GERMAN

Exekutoren: Die außerordentliche Kollatur von Benefizien im Pontifikat Johannes' XXII.

Book information

Publisher
JCB Mohr (Paul Siebeck)
Year
2010
ISBN
3161501586, 9783161501586, 9783161585852
Language
german
Format
PDF
Filesize
6 MB (6458985 bytes)
Series
Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation; 48
Pages
670\672
Time added
2023-03-06 08:07:53

Description

Die Kollation von kirchlichen Pfründen durch den Papst war kein zentralistisches Willkürinstrument und Ausdruck universalen Herrschaftsstrebens. Bestimmend war die lokale Nachfrage nach päpstlichen Benefizialreskripten aus den Ländern der Christenheit. Besondere Bedeutung kommt dem 14. Jahrhundert zu, als das Benefizialwesen zu seiner für das Spätmittelalter charakteristischen Form findet. Kerstin Hitzbleck untersucht mit den Exekutoren der päpstlichen Schreiben die örtlichen Vertreter der Kurie bei der Realisierung der Urkunden. Die eingehende Analyse der zeitgenössischen juristischen Kommentarliteratur sowie der diplomatischen Quellen zum Exekutionsprozess wird durch eine prosopographische Untersuchung der Exekutorenauswahl ergänzt. Es entsteht ein neues Bild nicht nur der regionalen Ausprägungen des päpstlichen Benefizialwesens, sondern auch der pragmatischen Aktualisierung der juristischen Norm in der Benefizialpraxis der Zeit. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Handschriftenverzeichnis Einleitung I Die kanonistische Norm bis zum Liber VI (1296) 1 Einleitung 2 Exekutoren – eine Typologie 3 Exekutoren im Decretum Gratiani 4 Exekutoren von Sentenzen 5 Exekutoren von Provisionen 5.1 Nivellierung der Unterschiede 5.2 Der Wille des Exekutors 5.3 Kollationsbedingungen 6 Die Praxis der Kollation 6.1 Der Kollationsvorgang 6.1.1 Der Exekutor ad compellendum 6.1.2 Der Exekutor ad providendum 6.2 Ablauf und Bedeutung der receptio 6.3 Ablauf und Bedeutung der acceptatio 6.4 Konkurrenz um ein Benefizium 6.5 Faktischer Besitz 7 Fazit II Die kanonistische Norm im 14. Jahrhundert 1 Einleitung 2 Johannes Andreae 2.1 Die Affizierung eines Benefiziums 2.2 Provisores und compulsores 2.3 Die Novella in Sextum 2.3.1 Providierung mit acceptatio 2.4 Die Subdelegation 2.5 Fazit 3 Guillaume de Montlauzun 3.1 Exekution vor Ort 3.2 Fazit 4 Oldradus de Ponte 4.1 Unrechtmäßiger Besitz 4.2 Umgang mit Widerspruch 4.3 Die Konstitution „Execrabilis“ 5 Fazit III Der Exekutionsprozeß 1 Einleitung 2 Die Provisionsreskripte 3 Der Initialprozeß 3.1 Unbestimmte Benefizien 3.1.1 Kollaturexpektative mit acceptatio 3.1.2 Provision für eine Präbende mit acceptatio 3.1.3 Provision für eine Präbende ohne acceptatio 3.1.4 Provision für die erste Vakanz mit acceptatio 3.1.5 Acceptatio einer vakanten Stelle an der Kurie 3.2 Kollation von beneficia certa 3.2.1 Kollation eines Priorats vacans per assecutionem 3.2.2 Kollation zu Unrecht besetzter beneficia certa 3.2.3 Prozeß mit purificatio des Petenten 3.3 Providierung in forma pauperum 3.4 Prozeß für einen Kardinal 4 Nach dem Initialprozeß 5 Die Einsetzung Armer Kleriker 5.1 Bertrandus Iuvenis 5.2 Bernardus Rigaldi 6 Exekution in partibus 6.1 Piacenza 6.2 Rudolf Losse 7 Die receptio als Kanoniker 8 Acceptatio, protestatio und collatio 9 Am Ziel: Einsetzung in die Stelle 10 Der Umgang mit Komplikationen vor Ort 10.1 Verschärfung der Sentenz 10.1.1 Eine Alternative zur direkten aggravatio 10.2 Verkündung der Sentenz durch den Bischof 10.3 Beeinflussung der Subexekutoren vor Ort 10.4 Vorladung 10.5 Eine englische Provision scheitert 10.6 Pfründenstreit in Piacenza 10.7 Legitimer Widerstand gegen einen Armen Kleriker 11 Fazit IV Exekutoren und Subexekutoren 1 Einleitung 2 Die Exekutorenkollegien 3 Der Initialexekutor 3.1 Von der Bewilligung der Supplik zum Beginn des Prozesses 3.2 Die Initiierung des Exekutionsprozesses 4 Die Subexekutoren 4.1 Das Subexekutionsmandat 4.2 Solidarische Mandatierung der Subexekutoren 4.3 Subexekutoren in der Imbreviatur des Petrus de Mossaco 4.3.1 Geographisch entfernte Benefizien 4.3.2 Benefizien in Frankreich 4.4 Persönliche Bekanntschaft im Exekutionsprozeß 4.5 Subexekution vor Ort: England 4.6 Schwierigkeiten bei der Subexekution 5 Fazit V Exekutorenwahl im Umfeld der Kurie 1 Einleitung 2 Die Provinz Arles 2.1 Avignon 2.1.1 Kanoniker als Exekutoren 2.1.2 Prälaten der Diözese Avignon als Exekutoren 2.1.3 Externe Prälaten als Exekutoren 2.2 Toulon 2.3 Cavaillon 2.4 Fazit 3 Die Provinz Aix-en-Provence 3.1 Aix-en-Provence 3.1.1 Exekutoren aus Aix-en-Provence 3.1.2 Externe Exekutoren 3.2 Fréjus 3.3 Gap 3.3.1 Exekutoren aus Gap 3.3.2 Externe Exekutoren 3.3.3 Exekutoren aus Avignon 3.4 Fazit 4 Die Provinz Embrun 4.1 Embrun 4.1.1 Bischöfliche Exekutoren 4.2 Senez 4.3 Vence 4.4 Nizza und Grasse 4.5 Glandèves 4.6 Digne 5 Fazit VI Exekutorenwahl in partibus 1 Einleitung 2 Elne 2.1 Kuriale Interessen 2.2 Kleriker als Fürsprecher 2.3 Laien als Fürsprecher 2.4 Reskripte ohne Fürsprecher 3 Das Erzbistum Trier 3.1 Toul 3.2 Metz 3.3 Verdun 3.4 Trierer Exekutoren im Metropolitanverband 3.5 Trier 3.5.1 Kuriale Exekutoren 3.5.2 Exekutoren der Luxemburger 3.5.3 Exekutionsmandate für Guillelmus Pinchon 3.5.4 König Johann von Böhmen 3.5.5 Köln und Trier 4 Das Erzbistum Köln 4.1 Minden 4.2 Münster 4.3 Osnabrück 4.4 Köln 4.4.1 König Johann von Böhmen 4.5 Lüttich 4.5.1 Lüttich und Köln 4.5.2 Externes Interesse 4.6 Utrecht 5 Das Erzbistum Reims 5.1 Cambrai 5.1.1 Kleriker aus Cahors 5.1.2 Cambrai und Tournai 5.1.3 Ausblick: Tournai 5.1.4 Cambrai und Lüttich 5.1.5 Ausblick: Lüttich 5.2 Reims 5.2.1 Externe Interessen 5.2.2 Die kurialen Petenten 5.2.3 Südfranzösische Interessenten 5.3 Fazit VII Motive der Exekutorenwahl 1 Einleitung 2 Jacobus de Mutina 3 Nicolaus de Fractis 3.1 Die italienischen Petenten 4 Busolus de Parma 4.1 Kardinal Jean de Comminges 4.2 Busolus de Parma als Exekutor in Italien 5 Der Erzbischof von Embrun 5.1 Kollektive Progression 5.2 Fazit 6 Personalentscheidungen 6.1 Der Abt von Saint-Sernin in Toulouse 6.2 Fazit 7 Heinrich von Jülich 7.1 Heinrich von Jülich 7.2 Heinrich von Jülich als Petent 7.3 Heinrich von Jülich als Exekutor 7.4 Die Exekutorenkollegen Heinrichs von Jülich 7.5 Fazit 8 Fazit Resümee Quellenverzeichnis 1 Kanonistische Quellen 2 Weitere Quellen Literaturverzeichnis Personen- und Ortsregister Verzeichnis der kanonistischen Zitate Sachregister

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