sacrilegium 4. scelus und nefas 5. reatus 6. Umschreibungen III. Bewertung der Heiden und ihrer Religiosität IV. Resümee: Zenos Charakterisierung der Heiden B. Theologia civilis – heidnischer Kult I. Primäre Kultorte 1. aedes 2. capitolia 3. saecularia 4. templum 5. fanum 6. sacrarium II. Sekundäre Kultorte 1. theatrum 2. sepulcrum und tumulus 3. locus infamis III. Kultbilder 1. idolum 2. simulacrum 3. statua 4. imago 5. figmenta IV. Kultinstrumentarium 1. altare und ara 2. bustum und rogus 3. Übriges Instrumentarium V. Kultpersonal VI. Kulthandlungen 1. Kult-Terminologie a) cultus b) servitus c) ministerium d) ritus e) adorare und venerari f) imitari 2. Opfer-Terminologie a) sacrificium b) sacra c) mysterium 3. Einzelne Opferhandlungen a) immolatio b) tura (con-)cremare und libamina profundere c) Sonstige Riten 4. Gebet a) preces und petere b) votum 5. Divination und Observation a) fibras consulere und salutem in ventribus quaerere b) auguria captare c) sciscitari deorum responsa d) dies observare und Aegyptiacos de candidis facere e) timere culpa, metuere naturam 6. Totenkult a) mors timetur b) plangere c) exsequiae d) parentalia VII. Resümee: Zenos Kenntnis des heidnischen Kultes C. Theologia mythica – Götter, mythologische Gestalten und der Ort ihrer Darstellung I. Die Götter 1. deus, dea, dii 2. daemones bzw. daemonia 3. hemithei 4. inferi und superi II. Einzelne Gottheiten 1. Iupiter, Hercules, Venus 2. Kybele und Attis 3. amor bzw. cupido 4. sol und luna 5. pudicitia und impudicitia III. Resümee: Zenos Kenntnis und Charakterisierung der heidnischen Götter IV. Andere mythologische Gestalten 1. Jahreszeiten 2. Phoenix 3. Bilder des Zodiakus V. Der Ort mythologischer Darstellung 1. poetae 2. Literarische Reminiszenzen a) aus dem Werk Vergils b) aus dem Werk des Apuleius c) aus den Werken des Horaz, des Ovid und des Lukan 3. ars VI. Resümee: Zenos Verhältnis zur Mythologie D. Theologia naturalis – Philosophie und Intellektualität I. Philosophie 1. Namentlich genannte Philosophen a) Epikur, Dikaiarch und Demokrit b) Platon und die philosophi 2. Philosophische Reminiszenzen a) aus dem Werk Ciceros b) aus den Werken des Sallust, des Seneca und des Ovid II. Spezielle Inhalte intellektuellen Bemühens 1. studium impugnandae sacrae legis 2. adsimulant se nosse rerum naturae secreta 3. quisquis resurrectionem negat III. Intellektuelle und Gebildete 1. sapientes 2. ingenia 3. curiosi 4. docti IV. Resümee: Zenos Verhältnis zur Intellektualität Kapitel 3: Das Konzept christlicher Bildung in den Tractatus Zenonis A. Voraussetzungen christlicher Bildung I. secunda nativitas und infantia II. aetheria vestis III. lacte beatum B. Bildungsvermittlung I. educatione nutrire II. doctrina formare 1. verbis instruere 2. eruditione commonere III. magisterium 1. dei disciplina 2. divina praecepta C. Instrumente der Bildungsvermittlung I. sacra scriptura 1. Schriftverständnis 2. Einsatz in den Traktaten II. exempla 1. Funktionen a) demonstratives Beispiel b) paränetisches Vorbild c) autoritativ-attestierender Beleg 2. Exempelgruppen a) aus der Natur b) aus dem Alltag c) aus dem Heidentum d) aus der Schrift e) aus der Kirchengeschichte III. oratio 1. eloquentiae vires 2. sermo und praedicatio D. Bildungserwerb I. audire und videre II. discere 1. accipere und noscere 2. discere virtutem und mores imitari a) custodire und (ob-)servare b) virtus c) virtutes und mores E. Das Ziel christlicher Bildung I. Innerweltlich Erreichbares 1. (con-)scientia 2. sapientia II. Das transzendente Ziel 1. immortalitas und aeterna vita 2. beatitudo und felicitas F. Resümee: Zenos Konzept christlicher Bildung Kapitel 4: Heidnische Kultur und christliche Bildung in den Traktaten des Zeno von Verona Literaturverzeichnis A. Elektronische Hilfsmittel (Datenbanken) B. Quellen C. Sekundärliteratur Stellenregister A. Biblische Schriften B. Antike Quellen Autorenregister Begriffsregister
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