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Kaiserlich-russische, deutsche, polnische, litauische, belarussische und sowjetische kartographische Vorstellungen und territoriale Projekte zur Kontaktregion von Wilna 1795-1939

Book information

Publisher
Collegium Carolinum e.V.
Year
2016
Language
german
Format
PDF
Filesize
18 MB (18918038 bytes)
Series
Digitale Reihe der Graduierungsschriften OstDok
Pages
738\738
Topic
History
Time added
2018-07-25 15:28:46

Description

Im Projekt wird auf einen Teil des baltisch–slavischen Raumes, die Kontaktregion von Wilna als entsprechendes Beispiel für transnationale Untersuchungen eingegangen. Die unterschiedlich wahrgenommene Region war im späten 19. und im 20. Jahrhundert aufgrund des Expertenwissens mehreren kartographischen Darstellungen (ethnographische, sprachliche, religiöse, politische sowie bezogen auf Nationalitäten und Völker) unterzogen, nicht nur um die wissenschaftlichen Forschungen zu begründen, sondern auch häufig, um die nationalen territorialen Ansprüche zu legitimieren. In diesem Kontext sollen die Beziehungen zwischen den als „polnisch“, „litauisch“, „belarussisch“, „sowjetisch“, „kaiserlich–russisch“ und „deutsch“ konnotierten geographischen und kartographischen Expertenkulturen beschrieben werden. Wichtig ist auch die Berücksichtigung nationaler, sprachlicher und religiöser Identitätsargumente, die geographisch–kartographisch benutzt wurden, da die untersuchte Region ein Grenzgebiet der katholischen, orthodoxen und jüdischen Glaubensrichtungen sowie der baltischen, slavischen und germanischen Interessen war. Daher ist eine transnationale Perspektive unabdinglich, um die geopolitischen Diskurse nachzeichnen und diese vergleichend interpretieren zu können. Die Hauptstruktur der Arbeit beruht auf der Medienanalyse, der Begriffs–, Institutionen– und Expertengeschichte.

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