GERMAN

Analogieverbot und Kontinuität: Entwicklungslinien des strafrechtlichen Analogieverbots seit 1871

Book information

Publisher
Duncker & Humblot
Year
2016
ISBN
9783428550593, 9783428150595
DOI
10.3790/978-3-428-55059-3
Language
german
Format
PDF
Filesize
1 MB (1389220 bytes)
Series
Schriften zum Strafrecht; 300
Edition
1
Pages
225\225
Library
elibrary.duncker-humblot.com
Time added
2023-10-13 22:54:18

Description

Das strafrechtliche Analogieverbot kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: Seine Deformierung zum Analogiegebot während des NS-Regimes, die Unterordnung der Gesetzesorientierung im politisch dominierten Strafrecht der DDR und eine bisweilen unsensible Auslegungspraxis der bundesdeutschen Gerichte insbesondere in den 1950er- und 1960er-Jahren haben seine Geltung im 20. Jahrhundert mehr als einmal in Frage gestellt.Die Arbeit begleitet die Entwicklung des Grundsatzes unter besonderer Berücksichtigung dieser Episoden und analysiert ausführlich die aktuelle Wahrnehmung, welche durch eine relativ hohe Prinzipientreue und den zunehmenden Einfluss des Bundesverfassungsgerichts gekennzeichnet ist. Darauf aufbauend positioniert sich der Autor zur strafrechtlichen Kontinuitätsdebatte und zeichnet schließlich das Bild eines – angesichts des ständig drohenden Einflusses von Politik – äußerst fragilen Strafrechts.»The Prohibition of Analogy and the Question of Continuity in German Criminal Law«The book deals with the question of continuity concerning German criminal law in the 20th century. It focuses on the changeful political and juridical development in the last century and eventually shows that the evolution of German criminal law is rather continuous than dominated by turning points. For this purpose, the prohibition of analogy as a fundamental principle is analyzed for its treatment by legislation, court decisions and the scholarly debate of the last 140 years.

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