Die ansässigen Fremden im klassischen Athen
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Das klassische Athen zog zahlreiche fremde Gäste und Besucher an, und für viele von ihnen war die Polis mehr als nur ein Zwischenstopp: Als ansässige Fremde gehörten sie ganz selbstverständlich zum Stadtbild. In einer umfangreichen Studie arbeitet Franziska Luppa systematisch die Merkmale auf, die Angehörige dieser Bevölkerungsgruppe sowohl durch individuelle Voraussetzungen als auch durch athenische Zuschreibung trugen, und analysiert deren Einfluss auf das Leben und Erleben der ansässigen Fremden in Athen. Die Untersuchungen zeigen zum einen, welche bemerkenswerte Heterogenität die Gruppe der ansässigen Fremden im klassischen Athen ausmachte, zum anderen zeichnen sie das komplexe Geflecht aus Integrationsangeboten und Exklusionsgeboten nach, mit dem die Athener den Platz der Fremden in der Polis nicht einfach starr festlegten, sondern kontinuierlich aushandelten. Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Einleitung Forschungsgeschichte Kernthese und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes Vorgehen I. Vorbemerkungen I.1.Fremdsein und Fremder sein in der griechischen Welt I.2.Quellen I.2.1.Epigraphische Quellen I.2.2.Literarische Quellen I.3.Setting the Scene: Athen und die Fremden bis zum Ende des 5. Jahrhunderts I.3.1.Fremde und ansässige Fremde in der archaischen Zeit I.3.2.Kleisthenes und die Einbürgerung ansässiger Nichtbürger I.3.3.Das Bürgerrechtsgesetz des Perikles I.3.4.Der Peloponnesische Krieg I.3.5.Das neue Bürgerrechtsgesetz von 403/02 I.4.Demographie der ansässigen Fremden in Attika I.4.1.Die Anzahl der ansässigen Fremden I.4.2.Die Verteilung der ansässigen Fremden in Attika II. Intrinsische Merkmale II.1.Griechische oder nichtgriechische Herkunft II.1.1.Nichtgriechen in Athen II.1.2.Griechen in Athen II.1.3.Fazit: Griechen und Nichtgriechen in Athen II.2.Beweggründe, nach Athen zu kommen II.2.1.Freiwillige Migration: Athen als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten II.2.1.1.Wirtschaftliche Attraktivität Athens II.2.1.2.Freiwillig Emigrierte als Zielgruppe athenischer Einwanderungspolitik II.2.2.Unfreiwillige Migration: Athen als Retter in der Not II.2.2.1.Kriegsflüchtlinge II.2.2.2.Politische Flüchtlinge II.2.2.3.Unfreiwillig Emigrierte als Zielgruppe athenischer Einwanderungspolitik II.2.3.Eine Frage der Ehrungen II.2.4.Fazit: Freiwillig und unfreiwillig Emigrierte in Athen II.3.Freigeborene und Freigelassene II.3.1.Freilassungspraxis in Athen II.3.2.Merkmale der Freigelassenen II.3.2.1.Das triṓbolon II.3.2.2.Die Wahl des prostátēs II.3.2.3.exeleútheroi und apeleútheroi II.3.2.4.Gerichtsbarkeit II.3.3.Unterscheidung im Alltag II.3.4.Der Freigelassene als métoikos in Quellen und Forschung II.3.5 Fazit: Die nie wirklich Freien? II.4.Frauen und Männer als ansässige Fremde II.4.1.Das metoíkion II.4.2.Erwerbstätigkeit fremder ansässiger Frauen II.4.3.Selbstständigkeit und Selbstverantwortlichkeit II.4.4.Archippes Leben nach Pasions Tod: Der Status der Ehefrauen Eingebürgerter II.4.5.Die Gleichstellung von ansässigen fremden Männern und Frauen II.4.6.Fazit: Ein kleiner Unterschied? II.5.Längerfristiger oder dauerhafter Aufenthalt in Athen II.5.1.Bleibeabsicht als Merkmal der métoikoi? II.5.2.„… doch wenn sie schließlich wieder geh’n, ist’s auch recht schön.“ II.5.3.Sprachliche Unterscheidungen II.5.4.Fazit: Dauerbesucher und Mitbewohner II.6.Eingeborene und zugezogene Fremde II.6.1.Gab es eingeborene Fremde? II.6.2.Unterschiede zwischen eingeborenen und zugezogenen Fremden II.6.3.Die Bedeutung des Wohnortswechsels II.6.4.Fazit: Der métoikos als Mitbewohner II.7.Bürgerrecht in einer anderen Polis II.7.1.Bürger anderer Poleis in Athen II.7.2.Apólides als ansässige Fremde in Athen II.7.3.Ein fremdes Bürgerrecht als Ausschlusskriterium für die metoikía? II.7.3.1.Nebeneinander von polítēs und métoikos II.7.3.2.métoikon eínai und metoikeín II.7.3.3.métoikoi als polítai und polítai als métoikoi II.7.4 Fazit: Bürger auf Abwegen III. Extrinsische Merkmale III.1.Militär III.1.1.Ansässige Fremde in der Flotte III.1.2.Ansässige Fremde im Heer III.1..Die militärische Bedeutung der ansässigen Fremden III.1.4.Die Einteilung ansässiger Fremder in Vermögensklassen III.1.5.Fazit: Militärische Pflichten und Chancen III.2.Wirtschaft III.2.1.Abgaben III.2.1.1.Das metoíkion III.2.1.2.eisphoraí III.2.1.3.Leiturgien III.2.2.Wirtschaftliches Engagement III.2.3.Verbot immobilen Eigentums III.2.3.1.Ausschluss von der Landwirtschaft III.2.3.2.Grundpfandrechte III.2.3.3.Grabplatzbesitz III.2.3.4.Mieten und Pachten III.2.3.5.Institutionelle Nachfolgeregelungen III.2.3.6.Bedeutung des fehlenden Rechts auf Landbesitz III.2.4.Ökonomische Potenz der ansässigen Fremden für Athen III.2.5.Ökonomisches Potenzial der ansässigen Fremden III.2.6.Fazit: It’s a rich man’s world III.3.Gesellschaft III.3.1.Gesellschaftliche Partizipation und soziale Netzwerke von Bürgern und Nichtbürgern III.3.1.1.Gelegenheiten und Möglichkeiten zum Aufbau sozialer Netzwerke III.3.1.2.Heiratsverbindungen III.3.1.3.Bedeutung des sozialen Netzwerks III.3.1.4.Verbindungen unter den Nichtbürgern III.3.2.Vorbehalte gegenüber ansässigen Fremden III.3.2.1.Die sozialen Folgen einer nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeit III.3.2.2.Assoziation mit dem Sklaventum III.3.2.3.Gesellschaftliche Erwartungen an ansässige Fremde III.3.3.Soziale Mobilität der ansässigen Fremden in Athen III.3.4.Fazit: Die Position der ansässigen Fremden in der Gesellschaft III.4.Politik III.4.1.Direkte politische Einflussnahme der ansässigen Fremden III.4.2.Indirekte politische Einflussnahme der ansässigen Fremden III.4.3.Eingreifen ansässiger Fremder in politische Ereignisse III.4.4.Einbindung ansässiger Fremder in politische Strukturen III.4.5.Fazit: Die ansässigen Fremden als pressure group? III.5.Kult und Religion III.5.1.Der Ausschluss ansässiger Fremder von Priesterämtern III.5.2.Einbindung ansässiger Fremder in Kult und Religion III.5.3.Kultvereine und fremde Kulte in Athen III.5.4.Fazit: Ansässige Fremde im religiösen Bereich III.6.Rechtsangelegenheiten III.6.1.Auftreten der Fremden vor Gericht III.6.1.1.als Angeklagte III.6.1.2.als Kläger III.6.1.3.als Zeugen III.6.2.Spezielle Rechtsverfahren für (ansässige) Fremde III.6.2.1.Anlaufstellen und Zuständige III.6.2.2.xenías graphḗ III.6.2.3.apostasíu- und aprostasíu-Verfahren III.6.3 Fazit: Recht haben und Recht bekommen als ansässiger Fremder III.7.Privilegien und Ehrungen III.7.1.Verfahren der Vergabe von Privilegien III.7.2.isotéleia III.7.3.atéleia III.7.4.énktēsis III.7.5.proxenía III.7.6.politeía III.7.7 Fazit: Die Privilegien als Stellschrauben III.8.Der prostátēs III.8.1.Einsatzgebiete des prostátēs III.8.2 Fazit: Der prostátes als gemeinsames Merkmal aller ansässigen Fremden? IV. Ergebnisse IV.1.Die Heterogenität der ansässigen Fremden in Athen IV.2.Die Binnendifferenzierung der ansässigen Fremden IV.3.Der métoikos: Ein ansässiger Fremder oder der ansässige Fremde? V. Schluss VI. Quellen- und Literaturverzeichnis VI.1.Abkürzungsverzeichnis VI.2.Quellenverzeichnis VI.3.Literaturverzeichnis VII. Indices VII.1.Index Inscriptionum VII.2.Index Locorum VIII. Register VIII.1.Register historischer Personen (in Auswahl) VIII.2.Sachregister
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