Das Experiment in der Psychologie
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Description
Dieses Buch steht im Zusammenhang mit den „Texten zur Kritischen Psychologie" aus dem Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin (Campus Studium) und greift frühere methodologische Analysen aus diesem Institut auf. - Zunächst wird die allgemeine Funktion des Experiments im Zusammenhang der materiellen gesellschaftlichen Entwicklung verdeutlicht. Die dem psychologischen Experiment zugrundeliegenden bedingungsanalytischen Denkweisen werden als Präzisierung und Differenzierung lebenspraktischen Denkens aufgewiesen und damit eine Logik des Experiments erarbeitet. Die kontroversen Standpunkte über den Wert des psychologischen Experiments einschließlich der wachsenden Kritik an der Aussagekraft experimenteller Befunde und an der Möglichkeit hinreichender experimenteller Bedingungskontrolle werden dokumentiert und kommentiert. Auf der Basis einer erkenntnistheoretischen Analyse entwickelt der Autor die Perspektiven psychologischen Experimentierens als Teilaspekt der übergreifenden funktional-historischen Methode der Kritischen Psychologie und zeigt so Wege zu einer neuen Funktionsbestimmung des Experiments in der Psychologie auf. 0 . Begründung einer Beschäftigung m i t dem Experiment 9 1 . Geschichte des Experiments 13 1.0 Darstellungsweise 13 1.1 Einordnung und Abgrenzung 14 1.2 Experiment in Antike u n d Mittelalter 15 1.3 (Natur-)wissenschaftliche Revolution der Neuzeit und veränderte Rolle des Experiments 22 1.4 Entstehung der Psychologie; ihre anfänglichen Methoden 30 1.5 Gegenwärtige methodische Situation der Psychologie; Perspektiven * 36 2 . Zwei Paradigmata psychologischer Forschung 39 2.0 Bedingungsanalyse: die alltägliche und wissenschaftliche Herangehensweise an Probleme 41 2.1 Wissenschaftliches Bedingungsmodell 44 2.1.0 Verschiedene Modelltypen; Geschichte des Bedingungsmodells 4 4 2.1.1 Bedingungsmodell im Forschungsprozeß 4 8 2.1.2 Arten von Bedingungen 50 2.1.2.0 Nach der Stellung im Forschungsprozeß 50 2.1.2.1 Nach dem Erklärungswert 59 - 2.1.2.2 Nach der Wirkungsstärke 64 2.1.2.3 Nach der Wirkungsrichtung 68 2.1.2.4 Nach der A r t der Verknüpfung 70 2.1.2.5 Nach der Kausal ebene 73 2.1.3 Bedingung und Ursache 76 2.1.4 Vor- und Nachteile des Bedingungsmodells 79 2.2 Experimentelle und statistische Konsequenzen aus dem Bedingungsmodells varianzanalytisches Design 91 2.2.0 Reduktionistischer Ansatz 92 2.2.1 Experimentelle Situation u n d statistisches Rationale 99 2.3 Korrelativer Ansatz in Planung und Auswertung von Forschung; eine Konsequenz: faktorenanalytisches Design 103 2.4 Varianzanalytisches v s . faktorenanalytisches Design: gegenwärtiger Stand; Vorteile/Nachteile; Perspektiven3. Allgemeine Merkmale des Experiments 114 3.0 Definition des Experiments 114 Theoretische Planung 117 3*2 Herstellungsmoment 118 3*3 Variation von Personen und Variablen; das Problem der Wiederholung 121 3.4 Kontrolle 127 3.4.0 Aspekte der Kontrolle 127 3.4.1 Methoden der Personenkontrolle 130 3.4.1.0 Parallelisierung 130 3.4.1.1 Randomisierung 133 3.4.1.2 Parallelisierung vs. Randomisierung 137 3.4.2 Methoden der Variablenkontrolle 138 3.4.2.0 Ausschaltung 138 3.4.2.1 Abschirmung 139 3.4.2.2 Wiederholung 139 3.4.2.3 Verstärkung 140 3.4.3 Allgemeine Kontrollmethoden 141 3.4.3.0 Standardisierung 141 3.4.3.1 Instruktion 143 3.4.3.2 Ausbalancierung 143 3.4.3.3 Statistische Kontrollverfahren 148 3.4.4 Abschließende Bemerkungen zur Kontrolle 149 3.3 V p . 150 3.6 Dilemma von 'interner' und 'externer' Validität 150 4 . Einige meßtheoretische und allgemein-methodologische Probleme des psychologischen Experiments 151 4.0 Anwendbarkeit und Anwendung der Begriffe 'Objektivität', 'Reliabilität' und'Validität'auf das Experiment 151 4.1 'Experimenteller Fehler' 133 4.2 Studien zur Validitätx 155 4.2.0 'Interne' vs. 'externe Validität1; CAMPBELL/ STANLEIs Taxonomie der Alternativerklärungen 155 4.2.1 'ökologische Validität' 162 4.3 Studien zur Objektivität: der Forschungsansatz der 'Sozialpsychologie des Experiments' 164 4.3.0 Zwei Modelle des psychologischen Experiments 166 4.3.1 'Sozialpsychologische Störfaktoren im psychologischen Experiment 1684.3.1.0 'Demand characteristics1 1?0 4.3.1.1 VI. s Hypothesen U n d Erwartungen 172 4.3.1.2 Vp.: Hypothesen und Rollen 174 4.3.1.3 Entsprechende Kontrollmethoden 177 4.4 Weitere Ansätze zur Kritik labor-experimentellen Vorgehens 182 4.4.0 Wegen der naiven Aufrechterhaltung des Objektivitäts-Ideals (BERGER) 182 4.4.1 Wegen der Außerachtlassung der konkret-historischen Situation der V p . (HOLZKAMP) 184 4.4.2 Wegen der Außerachtlas sung der Bewußtheit der V p . (DICK) 190 4.4.3 Wegen der Außerachtlassung des personalen Bedeutungsgehalts der Experimentalsituation (MERTENS) 192 Einige wissenschaftstheoretische Probleme des psychologischen Experiments 196 5.0 Historischer Abriß der Wissenschafts theoretischen Auseinandersetzung um das psychologische Experiment 196 5.1 Methodologien des 'reinen' und des 'konkreten' Palls 203 5.2 Kontrolle vs. Repräsentanz; interne vs. externe Validität 211 5.3 Gesetz und Interaktion 214 5.4 Theorie/Empirie-Beziehung im psychologischen Experiment; DIOKs 'abstrahierende Induktion' 217 5.5 Mangelnde Replizierbarkeit und Divergenz psychologischer Befunde 223 Versuch einer Einschätzung des Erkenntniswerts des psychologischen Experiments 226 7 . Literatur 232
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