GERMAN

Daten und Phänomene: Ein Beitrag zur wissenschaftstheoretischen Realismusdebatte

Book information

Publisher
de Gruyter
Year
2011
ISBN
9783110322644, 9783110322262
Language
german
Format
PDF
Filesize
2 MB (2031687 bytes)
Series
Epistemische Studien / Epistemic Studies; 22
Pages
257\261
Library
degruyter.com
Time added
2023-07-20 16:46:48

Description

Was sind naturwissenschaftliche Phänomene und inwiefern kann die Beantwortung dieser Frage zu einer besseren philosophischen Einschätzung der wissenschaftlichen Praxis beitragen? Dieses Buch untersucht die wissenschaftstheoretische Unterscheidung zwischen Daten und Phänomenen, um ihre Bedeutung für die Debatte um den Wissenschaftlichen Realismus zu klären. Ausgehend von einer Analyse des Phänomenbegriffs werden sowohl realistische als auch antirealistische Anwendungen der Unterscheidung auf ihre Überzeugungskraft geprüft. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung wird für ein realistisches Phänomenverständnis plädiert und erörtert, wie exakt Wissenschaftstheoretiker die wissenschaftliche Praxis beschreiben müssen, um zutreffende philosophische Schlussfolgerungen ziehen zu können. Vorwort Inhalt 1. Einleitung Teil A: Was naturwissenschaftliche Phänomene sind 2. Die traditionelle Auffassung wissenschaftlicher Phänomene 3. Bogens und Woodwards Unterscheidung zwischen Daten und Phänomenen 3.1 Dreigliedrige Wissenschaftsmodelle und die Daten-Phänomen-Unterscheidung 3.2 Phänomene im wissenschaftlichen Sprachgebrauch 3.3 Ist die Daten-Phänomen-Unterscheidung deskriptiv oder stipulativ? 3.4 Phänomene als Sachverhalte 4. Die Musterauffassung wissenschaftlicher Phänomene 4.1 Was ist ein Muster? 4.2 Ein Einwand gegen die Musterauffassung: der Fall extrasolarer Planeten 5. Die kontextuelle Auffassung wissenschaftlicher Phänomene 5.1 Phänomenbehauptungen und Theorien 5.1.1 Spezifikation des Verhältnisses über die Erklärungsrelation und warum dieser Vorschlag scheitert 5.1.2 Spezifikation des Verhältnisses über die epistemische Einstellung der Akzeptanz 5.2 Die Bedeutung des Phänomenbegriffs 5.2.1 Explanandum-Rolle 5.2.2 Belegrolle 5.2.3 Akzeptanz 6. Fazit: Daten, Phänomene und Theorien Teil B: Weshalb man die Phänomene nicht retten muss 7. Die Realismusdebatte in der Wissenschaftstheorie 7.1 Die Position des Wissenschaftlichen Realismus 7.2 Zentrale Argumente für und gegen den Wissenschaftlichen Realismus 7.2.1 Die typische Strategie des Wissenschaftlichen Realisten 7.2.2 Die typischen Strategien des Wissenschaftlichen Antirealisten 7.3 Philosophische Modelle der wissenschaftlichen Praxis und die Realismusdebatte 7.3.1 (Re-)Formulierung der Problemstellung 7.3.2 Deskriptive Angemessenheit und die wissenschaftshistorische Wende 8. Bogen und Woodward über Theoriebeladenheit und Objektivität 8.1 Theoriebeladenheit, Objektivität und Wissenschaftlicher Realismus 8.2 Bogens und Woodwards Argumentationsstrategie 8.3 Bogens und Woodwards Argument 8.3.1 Die Verlässlichkeit von Daten-Phänomen-Schlüssen 8.3.2 Empirische Strategien zur Verlässlichkeitseinschätzung 8.3.3 Der epistemische Wert der Verlässlichkeit 8.3.4 Problematische Theoriebeladenheit trotz Verlässlichkeit 8.4 Objektivität trotz Theoriebeladenheit 8.4.1 Unabhängig theoriebeladene Prüfungen von Theorien 8.4.2 Selbstabhängig theoriebeladene Prüfungen von Theorien 8.4.3 Kohärenz als weitere Beschränkung des Einflusses der Theoriebeladenheit 8.5 Zusammenfassung 9. Bogens und Woodwards Kritik am Konstruktiven Empirismus 9.1 Die Position des Konstruktiven Empirismus 9.2 Die Beobachtbar/unbeobachtbar-Unterscheidung 9.3 Weshalb man Konstruktiver Empirist sein sollte: van Fraassens Begründungsstrategie 9.4 Bogens und Woodwards Einwand 9.5 Verteidigungsstrategien für den Konstruktiven Empiristen 9.5.1 Bogens und Woodwards zweite Prämisse 9.5.2 Bogens und Woodwards erste Prämisse 9.6 Zusammenfassung 10. Psillos‘ Kritik an Azzounis Theorie ontischer Verpflichtungen 10.1 Azzouni zur epistemischen Autorität von Beobachtungen 10.2 Psillos‘ Kritik an Azzounis Ansatz 10.3 Beurteilung der Argumentation unter Berücksichtigung der Daten-Phänomen-Unterscheidung 10.3.1 Der Nutzen der Daten-Phänomen-Unterscheidung für das Argument 10.3.2 Grobkörnige Regularitäten und dünner epistemischer Zugang 10.4 Psillos‘ Alternativvorschlag: explanatorische Unverzichtbarkeit 10.5 Wie überzeugend ist Psillos‘ Alternativvorschlag? 10.5.1 Explanatorische Unverzichtbarkeit und die Daten-Phänomen-Unterscheidung 10.5.2 Ist explanatorische Unverzichtbarkeit ein besseres Kriterium? 10.6 Zusammenfassung 11. McAllisters Ontologischer Polymorphismus 11.1 McAllisters Argumente gegen ein realistisches Phänomenverständnis 11.2 McAllisters radikale Konsequenz: Ontologischer Polymorphismus 11.3 Kritik an McAllisters radikalem Polymorphismus 11.3.1 Warum McAllister als Antirealist bezeichnet werden kann 11.3.2 Warum der Ontologische Polymorphismus unplausibel ist: Alltagsbeispiele 11.3.3 Warum der Ontologische Polymorphismus unplausibel ist: globale kausale Überbestimmtheit 11.3.4 Warum McAllisters Fallbeispiele nicht stark genug sind 11.3.5 Sollte man erkenntnistheoretische oder ontologische Konsequenzen aus McAllisters Argument ziehen? 11.4 Empirische Unterbestimmtheit von Theorien 11.4.1 Der Ansatzpunkt für den Wissenschaftlichen Realisten 11.4.2 Algorithmen zur Generierung empirisch äquivalenter Theorien 11.4.3 Gibt es empirisch äquivalente Theorierivalen in der Praxis? 11.4.4 Nicht erdachte Alternativen und die neue Induktion 11.5 Zusammenfassung 12. Massimis milder kantischer Realismus 12.1 Kants Erkenntnistheorie und die wissenschaftstheoretische Realismusdebatte 12.2 Was in diesem Kapitel nicht untersucht wird und was untersucht wird 12.3 Gegen die metaphysische These: Massimi (und Massimis Kant) über die Genese wissenschaftlichen Wissens 12.3.1 Die Struktur von Schlüssen von Daten auf Phänomene 12.3.2 Galileis Untersuchung des Fallgesetzes 12.4 Für die epistemische These: Massimi (und Kant) über unbeobachtbare Phänomene 12.4.1 Epistemischer Optimismus aufgrund apriorischer Einsichten? 12.4.2 Worum es in der wissenschaftstheoretischen Realismusdebatte eigentlich geht und weshalb Massimi und Kant hierzu nichts beitragen 12.5 Zusammenfassung 13. Fazit und Ausblick: Wie deskriptiv angemessen müssen philosophische Wissenschaftsmodelle sein? Teil C: Abschließende Überlegungen 14. Wissenschaftliche Phänomene und Wissenschaftlicher Realismus 14.1 Plädoyer für ein realistisches Phänomenverständnis 14.2 Zusammenfassung der Ergebnisse Literatur

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