GERMAN

Die Abrechnung mit der Energiewende - Der Energiewende-Check

Book information

Publisher
tredition GmbH
Year
2020
ISBN
9783347067899
Language
german
Format
PDF
Filesize
37 MB (39319025 bytes)
Edition
1
Pages
522\525
Topic
Physics\\Electricity and Magnetism
Time added
2022-04-22 18:33:06

Description

Vor dem Beginn der industriellen Revolution erfolgte die Energieversorgung des Landes nach heutigem Verständnis in vollem Umfang durch sogenannte "erneuerbare Energien". Für die Produktionsprozesse etwa in Schmieden und Mühlen waren Wind und Wasserkraft die tragenden Säulen, für die Wärmeversorgung spielte der nachwachsende Rohstoff Holz die entscheidende Rolle. Erst die Nutzung von fossilen Energieträgern für Wärmekraftmaschinen, Verkehr, Elektrizität und Wärme hat in den vergangenen 250 Jahren einen in der Menschheitsgeschichte einmaligen und beispiellosen Wohlstandsschub und Fortschritt überall in der Welt bewirkt. Doch ist das der richtige Weg gewesen? Wurde dieser Wohlstand nicht mit einem unmäßigen Raubbau an der Natur und an den beschränkten Ressourcen des Planeten viel zu teuer erkauft? Sind nicht die menschengemachte Erhöhung des Kohlendioxidgehalts unserer Atmosphäre und der Anstieg der Erdtemperaturen die Strafe der Natur für diese ungezügelte Ressourcenverschwendung? Seien wir ehrlich: Die Nutzung natürlicher und nachhaltiger Energiequellen zur Energieversorgung ist ein sehr überzeugendes Konzept, ein geradezu weltbewegender Gedanke. Keine rauchenden Schlote, kein gigantischer Kohletagebau, kein radioaktiver Abfall, keine Endlager, keine stinkenden Auspuffgase aus unseren Autos und Lkws. Qualitativ ist die Energiewende eine phänomenale und zukunftsweisende Strategie. Wer wollte sich ihr ernstlich entziehen, oder, schlimmer noch, gegen sie argumentieren oder gar opponieren? Sollte es nicht möglich sein, unsere modernen und fortgeschrittenen Technologien erfolgreich für eine nachhaltige Energieversorgung zu nutzen? Aus alter Gewohnheit betrachten Naturwissenschaftler und Ingenieure technische Probleme und Aufgabenstellungen in Zahlen, Daten und Fakten. Sie beleuchten die Konzepte quantitativ in Bezug auf physikalische Gesetzmäßigkeiten und den dadurch verursachten technischen und wirtschaftlichen Aufwand. Als der amerikanische Präsident Kennedy 1962 mit seinem berühmten Satz "Ich glaube, daß diese Nation sich dazu verpflichten sollte, noch vor dem Ende dieses Jahrzehnts das Ziel zu erreichen, einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihn dann sicher wieder zur Erde zurückzubringen" das größte technische Großprojekt der Menschheitsgeschichte angekündigt hatte, haben Ingenieure und Physiker die Stirn in Falten gelegt: Dem Präsidenten schien nicht klar zu sein, daß man ein knapp 3000 Tonnen schweres, hochexplosives Tanklager in den Himmel schießen mußte um Menschen zum Mond und wieder zurück zu bringen. Der durchschlagende Erfolg des Mondlandeprogramms binnen weniger Jahre und der dadurch bewirkte gigantische Fortschritt, insbesondere auch in den Informationstechnologien sind heute praktisch allgegenwärtig. Bei der Energiewende und der allerorten diskutierten "Dekarbonisierung" liegen die Dinge genauso wie bei der Ankündigung des Mondlandeprogramms, nur die Zahlen sind anders. Wenn ein Ingenieur bei einer physikalischen Größe die Vorsilbe "Tera", etwa bei der Energie-Einheit Terawattstunden (TWh), nur liest, wird er hellhörig. Er weiß sofort, es geht um gigantische Beträge, die so groß sind, daß er sie sich in Analogien versinnbildlichen muß: Unser jährlicher Stromverbrauch liegt bei 600 TWh. Mit diesem Energiebetrag könnte man den ganzen Bodensee mit seinen 48 Kubikkilometern Inhalt in 4600 Meter Höhe buchstäblich in den Himmel pumpen. Unser gesamter jährlicher sogenannter Primärenergieverbrauch für die Sektoren Strom, Verkehr, Heizung, Prozeßwärme liegt bei 3600 TWh, also nochmal um den Faktor 6 über unserem Stromverbrauch. Und dieser gigantische Energiebetrag wird fast vollständig durch fossile Energieträger bereitgestellt. Mit 600 TWh kann man den ganzen Chiemsee zum Kochen bringen und zu einem guten Drittel verdampfen. Damit stehen die Größenordnungen des Projekts fest und zu ihrer Ermittlung braucht es weder anspruchsvolle Mathematik noch komplizierte physikalische Modelle. Für die "Berechnung" reichen Grundrechenarten und ein Blatt Papier. Diese quantitative Seite der Energiewende stand von Anfang an unabänderlich fest. Die Energiewende ist ein gigantisches Megaprojekt, gegen das der Berliner Flughafen unter der Rubrik Jugend forscht abgelegt werden kann. Daß unsere Jugend dagegen Spitzenleistungen abliefert, wenn sie bei Jugend forscht dabei ist, ist eine andere Angelegenheit. Um diese rein zahlenmäßige Analyse drückt sich die Wissenschaft und noch mehr die Politik seit Jahren herum und ergeht sich in wolkigen Allgemeinplätzen. Ein Buch, das diese quantitative Seite der Energiewende im Detail betrachtet und beleuchtet, war lange überfällig. Es ist eine gewissenhafte und detaillierte Analyse der Technologien und des Aufwands einer "Energiewende", die sich am Ende als Illusion erweisen wird. Diese Energiewende ist schon lange gescheitert: an den Gesetzen der Physik, an den Gesetzen der mathematischen Statistik und an den Gesetzen der Ökonomie. Titelseite Geleitwort Vorwort Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1. Teil 2 Wir haben nur eine Erde! 3 Klimawende und Klimakatastrophe 4 Risikowahrnehmung 5 Qualitativ und quantitativ 6 Energie - was ist das? 7 Arbeitsplätze 8 Umweltschutz und Nachhaltigkeit 9 Technik und Ideenreichtum 10 Das Stromversorgungssystem 11 Heizen und Dämmen bei Gebäuden 12 Die Mobilitätswende 13 Energiesparen 14 Die Energiewende mit Sektorkopplung 15 Die "Abrechnung" 16 Gegenkonzept zur Energiewende 2. Teil 17 Die Welt in unserem Kopf 18 Das Vorsorgeprinzip 19 Der Klimawandel 20 Die Klimakatastrophe verhindern 21 Widerlegung der CO2-Theorie 22 Weltenergiebedarf 23 Die Energiewende - Kosten vs. Nutzen 24 Das Volatilitätsproblem 25 Das Stromnetz 26 Dezentrale Stromversorgung 27 Ausstieg aus Kohle und Kernkraft 28 Kernenergie 29 Speicherkonzepte 30 Sektorkopplung und Technik 31 Jede Menge Ideen ... 32 Ausbaugrenze der VEE 33 Wetterstochastik 34 Flexibilisierung, Smart Grid 35 "Peak Oil"und Rohstoffe 36 Biokraftstoffe 37 Die Mobilitätsfrage 38 Ergebnisse aus eigenen Berechnungen 39 Andere Studien 3. Teil 40 Grundlagen der Berechnung 41 Szenario S7 mit 90 % CO2-Einsparung 42 Anhang 42.1 Glossar 42.2 Diagramme 42.3 Abbildungs- und andere Verzeichnisse 42.4 Quellen und Hinweise 42.5 Stichwortverzeichnis

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