GERMAN

Staat und Arbeitsbeziehungen: Ein internationaler Vergleich

Book information

Publisher
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Year
1994
ISBN
978-3-531-12547-3, 978-3-322-97040-4
DOI
10.1007/978-3-322-97040-4
Language
german
Format
PDF
Filesize
6 MB (6670689 bytes)
Series
Studien zur Sozialwissenschaft 145
Edition
1
Pages
255\252
Time added
2013-12-12 02:00:00

Description

Diese Arbeit ist die leicht überarbeitete Fassung meiner Heidelberger Habilita­ tionsschrift. In ihr geht es um die Regeln, die die Beziehungen zwischen staatli­ chen Stellen, Arbeitgebern und Gewerkschaften normieren und um die Be­ dingungen, unter denen eine Veränderung dieser Regeln stattfindet. Das empiri­ sche Material der Untersuchung stammt aus 21 Ländern und einem Zeitraum, der mit der erstmaligen Regelung kollektiver industrieller Arbeitsbeziehungen beginnt und 1990 endet. Die Studie hat ein doppeltes Ziel. In analytischer Hinsicht sollen für den Be­ reich der Arbeitsbeziehungen Voraussetzungen und Hindernisse von institutionel­ len Reformen in demokratischen und wirtschaftlich hochentwickelten kapitalisti­ schen Länder identifiziert werden. Bei der Behandlung dieses Themas wurde in früheren Analysen staatlicher Tätigkeiten häufig mit einfachen Linearitätsannah­ men gearbeitet: Je größer beispielsweise ein ökonomischer oder sozialer Problem­ druck sei oder je stärker die politische Linke oder Rechte sei, desto mehr von einer spezifischen staatlichen Tätigkeit sei zu erwarten. Zu Recht sind diese Annahmen kritisiert worden. Die Alternativen, die die Kritiker vorschlugen, überzeugen frei­ lich auch nicht jeden: Sie bedeuten entweder den Verzicht auf jegliche Generalisie­ rung und den Rückzug auf die Beschreibung und Analyse des historischen Falles in seiner Einmaligkeit oder den Aufbau hochabstrakter Theoriegebäude, die sich der empirischen Überprüfung fast gänzlich entziehen. Diese Arbeit hat sich für mich gelohnt, wenn es mir gelungen sein sollte, plausibel zu machen, daß es zwi­ schen diesen Extremen noch einen theoretisch und empirisch sinnvollen Mittelweg gibt. Die Voraussetzung zur Verwirklichung des analytischen Zieles ist der Aufbau einer Sammlung qualitativer Daten zum Gegenstandsbereich.

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