Die Erneuerung der Malkunst vor Dürer - Band 1
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Gegenstand des Buches sind die Bamberger und Nürnberger Maler Hans Pleydenwurff und Wolfgang Katzheimer und ihre Großwerkstätten. Sie haben nach 1450 maßgeblich die Entfaltung der Malkunst und der Handzeichnung in Süddeutschland vorangetrieben und so Albrecht Dürer den Weg bereitet. Ihre Kunst fand Widerhall in ganz Mitteleuropa. Es wird des Weiteren die Bedeutung der Passionsfrömmigkeit für diese Kunst, das allmähliche Anwachsen des künstlerischen Selbstbewusstseins thematisiert, das sich in der Art und Weise zu signieren und zu datieren ebenso wie in Selbstbildnissen und Künstlerporträts ausdrückt. Zusätzliche Themen sind die schrittweise Ausbildung kunsttheoretischen Nachdenkens und die Entstehung der Landschaftsmalerei. Titelblatt Inhalt Einführung I. “Mit den Augen des Herzens geschaut”. Der “Volkreiche Kalvarienberg” als führende Aufgabe der Malerei im 15. Jahrhundert 1. Die Kreuzigung Christi in der Theologie und Frömmigkeit seit dem 11. Jahrhundert 2. Der “Volkreiche Kalvarienberg” als christliches Historienbild 3. Skizze einer Geschichte des Kalvarienberg-Bildes außerhalb Frankens bis etwa 1450 4. Das Bamberger Franziskanerretabel von 1429. Der Dialog unter dem Kreuz 5. Der Eberner Kalvarienberg 6. Motivzitate und -kombination, Autoritätenkult und Innovation 7. Der Löwensteinische Kalvarienberg. Die zunehmende Beachtung des Individuellen 8. Hans Pleydenwurffs Breslauer Retabel. Das Interesse an räumlicher Darstellung 9. Neue Wege: Das Landauer-Retabel und der Große Münchner Kalvarienberg 10. Passionsbilder und Passionsspiele 11. Das Leipzig-Stötteritzer Triptychon. Die Passionslandschaft 12. Das Verlangen nach erzählenden Passionsthemen 13. Das Kreuzaufrichtungs-Triptychon 14. Die Tucher-Tafel von 1485 15. Höhepunkt und Krise des Kalvarienberg-Bildes als führender Aufgabe II. Hans Pleydenwurff und seine Werkstatt 1. Biographisches 2. Das Porträt des Domherren Georg Graf von Löwenstein 3. Der Löwensteinische Kalvarienberg 4. Zeichnungen von Hans Pleydenwurff 5. Nachzeichnungen als Informationsquelle über die Werkstattpraxis 6. Die Flügel des Löwensteinschen Marienretabels 7. Das Aufgreifen und die Verarbeitung fremder Vorbilder 8. Die ersten Nürnberger Werke Pleydenwurffs und seiner Werkstatt Das Drei-Königs-Retabel aus der Dominikanerkirche Das Bamberger Klaren-Retabel Das Löffelholz-Retabel Das Hofer Retabel von 1465 Pathosformeln der Gewandung Auf der Suche nach weiteren Eingriffen des Meisters 9. Hans Schüchlin, ein Ulmer Künstler des Pleydenwurff-Kreises 10. Neue Tendenzen in den 1460er Jahren. Das Triptychon des Apostelabschieds 11. Johannes Siebenbürger, ein Wiener Schüler Pleydenwurffs Zur Dramaturgie der Erzählung im Schotten-Retabel 12. Zum Gebrauch der Handzeichnung in Pleydenwurffs Umfeld Anmerkungen zu Musterbuch-Blättern Die Entwurfszeichnung Detailstudien Handzeichnung und Unterzeichnung Der Zeichenstil des Pleydenwurff-Kreises Fazit III. Martin Schongauer und die Nachfolger Hans Pleydenwurffs 1. Martin Schongauer 2. Pleydenwurffisches in Schongauers Werken 3. Der Meisterstich des Marientodes 4. Schongauers Urteil Salomos 5. Die Nürnberger Pleydenwurff-Schule nach dem Tod des Meisters 6. Zeichnungen im Stile Pleydenwurffs nach 1472 7. Das Problem des Werkes der Pleydenwurffsöhne und anderer Schüler 8. Andere Zweigwerkstätten Frankens 9. Die Ausrichtung an der Kultur und Kunst Burgunds um 1450-1477 10: Der Monogrammist L. Cz. 11. Das Todesangst-Christi-Retabel 12. Die Nachfolge des L. Cz. 13. Die künstlerische Expansion Nürnbergs 14. Ausblick auf Albrecht Dürer IV. Wolfgang Katzheimers Werkstatt und Nachfolger 1. Biographisches 2. Die Bambergische Halsgerichtsordnung 3. Zuschreibungen 4. Unterzeichnung und Handzeichnung 5. Die Zeichnungen Wolfgang Katzheimers 6. Die Schlüsselfelder Dornenkrönung 7. Das Problem der Werkstattbeteiligung am Schlüsselfelder Retabel 8. Die Herkunft der Kunst Katzheimers 9. Vergleich der Retabel von Schlüsselfeld und Hersbruck 10. Der Maler der Hersbrucker Passion 11. Einige der übrigen Mitarbeiter Katzheimers 12. Neue Wege innerhalb der Katzheimer-Werkstatt 13. Die Tucher-Tafel von 1485 – ein Hauptwerk auf der Suche nach einem Autor V. Zur süddeutschen Landschaftsmalerei vor Dürer 1. Einleitung 2. Landschaft als Schmuck 3. Goldgrund und Landschaftshintergrund in den Bildern Hans Pleydenwurffs 4. Landschaft als Bedeutungsträger 5. Veduten als Bedeutungsträger 6. Landschaftsmotive, Formeln und die Verselbständigung der Pinselschrift 7. Andere Neuerungen seit den 1470er Jahren VI. Signatur, Datierung, Selbstbildnis und die Entfaltung der Künstler im 15. Jahrhundert 1. Die Künstlersignatur 2. Datierungsinschriften 3. Das Selbstbildnis 4. Das Künstlerporträt 5. Der Wandel des Selbstbewusstseins und der Kunstanschauungen 6. Anspielungen auf antike Künstler und Kunstvorstellungen 7. Die gemalte Fliege 8. Die Rezeption italienischer Vorbilder VII. Bemerkungen zum Verhältnis von Malerei und Theorie im 15. Jahrhundert 1. Einleitung 2. Die Aussagen der Bibel als Richtlinien der Kunst 3. Die gregorianische Bilderlehre 4. Zur Kritik der neueren Unterschediung von Bildtypen und -funktionen 5. Das Historienbild und die Erzählung 6. Kunst und Theorie, eine Vorbemerkung 7. Keine “Theorie”, wohl aber Regeln 8. Auf dem wege zur Bildung einer Kunsttheorie: Kunst und Rhetorik 9. Die Lehre von den Stillagen 10. Inventio 11. Marginalien zum Realismusbegriff VIII. Retabel und ihre Bildanordnung 1. Darstellung von Retabeln in zeitgenössischen Bildern 2. Die Leseweise von Bilderzyklen auf Retabeln I. Der “Kultbildtyp”: die mittelaxiale, hierarchische Anordnung II. Das “Himmlische Jerusalem”: die hierarchische Ordnung von Heiligen-Gesellschaften gemäß dem Vorrang des Oberen über das Untere und der Mitte über die Seiten III. Die “Himmelstreppe”: die zeilenweise anagogische Leseweise erzählender Bilderzyklen von unten nach oben IV. Die “Himmelbotschaft”: die zeilenweise Leseweise erzählender Bilderzyklen von oben nach unten (unter Betonung der Mitte) V. der “Lese”-Zyklus VI. “Im Gegensinn”: die Leseweise von rechts nach links VII. Die “Uhr”: die zyklische (kreisförmige) Leseweise VIII. “Gegen die Uhr” IX. Das “Boustrophedon” X. Sondertypen XI. Bilder der Rück- und Schmalseiten XII. Das als Triptychon gegliederte Historienbild XIII. Einige Anwendungen Untitled Fazit IX. Chronologie 1. Die Anfertigungszeiten von Tafelbildern 2. Die Niederländer-Rezeption in Franken (ca. 1440-1490) 3. Hans Pleydenwurff und seine Nachfolger 4. Wolfgang Katzheimer und seine Nachfolger 5. Zur Chronologie der Werke des L. Cz. 6. Zur Datierung des Todesangst-Christi-Retabels des L. Cz. 7. Andere Meister, vor allem nach 1470
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