GERMAN

Jesaja 53 als theologische Mitte der Apostelgeschichte: Studien zu ihrer Christologie und Ekklesiologie im Anschluss an Apg 8,26-40

Book information

Publisher
JCB Mohr (Paul Siebeck)
Year
2015
ISBN
3161534085, 9783161534089
Language
german
Format
PDF
Filesize
6 MB (5791190 bytes)
Series
Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament 2. Reihe; 398
Pages
514\515
Time added
2023-06-11 10:08:11

Description

Rouven Genz präsentiert einen Neuansatz in der Acta-Forschung, indem er die Apostelgeschichte als nicht primär historisch, sondern theologisch motiviertes Werk qualifiziert und ihren Autor als schriftgelehrten Exegeten würdigt. Genz' Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Rezeption von Texten aus dem Jesaja-Buch. Im Zentrum steht die Erzählung von Philippus und dem äthiopischen Kämmerer in Apg 8, die mit dem Rekurs auf Jes 53 das theologische Anliegen des Lukas beispielhaft manifestiert. Die jesajanische Tradition im Allgemeinen sowie die Gottesknechtsvorstellung im Besonderen erweisen sich auch darüber hinaus als hermeneutischer Schlüssel für die lukanische Christologie und Ekklesiologie: Lukas versteht Jesus im jesajanischen Sinn als den Knecht Gottes und seine Nachfolger als Knechte des Knechts. Auch seine soteriologischen Prämissen gewinnt Lukas aus den jesajanischen Texten: Den Tod Jesu begreift er als Sühnetod. Cover Vorwort Inhaltsverzeichnis Einführung 1. Tendenzen in der neueren Acta-Forschung 2. Anliegen der Arbeit I. Der Kämmerer und der Knecht: Exegese von Apg 8,26–40 1. Der Text 2. Übergreifende Analyse 2.1 Die Stellung der Perikope im Kontext der Apostelgeschichte 2.2 Sprachlich-syntaktische Beobachtungen 2.3 Semantische und narrative Aspekte 2.4 Aufbau und Gliederung 3. Der Text in seinem narrativen Verlauf 3.1 Die Annäherung der Personen 3.1.1 Philippus: Gehorsamer Gesandter Gottes (Apg 8,26–27a) Exkurs: Zur Angelologie der Apostelgeschichte Exkurs: Kata. meshmbri,an und die Stunde der Offenbarung 3.1.2 Der Eunuch als nichtchristlicher Mensch par excellence (Apg 8,27b–28) Exkurs: Zur theologischen Bedeutung von Äthiopien und der Καυδάκη Exkurs: Zum Status des Eunuchen 3.2 Die folgenreiche Begegnung unter dem Wort 3.2.1 Die Hinwendung Gottes zum Eunuchen durch den geist-geleiteten Philippus (Apg 8,29–30a) Exkurs: Ἄγγελος und πυεῡμα: Die Zusammenführung zweier Traditionslinien 3.2.2 Das Unverständnis des Eunuchen gegenüber dem verbum Dei unter Absehung von Christus (Apg 8,30b–31) 3.2.3 Das Wort vom Gottesknecht (Apg 8,32f) 3.2.4 Die Ermöglichung der Gottesknechtserkenntnis des Eunuchen durch die schriftbezogene Verkündigung (Apg 8,34f) 3.2.5 Die Hinwendung des Eunuchen zu Gott durch die Taufe (Apg 8,36.38) Exkurs: Die Besprengung der Völker gemäß Jes 52,15 MT 3.3 Die Trennung der Personen 3.3.1 Die Entrückung des Philippus und der eschatologische Freudenweg des Eunuchen (Apg 8,39) Exkurs: Zum Verhältnis von Apg 8,26–40 und Lk 24,13–35 3.3.2 Der weitere Weg des Evangeliums (Apg 8,40) Exkurs: Die Person des Philippus in historischer Perspektive 4. Ergebnis 4.1 Die hermeneutische Funktion von Jes 53 4.2 Apg 8,26–40 als Schlüsseltext der Apostelgeschichte II. Das theologische Profil der Apostelgeschichte im Licht der Gottesknechtsthematik A. Christologie 1. Die παῑς (θεοῡ)-Belege der Apostelgeschichte 2. Der verherrlichte und erweckte Knecht: Apg 3,13.26 im Kontext der Petrusrede an das jüdische Volk 2.1 Die Struktur der Rede und ihre Einbettung in den Kontext 2.2 Apg 3,13 2.3 Apg 3,26 2.4 Die Zusammenführung der königlichen und prophetischen Traditionslinien in der Person des Gottesknechts als hermeneutischer Schlüssel für die lukanischen Texte 2.4.1 Die beiden Traditionslinien in den Gottesknechtstexten 2.4.2 Die Verbindung der Traditionen in den synoptischen Himmelsstimmen 2.5 Die weiteren christologischen Titel in Apg 3 2.5.1 Der Heilige und Gerechte (ὁἅγιος καὶ δίκαιος) 2.5.2 Der Führer zum Leben (ὁ ἀρχηγὸς τῆς ζωῆς) 2.5.3 Der Gesalbte Gottes (ὁ χριστός) 2.6 Der Bund und der Same: Gen 22 und die Gottesknechtstradition in Apg 3,25f 3. Der heilige und gesalbte Knecht: Apg 4,27.30 im Kontext des urgemeindlichen Gebets 3.1 Apg 4,24b–26 3.2 Apg 4,27f Exkurs: Die Königsherrschaft Jesu im lukanischen Werk 3.3 Apg 4,29f Exkurs: Zur Bedeutung des Namens Jesu nach der Apostelgeschichte 4. Ergebnis 5. Ausblick: Die weiteren παῑς (θεοῡ)-Belege in der frühen Kirche B. Ekklesiologie 1. Die durch Blut erlöste Gemeinde: Apg 20,28 als soteriologisches Grundaxiom der lukanischen Ekklesiologie 1.1 Apg 20,28 als Kernvers der Abschiedsrede des Paulus 1.2 Apg 20,28a–bα: Die Ältesten und die Gemeinde als Hirten und Herde 1.3 Apg 20,28bβ–c: Textkritische Probleme und theologische Deutungen Exkurs: Die Aussagen über das „Blut Gottes“ in Bezug auf Jesus in der frühen Kirche 1.4 Die Bedeutung des Blutes: Traditionsgeschichtliche und redaktionsgeschichtliche Aspekte Exkurs: Die Methode der Vor- und Rückverweise im lukanischen Werk 1.5 Apg 20,28 und die lukanische Durchdringung des Kreuzesgeschehens 2. Die Knechte des Knechts: Die Darstellung der Gemeinde in der Nachfolge Jesu auf dem Hintergrund der jesajanischen Gottesknechtsthematik 2.1 Apg 1,8: Geistbegabte Zeugen bis an das Ende der Erde 2.1.1 Die Geistbegabung 2.1.2 Der Zeugenauftrag 2.1.3 „Bis an das Ende der Erde“ 2.1.4 Die Jünger als geheilte Knechte 2.2 Das Pfingstgeschehen als Konstituierung der Knechtsgemeinde 2.2.1 Das Pfingstereignis im Licht von Apg 1,5 und Lk 3,16 2.2.2 Die Taufe Jesu und die Taufe der Jünger 2.3 Petrus und die Urgemeinde: Teilhabe am Dienst und Leiden Jesu I 2.4 Stephanus und die Sieben: Teilhabe am Dienst und Leiden Jesu II 2.5 Paulus, der Knecht des Knechts: Teilhabe am Dienst und Leiden Jesu III 2.5.1 Die Parallelität der Darstellung 2.5.2 Die Berufung 2.5.3 Die Verkündigung und das paulinische Selbstverständnis gemäß Apg 13,47 (= Jes 49,6) 2.5.4 Apg 28: Das Verstockungswort Jes 6,9f und die Frage nach dem eschatologischen Geschick Israels 2.5.4.1 Die Struktur von Apg 28,17–31 2.5.4.2 Die Bedeutung von Jes 6,9f bei Jesaja und bei Lukas 2.5.4.3 Die weitere Rezeption und Verarbeitung von Jes im lukanischen Werk 2.5.4.4 Die Perspektive in Apg 28 und der Zusammenhang mit dem Beginn der Werkhälften 2.5.4.5 Der innerjesajanische Traditionszusammenhang als hermeneutischer Schlüssel für die Spannung zwischen universaler Heilsperspektive und Ablehnung durch einen Teil Israels 3. Ergebnis Ausblick Literaturverzeichnis I. Quellen 1. Biblische Quellen 1.1 Altes Testament 1.2 Neues Testament 1.3 Targumim 2. Außerkanonische Schriften neben dem Alten Testament (Textausgaben –Übersetzungen – Kommentare) 3. Außerkanonische Schriften neben dem Neuen Testament und ApostolischeVäter 4. Qumrantexte (Textausgaben und Übersetzungen) 5. Jüdische Schriftsteller (Textausgaben – Übersetzungen – Kommentare) 6. Rabbinische Texte (Textausgaben und Übersetzungen) 7. Altkirchliche Zeugnisse (Textausgaben – Übersetzungen – Kommentare) 8. Pagane antike Literatur (Textausgaben – Übersetzungen – Kommentare) 9. Weitere Quellen II. Hilfsmittel III. Kommentare 1. Lukasevangelium 2. Apostelgeschichte 3. Jesaja 4. Sonstige Kommentare 4.1 Altes Testament 4.1.1 Genesis 4.1.2 2. Samuel 4.1.3 1. Könige 4.1.4 Psalmen 4.1.5 Ezechiel 4.1.6 Joel 4.1.7 Zephanja 4.2 Neues Testament 4.2.1 Matthäusevangelium 4.2.2 Markusevangelium 4.2.3 Johannesevangelium 4.2.4 Römerbrief 4.2.5 Korintherbriefe 4.2.6 Galaterbrief 4.2.7 Thessalonicherbriefe 4.2.8 Pastoralbriefe 4.2.9 Petrusbriefe 4.2.10 Hebräerbrief 4.3 Allgemein IV. Monographien – Aufsätze – Artikel Stellenregister 1. Altes Testament 2. Außerkanonische Schriften neben dem Alten Testament 3. Qumranisches Schrifttum 4. Jüdische Schriftsteller 5. Neues Testament 6. Außerkanonische Schriften neben dem Neuen Testamentund Apostolische Väter 7. Altkirchliche Zeugnisse 8. Rabbinische Texte 9. Targumim 10. Pagane antike Literatur Autorenregister Sachregister

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