GERMAN

Spielräume, Prärogativen und Kontrolldichte in der verfassungsgerichtlichen Normenkontrolle: Zum Verhältnis von Bundesverfassungsgericht und Gesetzgeber

Book information

Publisher
Duncker & Humblot
Year
2022
ISBN
9783428586561, 9783428186563
DOI
10.3790/978-3-428-58656-1
Language
german
Format
PDF
Filesize
2 MB (1590983 bytes)
Series
Schriften zum Öffentlichen Recht; 1484
Edition
1
Pages
360\361
Library
elibrary.duncker-humblot.com
Time added
2023-10-14 06:59:47

Description

Das Bundesverfassungsgericht betont in Verfahren direkter oder inzidenter Normenkontrollen stets, dass dem Gesetzgeber bestimmte Spielräume zukämen. Die begriffliche Vielfalt ist dabei beachtlich – der Autor zeigt auf, dass das Gericht über 30 verschiedene Begriffe für die Umschreibung dieses Phänomens verwendet. Er stellt heraus, dass diese fehlende Struktur einer verfassungsrechtlichen Klärung des Spannungsverhältnisses zwischen Gesetzgeber und Bundesverfassungsgericht nicht dienlich ist. Die Arbeit empfiehlt eine deutlichere Trennung zwischen materiell-rechtlichen Gestaltungsspielräumen und tatsächlich-prognostischen Einschätzungs- und Beurteilungsspielräumen. Während letztere Spielräume aus der politischen Verantwortlichkeit für fehlerhafte Prognosen resultierten, begründe sich der materiell-rechtliche Spielraum aus den Besonderheiten des politischen Verfahrens und des Austausches der parteipolitischen Positionen sowie aus dem dies alles begleitenden öffentlichen Diskurs.»Leeway, Prerogatives and Density of Control in the Constitutional Review of Norms. On the Relationship Between the Federal Constitutional Court and the Legislature«: The Federal Constitutional Court keeps granting the legislature leeway in the constitutional review of norms. The author points out that the court uses over 30 different terms to describe this phenomenon. He consider these different paraphrases do not serve to clarify the relationship between the legislature and the constitutional court and recommends a separation between substantive legal and actual prognostic leeway.

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