GERMAN

Verantwortung für historisches Unrecht: Eine philosophische Untersuchung

Book information

Publisher
de Gruyter
Year
2011
ISBN
9783110245899, 9783110245776
Language
german
Format
PDF
Filesize
2 MB (2388304 bytes)
Pages
482\484
Time added
2023-05-24 04:14:45

Description

Winner of Leuphana Monography Price 2012 The book provides the first systematic analysis of the question of responsibility for historical injustice since the publication of Karl Jaspers’ The Question of Guilt. Using the methods of modern philosophical analysis, it investigates the reasons and limits of moral and criminal responsibility and offers suggestions for solving the problem of compensation for past injustice. Erste systematische Untersuchung der Frage nach Kollektivschuld seit Jaspers’ „Die Schuldfrage“ Bietet Kriterien für Behandlung der Themen Kollektivschuld, Wiedergutmachung, moralische Verantwortung Einleitung a.1 Die Abwesenheit der Frage in der deutschen Nachkriegsphilosophie a.2 Historische Verantwortung in der englischsprachigen Philosophie a.3 Weltpolitische Faktoren und die kantische Utopie a.4 Aufbau der Arbeit – „Die Schuldfrage“ als Modell Teil A: Was ist historisches Unrecht? 1 Ein Definitionsvorschlag 1.1 Nach Art und Ausmaß gravierend 1.2 Politischer Charakter 1.3 Einwände 1.4 Natürliches Recht und Strafpflicht 2 Die Unterscheidung zwischen historischem Übel und historischem Unrecht 2.1 Kulturell bedingte moralische Inkompetenz 2.2 Konzessionismus und Intransigentismus 2.3 Moralisch verdorbene Kulturen 2.3.1 Moralischer Fortschritt als Austrag der menschlichen Konfliktnatur 2.3.2 Hegel und die Versöhnung mit den historischen Übeln 3 Konkretisierungen des Konzessionismus 3.1 Vorstellbarkeitsbedingung 3.2 Legalitätsbedingung 3.2.1 Positivistische Deutung der Legalitätsbedingung 3.2.2 Ein weiterer Begründungsversuch 3.2.3 Nicht-positivistische Legalitätsbedingung 3.2.4 Verworfene Rechtssysteme 3.2.5 Verworfene Rechtssysteme im internationalen Kontext 3.3 Eine vernünftige Form des Konzessionismus Teil B: Verantwortungstypen und „Die Schuldfrage“ 1 Allgemeine Anmerkungen zum Begriff der Verantwortung 2 Vier Verantwortungstypen 3 Deontologische und konsequentialistische Verantwortungskonzeption 4 Moralische Verantwortung: Die Aristotelischen Bedingungen 4.1 Entschuldigungsgründe 4.2 Teilnehmerperspektive, Freiheit 5 Folgenverantwortung, Haftung 5.1 Moralische Verantwortung als Basis 5.2 Kausale Verantwortung als Basis 5.3 Vorwerfbares Verhalten als Basis 5.4 Effizienz als Basis 5.5 Aufgabenverantwortung als Basis 6 Möglichkeiten, historisches Unrecht zu kompensieren 7 Jaspers’ Verantwortungstypologie 7.1 Politische Schuld, Haftung 7.2 Anmerkung zur metaphysischen Schuld 7.3 Zwei Arten natürlicher Pflichten 7.4 Kriminelle Verantwortung 7.4.1 Warum Bestrafung? 7.4.2 Rückwirkungsverbot und Bestrafungsrecht 7.5 Moralische Kollektivschuld? 8 Nach der Verantwortung für historisches Unrecht fragen Teil C: Verantwortungsindividualismus und kollektive Schuld an historischem Unrecht 1 Verantwortungsindividualismus 1.1 Kollektivschuld als ,barbarous notion‘ 1.2 Individuelle Verantwortung für das Handeln anderer 1.2.1 Radikaler Verantwortungsindividualismus 1.2.2 Ein Argument gegen den Verantwortungsindividualismus? 1.3 Nicht-distributive Kollektivschuld? 2 Zwei Kollektivschuldbegriffe 3 Eine Auseinandersetzung mit Gilbert 3.1 Kollektive als Subjekte von Handlungen 3.2 Kollektive als Subjekte von Schuldgefühlen 3.2.1 Das Aggregationsmodell 3.2.2 Das Mitgliedschaftsmodell 3.2.3 Das Modell pluraler Subjektivität 4 Zwei ,Kollektivschuld‘-Analysen 4.1 Verantwortung für einen moralisch perversen Nationalcharakter? 4.2 Verzicht auf ein kollektives ,Schuldurteil‘ 4.3 Massenraubmord und Kollektivschuld 4.4 Eine Irrtumstheorie moralischer Kollektivschuld Teil D: Persönliche Verantwortung für historisches Unrecht 1 Der Grundsatz strafwürdiger Verantwortung 1.1 Kausale Relation 1.1.1 Kausalität im Recht 1.1.2 Die ,wahre Ursache‘ 1.1.3 Das Rechtssystem als Ursache oder Hintergrundbedingung 1.2 Organisationale Relation 1.2.1 Das eingegrenzte Prinzip vorwerfbaren Verhaltens 1.2.2 Verschuldensunabhängige Bestrafung 1.2.3 Pflichtwidriger Beitrag: Ein Beispiel 2 Pflichtwidrige Beteiligung: Das Problem des Täterstatus’ 2.1 Handeln in Hierarchien und die hobbessche Logik der Repräsentation 2.2 Grenzen politischer Autorisierung 2.3 Befehle 2.4 Was heißt: Eine Tat als eigene wollen? 2.4.1 Historisches Beispiel: Täter & Gehilfen im Auschwitz-Prozess 2.4.2 Ursprüngliche und abgeleitete Pro-Einstellung 2.5 Eruieren von Einstellungen und Unschuldsvermutung 3 Kooperation, um Schlimmeres zu verhindern 3.1 Kollaboration mit dem Nazi-Regime, um Schlimmeres zu verhindern 3.2 Gerechtfertigte Kollaboration 4 Moralische Verantwortung für politische Kumulationsübel 4.1 Feine metaphysische Unterscheidung 4.2 Kumulationsübel und natürliche Pflichten 4.3 Informelle Repräsentanten 4.4 Politische Einstellungen als Schadensrisiken 4.5 Nicht-intendierte politische Kumulationsübel & nicht-distributive Kollektivverantwortung Teil E: Wiedergutmachende Gerechtigkeit 1 Grundintuition und politische Verantwortung 1.1 Strukturelle Bedingungen staatsbürgerlicher Haftung 1.2 Bedingungen intergenerationeller Haftung 1.2.1 Intergenerationelle Gleichgesinntheit 1.2.2 Intergenerationelle Autorisierung 2 Opfer und Betroffene 3 Unechte Reparationskonzeptionen 4 Echte Reparationskonzeptionen 4.1 Anrechtskonzeptionen 4.1.1 Konservative Anrechtskonzeption 4.1.1.1 Strikt konservative Anrechtskonzeption 4.1.1.2 Gemäßigt konservative Anrechtskonzeption 4.1.2 Individualrechtliche Anrechtskonzeption 4.1.3 Offene Anrechtskonzeption 4.2 Normwertkonzeptionen 4.2.1 Libertäre Normwertkonzeption 4.2.2 Prioritäre Normwertkonzeption 5 Die temporale Dimension der Rechte auf Wiedergutmachung 5.1 Waldrons These über die Verjährung der Ansprüche von Opfern 5.2 Inwiefern sind Nachgeborene Betroffene? 5.2.1 Kontrafaktische Variante und das Identitätsproblem 5.2.2 Shers Analyse des Identitätsproblems 5.2.3 Die Vererbungsvariante des Schädigungsansatzes 5.2.4 Anwendungsschwierigkeiten der Vererbungsvariante 5.3 Die Lösung des Beziehungsansatzes 5.3.1 Verstorbenen Opfern nutzen 5.3.2 Eine Auseinandersetzung mit Meyer 5.3.3 Inwiefern Tote geschädigt werden können 5.3.4 Reparationspflichten gegenüber Verstorbenen 5.3.5 Eine alternative Begründung 5.3.6 Der kollektivistische Beziehungsansatz Schlussbemerkungen Anmerkungen Bibliographie Personenverzeichnis Sachverzeichnis

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