Das Alte Testament bei Lukas: 'Alles muss(te) erfüllt werden'. Das alte Testament im lukanischen Doppelwerk
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Durch die vielfältigen Schriftallusionen in Lk 1f. wird deutlich gemacht, daß das lukanische Doppelwerk als Fortschreibung der "Schriften" (= des AT) verstanden werden will. Die auf Jesus und sein Geschick bezogenen Schrift-Zitate im lukanischen Doppelwerk, die sich nahezu ausschließlich im Mund von Erzählfiguren befinden, sind in Lk 1-23 überwiegend proleptisch und in Lk 24 sowie der Apostelgeschichte überwiegend analeptisch ausgerichtet. Dreh- und Angelpunkt sind die Reden des Auferstandenen in Lk 24, mit Hilfe derer vor allem Petrus zum Glauben kommt. Darüber hinaus werden Schriftzitate bei Lukas auch als Handlungsanweisung sowie zur Gegenwartsdeutung herangezogen. Ein Vergleich mit der Verwendung von Zitaten in narrativen Texten anderer antiker Autoren (z.B. Makkabäerbücher, Josephus, Herodot, Thukydides, Polybios) verdeutlicht die Besonderheit der lukanischen Zitationsweise. Vorwort Einleitung 1. Problembestimmung 2. Forschungsstand 2.1 Die dem Lukas vorliegenden Quellen 2.1.1 Testimoniensammlung 2.1.2 Targumim 2.1.3 Liturgische Tradition 2.1.4 Eine „Bibel der frühen Kirche“ 2.1.5 Hebräische Quellen 2.2 Die Auslegungsmethode des Lukas 2.3 Die Funktion der Schriftzitate bei Lukas 3. Ziel der Untersuchung 3.1 Die dem Lukas vorliegenden Quellen 3.2 Die Auslegungsmethode des Lukas 3.3 Die Frage nach der Funktion der Schriftzitate im lk Doppelwerk 3.3.1 Herkunft und Bedeutung des Begriffs „Intertextualität“ 3.3.2 Zur Zuordnung von Anspielung und Zitat 3.3.3 Methoden der Intertextualitätsforschung 3.3.4 Funktionen von Intertextualität I. Kapitel: Die Jesusgeschichte als Teil der γραϕαί- zur Darstellung der lk „Vorgeschichte“ 1. Die Technik der diegetischen Allusion 1.1 Diegetische Allusionen in der Geburtsgeschichte des Täufers (Lk 1,5-25.57-80) 1.2 Diegetische Allusionen in der Ankündigung der Geburt Jesu (Lk 1,26-38) 1.3 Diegetische Allusionen bei der Verkündigung an die Hirten (Lk 2,9) 1.4 Zusammenfassung 2. Die Technik der narrativ-kompositionellen Allusion 2.1 Die Einbettung der „Psalmen“ in Lk 1 2.2 Die Einbettung der γραϕαί in Lk 2,22 3. Die Technik der verbalen Allusion 3.1 Die Nachahmung der „biblischen“ Sprache 3.2 Die Allusion bzw. Zitation konkreter γραϕαί 3.3 Die Anspielung auf biblische Heilstraditionen 3.4 Anspielungen auf soziale Rollen und Institutionen 4. Die Geschichtskonzeption des Lukas II. Kapitel: Die Bedeutung des vόμος 1. Die Erfüllung göttlicher Gebote in der Jesusgeschichte 1.1 Die Versuchungsgeschichte (Lk4,l-13) 1.2 Die Tempelreinigung (Lk 19,45f.) 1.3 Die Frage der Erfüllung des Sabbatgebots (Lk 6,1-5.6-11; 14,1-6) 2. Die Erfüllung göttlicher Gebote durch Jesu Nachfolger 2.1 Die Auferstehung als Voraussetzung (Lk 20,27-40) 2.2 Die erste Frage nach der Möglichkeit, das ewige Leben zu ererben (Lk 10,25-28) 2.3 Die zweite Frage nach der Möglichkeit, das ewige Leben zu ererben (Lk 18,18-27) 3. Die bleibende Bedeutung des vόμος für die christliche Gemeinde 3.1 Der Schluss der Jakobusrede (Apg 15,19-21) 3.2 Paulus’ Argumentation vor dem Hohen Rat (Apg 23,1-5) 4. Zusammenfassung 5. Verifikation: Israels Stellung zum vόμος — die Rede des Stephanus (Apg 7,1-53) 5.1 Der Prozess des Stephanus 5.2 Die Rede und ihre Schriftzitatei 5.3 Der Schluss der Rede (Apg 7,51-53) 5.4 Zusammenfassung III. Kapitel: „πάντα δεί πληϱωϑη̃ναι“ - die überwiegend proleptische Konstatierung der Schrifterfüllung 1. Das Wirken des Täufers als Erfüllung des Alten Testaments (Lk 3; 7,27) 1.1 Die Prolepse (Lk 3,4-6) 1.2 Die Analepse (Lk 7,27) 2. Das irdische Wirken Jesu als Erfüllung des Alten Testaments — Jesus als „zuverlässige Erzählfigur“ 2.1 Die Zuverlässigkeit der Erzählfigur: Jesus als Gottessohn 2.2 Worte und Taten Jesu 2.3 „Kein Prophet ist in seiner Heimat willkommen“ (Lk 4,24) - die Notwendigkeit der Passion Jesu und ihre Folgen 2.4 „Es muss erfüllt werden“ - die Passion Jesu (Lk 22,24-38) 3. Zusammenfassung IV. Kapitel: „πάντα δεί πληϱωϑη̃ναι“ - die überwiegend analeptische Konstatierung der Schrifterfüllung 1. Petrus als „zuverlässige Erzählfigur“ (Apg 1-5) 1.1 Die Zuverlässigkeit der Erzählfigur: Die Bekehrung des Petrus (Lk 24,44-49) 1.2 Die Passion Jesu als Erfüllung des Alten Testaments — Petrus beweist seine „Zuverlässigkeit“ (Apg 1,13-26) 1.3 Pfingsten, Auferstehung und Erhöhung Jesu als Erfüllung des Alten Testaments (Apg 2,14-41) 1.4 Passion Jesu und Umkehrpredigt der Jünger als Erfüllung des Alten Testaments (Apg 3,12-4,4) 1.5 Die Zusammenfassungen des Petruskerygmas (Apg 4,5-12; 5,29-32) 1.6 Zusammenfassung (Apg 1-5) 2. Die Einführung weiterer „zuverlässiger Erzählfiguren“ in der Tradition des Petrus 2.1 Die Passion Jesu als Erfüllung des Alten Testaments — die Jerusalemer Gemeinde als „zuverlässige Erzählfigur“ (Apg 4,23-31) 2.2 Passion Jesu und Mission als Erfüllung des Alten Testaments - Philippus als „zuverlässige Erzählfigur“ (Apg 8,26-40) 2.3 Jesu irdisches Wirken, seine Auferweckung und das weltweite Missionsgeschehen als Erfüllung des Alten Testaments — Paulus als „zuverlässige Erzählfigur“ (Apg 13,13-49) 2.4 Die weltweite und gesetzesfreie Heidenmission als Erfüllung des Alten Testaments - Jakobus als „zuverlässige Erzählfigur“ (Apg 15,13-21) V. Kapitel: Der Grund für die notwendige Ablehnung christlicher Verkündigung durch die Juden — die „Verstockung“ (Apg 28,17-20.23.25-28) 1. Der Kontext der letzten Paulusrede 1.1 Die erste Szene (Apg 28,17-22) 1.2 Die zweite Szene (Apg 28,23-31) 2. Das Zitat Jes 6,9f 2.1 Die Einleitung des Zitats 2.2 Der Wortlaut des Zitats 2.3 Die Bedeutung des Zitats VI. Kapitel: Die Funktion von Zitaten in narrativen Texten anderer antiker Autoren 1. Einleitung: Auktoriale Zitate und Erzählfigurenzitate 2. Die Funktion von Zitaten in der historiographischen Literatur des Frühjudentums 2.1 Die Makkabäerbücher 2.2 Das „Bellum Judaicum“ des Josephus 3. Die Funktion von Zitaten in narrativen Texten paganer griechischer Autoren 3.1 Herodot (5. vorchristliches Jahrhundert) 3.2 Thukydides (5. vorchristliches Jahrhundert) 3.3 Polybios (2. vorchristliches Jahrhundert) 3.4 Diodorus Siculus (1. vorchristliches Jahrhundert) 3.5 Dionys von Halikarnass (1. vorchristliches Jahrhundert) 3.6 Flavius Arrianus (2. Jh.n.Chr.) 3.7 Die Verwendung von Prätexten in Biographien 3.8 Der Alexanderroman (ca. 1. vorchristliches Jahrhundert) 4. Die Funktion von Zitaten in narrativen Texten paganer lateinischer Autoren 4.1 C. Julius Caesar 4.2 Sallust (86 v. Chr. - ca. 35 v. Chr.) 4.3 Titus Livius (58 v. Chr. - 17 n. Chr.) 4.4 Tacitus (55 n. Chr. - 117 n. Chr.) 4.5 Die Verwendung von Prätexten in den lateinischen Biographien des Cornelius Nepos (1. vorchristliches Jahrhundert) 5. Zum Vergleich mit den Zitaten im lk Doppelwerk 5.1 Auktoriale Zitate und Erzählfigurenzitate 5.2 Zur Funktion von Erzählfigurenzitaten 5.3 Prätexte 5.4 Zitate ohne Zitationsformeln 5.5 Zitationsformeln 5.6 Funktionen der Zitate bei vergleichbaren Zitationsformeln VII. Kapitel: „Alles muss (te) erfüllt werden“ - das Alte Testament im lk Doppelwerk (Zusammenfassung) Literaturverzeichnis Register Register der zitierten Autoren Register ausgewählter Bibelstellen
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