Städte und Stadtstaaten zwischen Mythos, Literatur und Propaganda
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Hauptziel dieser interdisziplinären Analyse der Repräsentationen der Städte in griechischen und lateinischen Texten vom 7. Jh. v.Chr. bis zum 5. Jh. n.Chr. sind die Einflüsse politischer Faktoren auf die Entwicklung ihrer Darstellungsformen von der Klassik bis zur Kaiserzeit und Spätantike.Die Städte als Ort der Gründungsmythen der antiken Kultur sind somit zentral für die Entwicklung der Identität in der antiken Welt.Ihre Bilder als rein physischer Orte sind durch die Mythen in Fremd- wie Selbstwahrnehmung stark beeinflusst und der politische Diskurs nutzt sie für propagandistische Selbst- oder Feindbilder.Zu fragen ist 1) nach dem Verhältnis zwischen Politik und Literatur; 2) nach der Relevanz der Politik bei der Entscheidung bestimmter Mythenversionen; 3) nach dem Verhältnis von Fremd- und Selbstbild bei der Repräsentation eines Mythos; 4) nach den Mechanismen von Kanonisierung und der Erhaltung der Verbindlichkeit eines Mythos in anderen politischen und kulturellen Zeiten.Da die Erzählung in Kaiserzeit und Spätantike anders als in Entstehungszeit der literarischen Fassungen der Mythen ist, erfolgte die Anpassung nicht als Neuschöpfung von Inhalten, sondern als Reinterpretation alter Inhalte? Dieser Band dient der Beantwortung. Inhalt Einleitung: Städte und Stadtstaaten zwischen Mythos, Literatur und Propaganda Καδμεία νίκη: Politicising the ‘Seven against Thebes’ in the 5th century B.C. Athen, Athena und die Athener. Identifikationsfigur(en) und Narrative Von Argos nach Athen: Von Manipulation zu Polis-Rhetorik zwischen Aischylos’ Agamemnon und Eumeniden „Wer baute das siebentorige Theben?“ Breve riflessione sulle origini della colpa e della catastrofe Σοφίσματα θεῶν. Götterdämmerung, Kontingenzerfahrung und Kulturpessimismus in Euripides’ „Phönikierinnen“ La metamorfosi di Cadmo nelle Baccanti di Euripide e il punto di vista ateniese Phaedra between Homer and Sophocles: the Stesichorean connexion Plebs Argiva – Thebana iuventus – verendi Cecropidae. Die „kleinen Leute“ in Statius’ Thebais Triptolemos und Europa in Tarraco. Stadtdarstellung, Politik und mythische Züge in Florus’ Vergilius: orator an poeta? Der ‚Mythos Athen‘ im literarischen Diskursfeld fiktionaler Erzählprosa der Kaiserzeit. Lukian, Chariton und Heliodor Da indovino tebano a profeta universale. Alcune metamorfosi di Tiresia in età tardoantica Ethopoiie, Struktur und Mythopoiie in den profanen Epyllien des Nordafrikaners Dracontius Die Autorinnen und Autoren Index auctorum et operum Index nominum et rerum
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