Konzepte der NATION im europäischen Kontext im 21. Jahrhundert: Geschichts-, politik- und sprachwissenschaftliche Zugänge (Linguistik in Empirie und Theorie/Empirical ... Theoretical Linguistics) (German Edition)
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NATION stellt weiterhin die häufigste Form der politischen, d.h. staatlichen Organisation dar und wird als zentrale Ausprägung sozialer Ordnung im Sinne imaginierter Gruppenzugehörigkeit wahrgenommen. Sowohl im globalen als auch im europäischen Kontext, der im Mittelpunkt dieses Sammelbandes steht, scheinen verschiedene „Krisen“ der letzten Jahre NATION geradezu zu fördern, indem Formen und Inhalte von Inklusion/Exklusion, An-/Aberkennung, Sicherheit/Gefahr, Partikularismus/Universalismus sprachlich-diskursiv erneut, teilweise kontrovers und in extremen Tönen verhandelt werden. Die siebzehn Beiträge in diesem Sammelband verfolgen das Ziel, das komplexe und hybride Konzept NATION, seinen Status und seine Rolle im 21. Jahrhundert kritisch zu hinterfragen, indem relevante Identifikations- und Kategorisierungsprozesse, die Akteur: innen, die diese Prozesse tragen und/oder steuern, und kommunikative und sprachliche Formen, die die Konzeptualisierungen widerspiegeln bzw. konstituieren, untersucht werden. Die Kapitel „Linguistik der Erinnerung – transnational. Das Beispiel lexikalischer Erinnerungsorte“, „The Metonymy EUrope as a Means of Legitimizing Nations in the Western Balkans“ und „Corporate Communication at the Intersection of Economic and Political Discourse: The Role of the Nation in CSR Communication in the Ukrainian Energy Sector“ werden auf link.springer.com unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht. Vorwort Inhaltsverzeichnis Nation und Identität als sprachlich-narrativ konfigurierte Räume? 1 Einleitung 2 Nation als neuer, alter Identifikationsraum 3 Raum in der Geschichtswissenschaft und -theorie 3.1 Zum spatial turn in der Geschichtswissenschaft 3.2 Impulse für eine historiografische Raumnarratologie 4 Nation als Konstrukt begreifen, Nationskonstruktionen problematisieren 4.1 Gründungsmythos und narrative Motivierungen 4.2 Die Historisierungsbedürftigkeit von Geschichtserzählungen 4.3 Erfolgsgeschichte(n) und Identitätsproblematiken 4.4 Zur Wiedererfindung der Nation 5 Meisternarrative und Identifikationsräume 5.1 Von Anfängen … 5.2 … und Enden 6 Schlussbemerkung Literatur Presidential Speeches as Modus Operandi for the State- and Nation-Building 1 Introduction 2 Political Speeches within Political Communication 3 Material and Method 4 Analysis 5 Conclusions Appendix References Does Islam belong to Germany? 1 Introduction 2 Methodology 3 Theory 3.1 Discourse, Power, Knowledge and Truth 3.2 Normalism 4 The Debate’s Contexts 4.1 Islam Discourses 4.2 Discourses on Germany 5 The Debate on Islam’s belonging to Germany 5.1 Flexibly Normalistic Belonging 5.2 Conditioned Belonging 5.3 Protonormalistic Belonging 6 Conclusion References The Bosnian Diaspora: Homeland Belongings and Categories 1 Introduction 2 The Ubiquity of Identity and (Official) Categories 3 Diaspora Dynamics 4 Methodology 4.1 Questionnaire and Semi-Structured Interviews 4.2 Methodological Challenges 4.3 Thematic Analysis 5 Results and Interpretation 5.1 Multiple Belongings 5.2 Dynamic Categories 6 Interpretation and Conclusion References Renaissance – ein transnationales neues Narrativ für Europa? 1 Kognition – Narration – Persuasion 2 Strategische Narrative im europapolitischen Diskurs 3 Renaissance: Argumentatives Potenzial eines kulturellen Symbolworts 4 Renaissance im europapolitischen Diskurs: Zwei Beispiele 4.1 Die Deklaration der Kulturschaffenden (2014) 4.2 Macrons Offener Brief (2019) 5 Renaissance – ein transnationales neues Narrativ für Europa? Korpus Gebete für die Ukraine. Eine nationale Ideologie? 1 Einleitung 2 Die Zeitschrift Bicник/The Herald/Le Messager (Visnyk) als Quelle der Diskursanalyse 3 Überschneidungen von religiösen und politischen Diskursen 4 Diskursanalyse im Kontext des Euromaidans und des Krieges in der Ostukraine 4.1 Erste Phase: Zurückhaltende Reaktion 4.2 Zweite Phase: Akkumulation der religiösen Deutungen 4.3 Dritte Phase: apokalyptische Kulmination 4.4 Vierte Phase: Rückgang des religiösen Pathos 5 Zusammenfassung Literatur Linguistik der Erinnerung – transnational. Das Beispiel lexikalischer Erinnerungsorte 1 Einleitung 2 Erinnerungsorte: die historische Referenzliteratur 3 Zwischen Sprach- und Geschichtswissenschaft 3.1 Lexikographie, Rhetorik, Semiotik 3.2 Linguistik: einzelsprachübergreifende Perspektiven 3.3 Versuch einer Synthese 4 Historische Germanismen als Fallstudie 4.1 Konstruktionen, Frames, Diskurse 4.2 Methodologie 4.3 Von diskursiver Aneignung zu De-Mnemonisierung 5 Ausblick Literatur Are We Brothers? Pseudo-peaceful Discourse in Russian Media Manipulation 1 Introduction 2 Theoretical Approach 3 Literary Review 4 Research Material 5 Findings 6 Conclusions References Das Konzept Nation im aktuellen ungarischen Pressediskurs 1 Einleitung 2 Theoretischer Ansatz und methodischer Zugriff 3 Nationskonzepte im ungarischen Rechtswesen 4 Die Lexeme nemzet („Nation“) und nemzeti („national“) in der ungarischen Gebrauchssprache 5 Konzeptualisierungen im ungarischen Pressediskurs 5.1 Das Korpus und die Analyseschritte 5.2 Ergebnisse der quantitativen Untersuchungen 5.2.1 Frequenzanalysen 5.2.2 Kollokationsanalysen 5.3 Ergebnisse der qualitativen Untersuchungen 6 Fazit Literatur Eine „imperiale Nation“? Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland: Ideen Greater Britains im 19. Jahrhundert und heute 1 Einleitung 2 An empire in making. Viktorianisches Empire und Föderation 3 No Empire but an ordninary state. Greater Britain zwischen higher brotherhood und world state 4 Back to the future. Greater Britain, Brexit, CANZUK 5 Conclusio Literatur The Metonymy EUrope as a Means of Legitimizing Nations in the Western Balkans 1 Introduction 2 Contextual Background 3 Theoretical and Methodological Framework 3.1 The Concept of Nation 3.2 Positioning in Discourse Space and Proximization Theory 3.3 Metonymy in Discourse Space 4 Corpus 5 Analysis and Discussion 5.1 Montenegro and EUrope 5.2 (North) Macedonia and EUrope 6 Conclusion References Nationbuilding gegen Nationalismus? Die Bestrebungen der Europäischen Union, die „albanische Frage“ in Kosovo zu lösen 1 Einleitung 2 Umstrittene Staatlichkeit und die Rolle der EU 3 Widerstreit der Narrative: Die Schlacht vom Amselfeld und die Liga von Prizren 4 State-building zwischen Nation, Staat und Kultur 5 Eine „europäische Perspektive“ für Kosovo 6 Fazit und Ausblick Literatur Auf der Suche nach kollektiver Identität – Der Begriff Nation im Spannungsfeld europäischer Renaissance und einzelstaatlicher Exitbestrebungen 1 Identität als Achillesverse der Europäischen Union 1.1 Der Begriff „Nation“ im Zeitalter einzelstaatlicher Exitbestrebungen 1.2 Der Begriff „Nation“ im Wandel der Zeit 1.3 Der Begriff „Nation“ im Spannungsfeld der europäischen Renaissance 2 Die konzeptuelle Komplexität von „Nation“ 2.1 Der Begriff „Nation“ aus Sicht der Framesemantik 2.2 Kognitive Strategien der Stärkung des [Identitäts]-Frames 3 Emmanuel Macron‘s Versuch der Etablierung einer kollektiven [Identität] 3.1 „Europa“ als kollektive Großbaustelle ([Raum]) 3.2 Friedenssicherung und Fortschritt als Vorteile einer kollektiven [Souveränität] 3.3 Kollektive [Identität] durch Komplementierung 4 Zusammenfassung Literatur Corporate Communication at the Intersection of Economic and Political Discourse: The Role of the Nation in CSR Communication in the Ukrainian Energy Sector 1 Introduction 2 CSR Communication across Disciplines and Cultures 3 Data and Method 4 Discussion of Results 5 Conclusions References Corona als Basis sprachlicher Argumentation an die eigene Nation und andere Nationen – vom Impfnationalismus bis hin zur Public Diplomacy 1 Einleitung 2 Zu den angewandten linguistischen Methoden 3 Das Nationale in der politischen Argumentation 3.1 Erster Wendepunkt: Das Nationale in der politischen Argumentation seit 2015 3.2 Zweiter Wendepunkt: Das Nationale in der politischen Argumentation um Corona 4 Bisherige linguistische Untersuchungen des deutschen Corona-Diskurses 5 Die Neologismen im Neologismuskorpus cOWIDplus 5.1 Wortbildung und Fachsprachlichkeit 5.2 Framing 5.2.1 Negatives Framing des fremden Raums als gefährlich und positives Framing des eigenen Raums und der eigenen Nation als schützend oder geschützt in cOWIDplus 5.2.2 Nur negatives Framing der Neologismen rund um die Impforganisation und die Impfstoffbeschaffung in cOWIDplus 6 Positives nationales (Um-)Framing der Neologismen zur Impforganisation und Impfstoffbeschaffung auf Twitter 6.1 Umframen des Lexems Impf(stoff)nationalismus auf Twitter hin zu einer negativen Eigenschaftszuweisung nur an fremde Nationen 6.2 Positives Framing einer Nation mithilfe eines Impfstoffs 7 Fazit Literatur Aus „Fährenland“ zum fliegenden Holländer – Ungarn zwischen Ost und West als Teil des nationalstaatlichen Identitätsdiskurses 1 Einleitung 2 Historischer Ursprung der Fährenland-Metapher 3 Sprachlich-diskursive Formen Ungarns Position zwischen Ost und West in den Reden von Viktor Orbán 3.1 Loslösung der „ungarischen Fähre“ vom Westen 3.2 Das „ungarische Schiff“ zwischen drei Großmächten 3.3 Ungarn als Brücke zwischen West und Ost 3.4 Mitteleuropa als illiberale Insel 4 Schlussfolgerung Literatur Discurso a la nación catalana: Sprachwissenschaftliche Überlegungen zum Nationenkonzept des spanischen Politologen Ramón Cotarelo 1 Einleitung 2 Katalonien und Spanien: Historische Hintergründe der Nation Building-Diskurse 2.1 Geschichtlicher Überblick 2.2 Nation, Nationalität, Sprache und Autonomie in der Verfassung 3 Discurso a la nación catalana 3.1 Titel, Prolog und Gliederung 3.2 Argumentatives Grundmuster 3.2.1 Rhetorische Untermauerung des Rechts auf Selbstbestimmung 3.2.2 Rhetorische Dekonstruktion Spaniens als Nation 3.2.3 Rhetorische Strategien zur Konstruktion der katalanischen Nation 3.3 Auffällige sprachliche Strukturen 3.3.1 Sprachliche Dichotomien 3.3.2 Verwendung von Hedges 3.3.3 Verweis auf Autoritäten 3.3.4 Verwendung von Metaphern 4 Fazit Literatur
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