Aus Israels Mitte - Heil für die Welt: Eine narrativ-exegetische Studie zur Theologie des Lukas
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Die Reihe Beihefte zur Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft (BZNW) ist eine der ältesten undrenommiertesten internationalen Buchreihen zur neutestamentlichen Wissenschaft. Seit 1923 publiziert sie wegweisende Forschungsarbeiten zum frühen Christentum und angrenzenden Themengebieten. Die Reihe ist historisch-kritisch verankert und steht neuen methodischen Ansätzen, die unser Verständnis des Neuen Testaments befördern, gleichfalls offen gegenüber. Erster Hauptteil: Grundlegung I. Einführung zum Gang der Untersuchung II. Zur Themenstellung 1. Lk-Act – weiterhin »a storm center in contemporary scholarship« 2. Antijudaismus vor und nach Auschwitz – der hermeneutische Rahmen in dieser Untersuchung 3. Zur Rede von Antisemitismus, Antijudaismus und Polemik 3.1. Antisemitismus 3.2. Antijudaismus 3.3. »Innerjüdische Polemik« versus Antijudaismus 3.4. Ergebnis III. Zur Methodik 1. Die erzählte Welt des Lukas 1.1. Lk-Act als ein einheitlich konzipiertes Erzählcorpus 1.2. Zur narrativ-synchronen Interpretationsweise 1.3. Zur Aufnahme diachroner Methodik 2. Konkretionen narrativer Lukas-Interpretation 2.1. J.D. Kingsbury: »Conflict in Luke« – Plot als Erzählkonstante 2.2. R.C. Tannehill: »The Narrative Unity of Luke-Acts« – theologische Tendenz 2.3. J.B. Tyson: »Images of Judaism in Luke-Acts« – impliziter Leserkreis 3. Im Gefolge Tysons - erneute Bestimmung des impliziten Leserkreises 3.1. Wen bezeichnet Lukas als »Gottesfürchtige«? 3.2. Wer sind die Hellenen in Act? 3.3. Völkerchristen als impliziter Leserkreis 3.4. Theophilus als literarischer Adressat 3.5. Judenchristen als impliziter Leserkreis 3.6. Ergebnisse Zweiter Hauptteil: Textanalyse IV. Am Anfang das Ende – die Schlußperikope Act 28,16-31 als hermeneutischer Schlüssel zum Gesamtverständnis von Lk-Act 1. Der Erzählschluß aus der Leserperspektive – Enttäuschung der Lesererwartung 2. Die erste Begegnungsszene Act 28, (16) 17-22 2.1. Die Verteidigung des lk Paulus (V. 17b-20): »Um der Hoffnung Israels willen trage ich diese Kette« 2.2. Was versteht Lukas unter ἡ ἐλπὶς τοῦ Ἰσραήλ? 2.3. Die Entgegnung der stadtrömischen Juden (V. 21f) 3. Die zweite Begegnungsszene Act 28,23-28 3.1. Ein letzter Versuch – die Verkündigung an die stadtrömischen Juden (V. 23b) 3.2. Die geteilte Reaktion der stadtrömischen Juden (V. 24) – eine Zwischenbilanz mit Folgen 3.3. Die Antwort des lk Paulus und das »asymphonische« Gesprächsende (V. 25-28) 4. Der Epilog (V. 30f) 5. Zusammenfassung und Ertrag V Wie alles beginnt – der Anbruch des Heils (Lk 1f) 1. Lk 1f gleicht einem Introitus in das lk Gesamtwerk 2. Das lk Erzählszenario – aus Israels Mitte kommt das Heil 2.1. Zur Bedeutung des Jerusalemer Tempels in Lk-Act 2.2. Wen bezeichnet Lukas mit λαός 3. Die beiden Hauptfiguren des Heilsgeschehens 3.1. Der Täufer als Wegbereiter des Heils 3.2. Der Interpretationsrahmen für die lk Erzählfigur Jesus 4. Zusammenfassung und Ertrag VI. Ein dunkler Schatten – die Weissagung des Simeon (Lk 2,29-35 1. Einführung 1.1. Simeon als der paradigmatisch fromme Jude 1.2. Zur narrativen Funktion des Heiligen Geistes 2. Die erste Weissagungshälfte Lk 2,29-32 2.1. Jesus ist τό σωτήριον τοῦ ϑεοῦ (V. 30) 2.2. Das Heilsgeschehen ist universal und israelorientiert (V. 31f) 3. Das Erstaunen der ›Eltern‹ Jesu (Lk 2,33) 4. Die zweite Weissagungshälfte Lk 2,34b-35 4.1. Jesus – gesetzt zum »Fall und Aufstehen vieler in Israel« (V. 34ba) 4.2. Jesus – gesetzt zum »Zeichen, dem widersprochen wird« (V. 34bß) 5. Zusammenfassung und Ertrag VII. Konfrontation und Ablehnung – Jesu Verkündigung in Nazaret (Lk 4,16-30) 1. Aufbau und Struktur der Perikope 2. Ein guter Ruf eilt Jesus voraus – zur Funktion der summarischen Notiz (Lk 4,14f) 3. Jesu Auftritt in der Synagoge zu Nazaret – erste Szene (V. 16-22) 3.1. Die Lesung und Selbstproklamation Jesu (V. 18-21) 3.2. Zustimmung und doch kein Verstehen – die Reaktion der Zuhörer (V. 22) 4. Jesu zweite Rede und das dramatische Ende – zweite Szene (V. 23-30) 4.1. Die implizite Forderung der Synagogenzuhörer: ›Bekümmere dich um uns!‹ (V. 23) 4.2. Die Regel vom Geschick des Propheten in seiner Heimatstadt (V. 24) 4.3. Elia-Elisa als Beleg für die Prophetenregel (V. 25-27) 5. Die feindselige Reaktion der Zuhörer (V. 28-30) 6. Zusammenfassung und Ertrag VIII. Das Haus muß voll werden - die Perikope vom großen Gastmahl (Lk 14,16-24) 1. Hinführung 2. Der szenische Rahmen (Lk 14,1-24) 3. Das große Gastmahl (V. 16-24) 3.1. Der Skopus der Perikope 3.2. Die erste Maxime – das Fest muß gefeiert werden (V. 16-21) 3.3. Die zweite Maxime – das Haus muß voll werden (V. 22f) 3.4. Die Konsequenz – der Selbstausschluß der Ersteingeladenen (V. 24) 4. Zusammenfassung und Ertrag IX. Nähe und Distanz – das narrative Bild der Pharisäer in Lk-Act 1. Die Pharisäer als typisierte Vertreter der jüdischen Führung 2. Die Tür geöffnet, aber nicht das Herz – die Einstellung der Pharisäer zu Jesus 3. Die Pharisäerdarstellung in der Apostelgeschichte – Brücke zum Judentum? 3.1. Gamaliel – ein gottesgläubiger Pharisäer 3.2. Paulus – der vorbildliche Pharisäerchrist 3.3. Die Zurechtweisung anderer christlicher Pharisäer (Act 15,5ff) 4. Zusammenfassung und Ertrag X. Die Verheißung von Israel- und Völkermission – der Schluß des Evangeliums (Lk 24) 1. Aufbau und Struktur der Perikope 2. Das göttliche δεĩ von Kreuz und Auferstehung Jesu – das leere Grab (V. 1-12) 3. Die Auferstehung Jesu ist die Hoffnung Israels – die narrative Funktion der Emmausperikope (V. 13-35) 4. Die Universalisierung der Hoffnung Israels (V. 36ff) 4.1. Wen bezeichnet Lukas mit εἰς πάντα τὰ ἔϑνη (V. 47)? 5. Die Zeugen im Wartestand – das Ende von Lk 24 im Vergleich zu Mt 28 6. Zusammenfassung und Ertrag XI. Wie es weitergeht - Bilanz und Ausblick 1. Rekapitulation – Stand der Dinge am Beginn der Apostelgeschichte 2. Die Doppelung des Himmelfahrtsgeschehens als Lesehilfe (Act 1,1ff) XII. Ein jüdischer »Frühling« der Kirche – der Beginn christlicher Verkündigung an Israel (Act 1,1-6,7) 1. Die Funktion der erfolgreichen Israelverkündigung (Act 1-5) 2. Noch einmal: Heil allein für Israel? (Act 1,6-8) 3. Die Bekräftigung: Heil für Israel meint Heil auch für die Welt – Pfingsten und die Ausgießung des Geistes (Act 2) 4. Hoffnung auf die (endzeitliche) Umkehr Israels? – zum Verständnis von χρόνοι ἀποϰαταστάσεως (Act 3,21) 4.1. Der Bezug zu Act 1,6-8 4.2. Der Erzählrahmen und der Skopus der zweiten Petrusrede Act 3,12-26 4.3. Erstes Junktim: Die Buße Israels beschleunigt die Parusie (V. 19f) 4.4. Zweites Junktim: erst die Apokatastasis, dann die Parusie (V. 21ff) 5. Zusammenfassung und Ertrag XIII. Dunkle Wolken – Stephanus und die Folgen seines gewaltsamen Todes (Act 6f) 1. Kontinuität und Differenz – Heranführung an die Stephanuserzählung 2. Anmerkungen zur Historizität der Stephanuserzählung – Differenz zwischen erzählter und historischer Welt 3. Die Erzählfigur Stephanus – als Christusanhänger treu dem Tempel und dem Gesetz verbunden 3.1. Der Ausgangspunkt: Falsche Anklagen gegen Stephanus – eine Intrige von Diasporajuden (Act 6,8-12) 3.2. Das Verhör vor dem Synedrion (Act 6,13-7,60) 4. Die Folgen der Rede: Tod und Vertreibung (V. 54ff) 5. Zusammenfassung und Ertrag XIV. Weichenstellungen – die Jesusverkündigung vor den Toren der Völkerwelt (Act 8f) 1. Die Vertreibung aus Jerusalem (Act 8,1b-3; 11,19) 2. Vom Zentrum an die Peripherie Israels – die Missionstätigkeit des Philippus (Act 8,4-40) 3. Vom Verfolger zum Verfolgten – die Bekehrung des Paulus (Act 9,1-31) 3.1. Die Bekehrung (Act 9,1-19a) 3.2. Paulus – vorrangig Völkermissionar (Act 9,15f) 3.3. Jüdische Feindschaft – der verfolgte Paulus (Act 9,19b-31) 4. Zusammenfassung und Ertrag XV Der Durchbruch – die Bekehrung des Petrus zur Tischgemeinschaft mit den ἔϑνη (Act 10f;15) 1. Einführung 2. Rollentausch – Petrus wird zum Anwalt der Völkermission 3. Von Gott erhört – die Vision des Cornelius (Act 10,1-8) 4. Neuland – der schwierige Lernprozeß des Petrus 4.1. Nah und doch so fern – Petrus kommt nach Joppe (Act 9,43) 4.2. Erschrecken und Abscheu – die Vision des Petrus (Act 10,9-16) 4.3. Wegweisung – der ratlose Petrus und der Heilige Geist (V. 17-23a) 4.4. Ein Tabu wird preisgegeben – Petrus trifft Cornelius (V. 23b-33) 4.5. Premiere – auch Nichtjuden kann jetzt das Heil verkündigt werden (V. 34-43) 4.6. Das ›zweite Pfingsten‹ – die Geistausgießung auf ἔϑνη (V 44-48) 4.7. Wer wollte Gott wehren? – die Bestätigung der Tischgemeinschaft in Jerusalem (Act 11,1-18) 5. Der Weg der Mission bis zur Apostelversammlung (Act 11,19-14,28) 6. Das Aposteldekret - ein Modus vivendi (Act 15) 7. Zusammenfassung und Ertrag XVI. Paulus – der scheiternde ›Judenmissionar‹ 1. Einführung 2. Die erste Missionsreise (Act 13,1-14,28) 2.1. Der erste Missionserfolg: ein römischer Prokonsul (Act 13,4-12) 2.2. Der Testfall – Paulus im pisidischen Antiochien (Act 13,13-52) 2.3. Der Weg bis hin zur Steinigung (Act 14,1-28) 3. Die zweite und dritte Missionsreise (Act 15,36-21,14) 3.1. Der jüdisch fromme Paulus und seine Beschneidung des Timotheus (Act 16,1-5) 3.2. Zwischen Synagoge und römischer Obrigkeit – die Widrigkeiten der Paulusmission 4. Am Ende seiner Mission – der angeklagte Paulus (Act 21-26) 4.1. Klarstellung – Paulus lebt wie ein Jude (Act 21,17-25) 4.2. Die Verleumdung im Tempel: Paulus sei antijüdisch (Act 21,26ff) 4.3. Ἐγώ εἰμι ἀνὴρ Ἰουδαῖος – Paulus verteidigt sein Judesein (Act 22,1-21) 4.4. Περì ἐλπίδος ϰαì ἀναστάσεως νεϰρῶν [ἐγὼ] ϰρίνομαι – Paulus bekennt seine jüdische Glaubenshoffnung (Act 22,30-23,11) 4.5. Frommer Jude und loyaler Staatsbürger – Paulus vor Felix (Act 24,1-21) 4.6. Zum letzten Mal: Verteidigung und Zeugnis – Paulus vor Agrippa und Festus (Act 26) 4.7. Paulus in Rom (Act 28,16-31) 4. Zusammenfassung und Ertrag Bilanz XVII. Zur Frage: Ist Lk-Act antijüdisch? Literaturverzeichnis Stellenregister Personenregister Sachregister
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