GERMAN

Kontrollierte Hypotension: Durchblutung und Sauerstoffverbrauch des Gehirns und des Herzens

Book information

Publisher
Springer-Verlag Berlin Heidelberg
Year
1983
ISBN
978-3-540-11921-0, 978-3-642-68819-5
DOI
10.1007/978-3-642-68819-5
Language
german
Format
PDF
Filesize
4 MB (4602562 bytes)
Series
Anaesthesiologie und Intensivmedizin Anaesthesiology and Intensive Care Medicine 154
Edition
1
Pages
90\96
Time added
2013-12-12 02:00:00

Description

Die gegenwärtige Einstellung der Anaesthesiologen zur Praxis der kontrollierten Hypotension ist zwiespältig: die einen verteidigen sie nachdrücklich als Bereicherung der Anaesthesie­ Technik, die anderen stehen ihr skeptisch gegenüber oder lehnen sie als sinnlos und ge­ fahrlich ab [17, 18,24,25,27,32,36,55,59,102]. Die Kontroverse hat vor allem historische Hintergründe. In den ersten Jahren der praktischen Anwendung fehlte eine verbindliche Definition des Begriffes kontrollierte Hypotension; es gab eine Vielzahl höchst unterschiedlicher Techniken; die physiologischen Reaktionen des Organismus waren metho­ disch nicht erfaßbar und die Assoziation zum gefürchteten Schock-Syndrom lag nahe. Zusätzlich war die kontinuierliche überwachung während und nach der Hypotension unzulänglich und Komplikationen daher keine Seltenheit [25,27,39,55,59]. Inzwischen haben sich Konzept und Methoden der kontrollierten Hypotesion erheblich gewandelt. Die Sicherheit für den Patienten ist auf der Grundlage genauerer Kenntnisse über die Wirkung der Blutdrucksenkung auf die Organe sowie verbesserter kontinuierlicher überwachungstechniken größer geworden; sie hat sogar nach Meinung von Enderby [27], einem Wegbereiter der kontrollierten Hypotension, in den Händen des Erfahrenen ein Ausmaß erreicht, das demjenigen einer in Normotension durchgeführten Anaesthesie gleich­ zusetzen ist.

Similar books