Der narrative Ansatz in der politischen Bildung
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Das erkenntnisleitende Interesse des narrativen Ansatzes in der politischen Bildung ist es, durch klassische Lehrstücke anschauliche und interdisziplinäre Zugänge zu zentralen Kategorien des Politischen wie Macht und Recht, Krieg und Frieden, Freiheit und Gleichheit zu eröffnen. Die transepochale Diskursivität der Narrationen wird für unsere heutigen Auseinandersetzungen über politische Fragen genutzt und dient einem nachhaltigen Verstehen des Politischen.Exemplarisch werden der »Melier-Dialog« des Thukydides zum Verhältnis von Macht und Recht in den internationalen Beziehungen, »Antigone« von Sophokles zu Fragen um Staatsräson und der Rechtlichkeit des Rechts und Fjodor Dostojewskijs kurze Erzählung »Der Großinquisitor« aus dem Roman »Die Brüder Karamasow« zu den Fundamentalnormen der Demokratie – Freiheit und Gleichheit – sowie zur Wiederkehr des Religiösen in die Politik thematisiert.
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