Die Schatzjäger des Kaisers: Deutsche Archäologen auf Beutezug im Orient
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Der Pergamonaltar, das Markttor von Milet, die Löwen von Babylon, die Büste der Nofretete - das alles sind Schätze, die wir heute in deutschen Museen bewundern. Woher stammen diese Werke? Wann und unter welchen Umständen sind sie nach Deutschland gekommen? Sind wir eigentlich die rechtmäßigen Besitzer dieser weltberühmten Kulturgüter? Jürgen Gottschlich und Dilek Zaptcioglu-Gottschlich unterziehen die Geschichte archäologischer Ausgrabungen und ihres Abtransports ins Deutsche Kaiserreich einer eingehenden Prüfung. Im Mittelpunkt stehen die Expeditionen berühmter Ausgräber wie Carl Humann, Theodor Wiegand und Robert Koldewey einerseits und die überwiegend nationalistischen Motive ihrer Beutezüge im Dienst des Kaisers andererseits. Ging es in der Raubkunst-Debatte bislang eher um Kunstwerke aus afrikanischen und asiatischen Kolonien, wird hier erstmals ein Buch zu archäologischen Funden im ehemaligen Osmanischen Reich vorgelegt. Genauso wichtig wie die Forderung nach Restitution ist dabei die Frage: Wie machen wir das Weltkulturerbe möglichst vielen Menschen zugänglich? Titelblatt Inhalt Vorwort 1. Antike Kunst als Symbol deutscher Macht Das griechische Pergamon Der erste Besuch des Schicksalberges Eine Karriere als Straßenbauingenieur Von der Pleite zu neuem Aufbruch Alexander Conze tritt auf den Plan Berlin wird London ebenbürtig Die Vorbereitungen 2. »Wir müssen alle zum Altar gehörigen Dinge bekommen.« Die Bestechung Das dritte Drittel Erfolg, Erfolg Humanns triumphaler Empfang in Berlin Das Fazit Exkurs: Anmerkungen zu Heinrich Schliemann 3. Das längste Jahrhundert der Osmanen Fethi Ahmed Pascha als Gründer der Kaiserlichen Museen Kolonialismus und Archäologie Die ökonomische Strangulation Die Versuche, die Plünderung der Altertümer zu stoppen Die Deutschen betreten die osmanische Bühne Die osmanisch-türkische Sicht auf das deutsche Pergamon-Projekt 4. Osman Hamdi Bey – der Begründer der türkischen Archäologie Sohn eines Sklaven Die frühen Prägungen Der Museumsdirektor Der archäologische Paukenschlag 5. Theodor Wiegand – der Archäologe des Kaisers Wiegand in Priene Kaiserbesuch in Konstantinopel Der Geheimvertrag Die glückliche Heirat 6. Vom Schlucken grosser Brocken »Müssen wir haben, koste es, was er wolle.« Das neue Antikengesetz Das Markttor von Milet Die Tontafeln von Hattusa 7. Die Löwen von Babylon Preußen muss graben Das verruchte Ninive Der Turmbau von Babel Keine weiteren Transporte mehr nach Berlin Die gute Frau Bell 8. Die Assur-Akte Die Assur-Funde gehen an Bord Das portugiesische Nachspiel 9. Der Streit um die Königin Nofretete Der zweite Anlauf Nofre-tete »Die Schöne, die kommt« Nicht beschreiben, anschauen! Die Rückgabeforderungen 10. Archäologen im Ersten Weltkrieg Lawrence von Arabien Baron von Oppenheim Friedrich Sarre Der Kriegsgewinnler Theodor Wiegand 11. Das Pergamonmuseum Theodor Wiegand als neuer Antikendirektor Die Kunstdebatte in der Weimarer Republik Der Zweite Weltkrieg und die Folgen Die Berliner Museen und die Teilung Die Wiedervereinigung der Museen Das neue Pergamonmuseum 12. Verantwortung für das Weltkulturerbe Die Leere in Pergamon Die Elgin Marbles Die Frage nach den legitimen Nachfolgern Macrons Aufschlag Museen sind Endstationen Vom Umgang mit dem Weltkulturerbe Vorbild für Pergamon? Anhang Die wichtigsten Akteure Zeittafel Anmerkungen Quellen-und Literaturverzeichnis Abbildungsnachweis Personenregister
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