GERMAN

Der Charakter, die Herrschaft, das Wissen: Begegnungen im Zeitalter der Imperien

Book information

Publisher
Duncker & Humblot
Year
2016
ISBN
9783428548651, 9783428148653
DOI
10.3790/978-3-428-54865-1
Language
german
Format
PDF
Filesize
23 MB (23725666 bytes)
Series
Lectiones Inaugurales; 12
Edition
1
Pages
92\92
Library
elibrary.duncker-humblot.com
Time added
2023-10-14 12:46:07

Description

Im imperial- wie globalgeschichtlichen Kontext um 1900 stehen die Phänomene von Charakterformierungen, Herrschaftspostulaten und Wissensaneignungen in einem besonderen, aber nicht unkomplizierten Spannungsverhältnis zueinander. Das elitäre Denkmuster des Charakters bezog sich entweder auf eine Person oder aber überwiegend auf eine übergeordnete soziale Zusammengehörigkeit, woraus in zeitgenössischen Quellen und der Forschungsliteratur der Begriff des »Nationalcharakters« abgeleitet und Debatten über das innere und äußere Wesen der Imperien aufgeworfen wurden. Dabei war die Nähe zu nationalistischem und rassistischem Denken unübersehbar.Das Buch tritt für eine breitere Anwendung der Begriffe im Kontext der modernen Biographieforschung ein und illustriert dies am Beispiel des Cricket-Sports im Allgemeinen wie an der Person des Ranjitsinhji Vibhaji, Maharaja Jam Sahib of Navanagar im Besonderen. Es ist somit auch als ein Beitrag zur indischen Geschichte im Zusammenhang mit der Geschichte des Britischen Empires zu sehen und darüber hinaus als ein Plädoyer für den diachronen und synchronen Imperienvergleich, um daraus neue Perspektiven für eine europäische Geschichte der Expansion in ihrer Gesamtheit zu entwickeln.»Character, Imperial Rule, Knowledge«Character-building, imperial rule, and the acquisition of knowledge are understood as important factors for understanding individual lives in the context of empires around 1900. The book studies the role of the cricket player and maharaja jam sahib of Navanangar, Ranjitsinhji Vibhaji, who is quite representative for an elitist positioning of India within the British Empire. Further the book advocates a comparison of empires in order to further our knowledge of European imperialism against the background of global entanglements reflecting on expansionism as both a process of conflict and cooperation.

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