GERMAN

Spielarten der Selbsterfindung: Die Kunst des romantischen Philosophierens bei Fichte, F. Schlegel und Schelling

Book information

Publisher
de Gruyter
Year
2011
ISBN
9783110251234, 9783110251302
Language
german
Format
PDF
Filesize
2 MB (1845226 bytes)
Series
Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte; 139
Pages
248\248
Time added
2023-04-03 17:05:15

Description

The title ‛Varieties of Self-Invention’ denotes a project to reconstruct Romanticism as a philosophical epoch. That is why Fichte and Schelling have been brought into a new configuration with F. Schlegel and interpreted as philosophical protagonists of Romantic literature. Here the focus is on their many varieties of Romantic self-invention, which are related to the great human themes such as ‛freedom’, ‛love’‚‛God’, ‛death’ and ‛devil’. In addition, in exemplary studies the book emphasizes the central concept of infinite irony and the typical rhetorical artistic character of Romantic philosophy. Inhalt Vorwort I. Einleitung: Philosophische Spielarten romantischer Selbsterfindung 1. Die Romantik als modernes Projekt menschlicher Selbsterfindung 2. Zwischen infiniter Ironie und Ernst. Zur Duplizität des romantischen Denkstils 3. Die rhetorische Kunst des Philosophierens bei Fichte, F. Schlegel und Schelling II. Fichtes ernstes Spiel der Selbsterfindung 1. Absolute Selbstsetzung. Die transzendentalphilosophische Spielart der Selbsterfindung 1.1 Die Ironie an der ›Spitze‹ der frühen Grundsatzphilosophie 1.2 Krise und glaubensphilosophische Wendung um 1800 1.3 Die neue religiöse Spielart spätromantischer Selbsterfindung 2. ›Deutscher Ernst‹. Die popularphilosophische Erfindung der deutschen Nation 2.1 Philosophische Reden an der ›Spitze der Weltgestaltung‹ 2.2 Die triadische Topik von Ernst, Deutschheit und Protestantismus 2.3 Der rhetorische Kunstcharakter des ›deutschen Ernstes‹ III. F. Schlegels philosophische Figur der infiniten Ironie 1. ›Selbstschöpfung und Selbstvernichtung‹. Die frühromantische Infinitisierung der Ironie 1.1 Die philosophische Ironie als ›freieste aller Lizenzen‹ 1.2 Liberalität, Urbanität und Pluralismus der Persönlichkeit 1.3 Die Gefahr des Umschlags grenzenloser Ironie in absoluten Ernst 2. Lucinde. Die frühromantische Neuerfindung der Liebe 2.1 Infinite Ironie als moderne Grundfigur autoinvenienter Subjektivität 2.3 ›Karneval der Lust und Liebe‹. Wechselseitige sexuelle Selbsterfindung 2.4 Liebe, Religion und universelle Synekdoche 3. Die Depotenzierung der Ironie in der spätromantischen Geschichtsphilosophie 3.1 ›Das tote Absolute‹. Die Kritik an der zeitgenössischen Systemphilosophie 3.2 Weltgeschichte und göttliches Wort-Prinzip 3.3 ›Liebevolle Ironie‹. Die narrative Rhetorik philosophischer Historiographie IV. Die Ironie als geheime Grundfigur der Philosophie Schellings 1. ›Transzendentale Kunst‹. Die philosophische Freiheit vom System 1.1 Wider die ›eitle Demonstiersucht‹. Die rhetorische Rettung philosophischer Freiheit 1.2 Die narrative Inszenierung der transzendentalen Vorgeschichte des Ich 1.3 ›Document der Philosophie‹. Die Kunst als öffentliche Beglaubigung 1.4 Schellings spätromantischer Abschied vom Systemdenken 2. Das Helldunkel in Schellings Kunst des Philosophierens 2.1 ›Göttliche Imagination‹. Das Prinzip der produktiven Einbildungskraft 2.2 Wissenschaftliches Genie und philosophisches Künstlertum 2.3 Die philosophische Licht-Finsternis-Metapher der Freiheitsschrift 2.4 Die Magie des Hell-Dunkel in der Philosophie der Kunst 3. Tragische Ironie. Das philosophische Drama der menschlichen Freiheit 3.1 ›Der umgekehrte Gott‹. Die tragische Perversion des Bösen 3.2 Tragische Selbstverkennung und enthusiastische Selbstzerstörung 3.3 Die glückliche Rückkehr zur universellen Vernunft 3.4 Das gefährliche Spiel der freien Selbsterfindung 4. Göttliche Ironie. Das Universum als Selbstinszenierung absoluter Freiheit 4.1 Göttliche Verstellungskunst. Die spekulative Ironia-divina-Theologie 4.2 ›Frei von allem System‹. Asystasie als Darstellungsform göttlicher Weisheit 4.3 ›Durch alles durchgehen‹. Die infinite Alterität absoluter Selbsterfindung 4.4 Spekulative Philosophie als ›offener Punkt‹ der ewigen Freiheit 5. Diabolische Ironie. Die anthropogenetische Satanalogie 5.1 Die Allgegenwärtigkeit des satanischen Prinzips 5.2 Die ›trügerische Magie‹ der Versuchung 5.3 Diabolische Ironie als ›primum movens aller Geschichte‹ V. Spielarten romantischer Transformationsrhetorik 1. Die rhetorische Kunst philosophischer Psychagogie 1.1 Das Vorbild der Platonischen ›Seelenführung durch Rede‹ 1.2 Fichtes popularphilosophische Rückeroberung der politischen Öffentlichkeit 1.3 Innere Unterredungskunst. Schellings ›eigentliches philosophisches Geheimnis‹ 2. Reden wider den Tod als dem drohenden Ende aller Selbsterfindung 2.1 Kritik der substanzmetaphysischen Thanatologie 2.2 Fichtes Unendlichkeit jenseitiger Geisterwelten 2.3 Schellings Tod als Potenzierung der menschlichen Persönlichkeit 2.4 Hegels tröstliche Totalaufhebung des Individuums 3. Mesmerismus und Rhetorik bei Schopenhauer 3.1 Rhetorik als Technik der Vernunft 3.2 Sympathie als kommunikatives Agens der Redekunst 3.3 Die ›Magie‹ des animalischen Magnetismus 3.4 Das spätromantische Ende der philosophischen Ironie Siglen Literaturverzeichnis

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