Menschliches Leid - Perspektiven der Philosophie und Theologie, des Buddhismus und der Medizin: Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. (German Edition)
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In diesem Buch werden die Sichtweisen der Philosophie, der christlichen und jüdischen Theologie, des Buddhismus, der Medizin sowie der Psychologie und Psychotherapie auf das Leid der Menschen dargestellt. Das eigene und das fremde Leid gehören grundlegend zum Leben der Menschen dazu, ebenso wie Freude und Glück. Den körperlichen oder seelischen Belastungen können viele Ursachen zugrunde liegen und oft werden Fragen nach dem Warum oder dem Sinn gestellt. Betroffene hadern damit, dass ausgerechnet sie die Erfahrung von Leid machen müssen. Diese Fragen nach den Ursachen, der Erklärung und der Bedeutung von Leid sowie die Möglichkeiten der Linderung und der Bewältigung von Leid diskutieren die Autoren im Kontext ihrer jeweiligen Fachgebiete, so dass sich dem Leser eine breite, und interdisziplinäre Sicht auf das menschliche Leid eröffnet. Weiterhin wird die Perspektive eines unmittelbar von Leid Betroffenen durch seine einprägsame Schilderung des Erlebten vermittelt. Geleitwort Vorwort Inhaltsverzeichnis Über die Autorinnen und Autoren 1: Leid aus Sicht eines Patienten 1.1 Vorbemerkung 1.2 Norbert Blüm: „Was bedeutet mein Unglück“? Literatur 2: Menschliches Leid – Versuch einer Sinngebung aus philosophischer Sicht 2.1 Menschliches Leid als Thema der Philosophie 2.2 Das Sinnangebot einer philosophischen Daseinsdeutung 2.3 Das Sinnangebot einer philosophischen Kosmologie 2.4 Die Grenzen menschlicher Rationalität 2.5 Die Hinwendung zur Lebenspraxis Literatur 3: Menschliches Leid – Theologische Perspektive 3.1 Zugang der christlichen Theologie: Warum lässt Gott das Leid zu? 3.1.1 Einleitung 3.1.2 Die Katastrophe von Lissabon 3.1.3 Bedeutung der Theodizee für die Plausibilität des Glaubens 3.1.4 Drei Kategorien theologischer Antworten Gläubiger Verzicht auf eine Antwort Karl Rahner: Der Mensch vor dem Geheimnis Gottes Johann Baptist Metz: Theologie nach Auschwitz Jürgen Moltmann: Leid als offene Wunde des Lebens Modifikation der Prämissen Die Güte Gottes Die Allmacht Gottes Formulierung zusätzlicher Postulate Richard Swinburne: free-will-defense John Hick: soul-making theodicy 3.1.5 Trost und Beistand im Angesicht von Leid und Unheil 3.2 Zugang der jüdischen Theologie: Menschliches Leid und die Gerechtigkeit Gottes (Theodizee) 3.2.1 Einleitung 3.2.2 Weltbild der Antike 3.2.3 Der Exodus – Auszug aus Ägypten Der Exodus als Erzählung einer Revolution Das neue Gottesbild und die Folgen Die Strafe Gottes Erklärungsstrategien für das Handeln Gottes Der rebellierende Moses und erste Zweifel an der Gerechtigkeit Gottes 3.2.4 Das Gottesbild in der Ezra-Apokalypse Der jüdische Messianismus Die Dekonstruktion der traditionellen Erklärungsmuster 3.2.5 Auschwitz und das Schweigen Gottes Das Einmaligkeitsaxiom von Auschwitz Das Versagen der Erklärungsstrategien für Auschwitz Der ohnmächtige Gott 3.2.6 Versuch einer jüdischen Antwort auf die Theodizee Ein ernüchterndes Fazit Die jüdische Hermeneutik Die Gewänder der Thora 3.2.7 Resümee Literatur Abschn. 3.1 Abschn. 3.2 4: Menschliches Leid – Perspektive des Buddhismus 4.1 Vorbemerkung 4.2 Existenzielles Leid – Leid als Grundgegebenheit des menschlichen Lebens 4.2.1 Diagnose: Das Leben ist leidvoll 4.2.2 Ätiologie: Mutmaßungen über die Ursache des Leidens 4.2.3 Behandlungsmöglichkeiten: Überlegungen zur Therapierbarkeit 4.2.4 Therapie: Die Vielfalt der Wege zur Überwindung des Leidens 4.2.5 Spezifischere Ausführungen zum Problem des existenziellen Leidens 4.3 Alltägliches Leid – Von Nothelfern und Ritualen 4.4 Warum müssen Menschen leiden? Buddhismus und das Theodizee-Problem 4.5 Schlussfolgerung Literatur 5: Menschliches Leid – Perspektiven der Medizin und Psychologie/Psychotherapie 5.1 Medizin und Menschliches Leid 5.1.1 Einleitung 5.1.2 Definition des Leids 5.1.3 Hochleistungsmedizin 5.1.4 Hochleistungsmedizin und dennoch Leid 5.1.5 Bedeutung der Wissenschaft in der Medizin 5.1.6 Rolle des Arztes Ethische Prinzipien Grundzüge der Behandlung Entscheidungen unter Risiko und Unsicherheit Arzt und Patient Umgang mit Sterben und Tod 5.1.7 Arzt und Patient im Wandel 5.2 Zugang der Psychologie und Psychotherapie 5.2.1 Einleitung 5.2.2 Definition von Leid in der Psychologie und Psychotherapie 5.2.3 Ursachen von Leid 5.2.4 Wer leidet und wer nicht? 5.2.5 Verarbeitung von Leid 5.2.6 Resilienz zur Bewältigung des Leids 5.2.7 Umgang mit dem Leidenden – Abgrenzung von Mitleid und Mitgefühl 5.2.8 Leid der Angehörigen 5.2.9 Minderjährige Kinder als Angehörige 5.2.10 Was können Angehörige tun, um das Leid des Erkrankten zu lindern? 5.2.11 Leid als Chance? 5.2.12 Schlussfolgerung Literatur Abschn. 5.1 Abschn. 5.2 6: Nachwort der Herausgeber
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