GERMAN

Sterbeinschriften auf wikingerzeitlichen Runensteinen

Book information

Publisher
Walter de Gruyter
Year
2014
ISBN
3110341980, 9783110341980, 9783110349474
Language
german
Format
PDF
Filesize
10 MB (10086041 bytes)
Series
Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 89
Pages
XII+332\348
Topic
History
Time added
2020-02-10 00:04:07

Description

Die etwa 3.000 erhaltenen skandinavischen Runensteine der Wikinger gelten nach dem gängigen wissenschaftlichen Verständnis als Totengedenksteine. Tatsächlich enthalten aber nur 218 Inschriften dieser Runensteine explizite Aussagen zum Thema Tod und Sterben. Die vorliegende Studie stellt die Inschriftengruppen mit und ohne Sterbeterminologie einander gegenüber. Bei der Herangehensweise mit statistischen Hilfsmitteln betritt die Autorin innerhalb der Runologie methodisches Neuland. Sie stellt die Erforschung der wikingerzeitlichen Runensteininschriften auf eine solide empirische Grundlage. Zunächst werden das Datenmaterial quantitativ aufbereitet und eine Fülle von neuen Erkenntnissen präsentiert. Im zweiten Teil diskutiert Köster die Befunde qualitativ anhand der Frage, ob die wikingerzeitlichen Runensteininschriften in erster Linie dem Totengedenken dienten, oder ob sie überwiegend doch für noch lebende Personen erstellt wurden. Geleitwort des Herausgebers vii Vorwort und Danksagung ix A. Einleitung 1 1. Allgemeiner Hintergrund 1 2. Die verschiedenen Funktionen der Runensteine 2 3. Forschungslage 3 4. Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit 6 B. Vorgehensweise, Untersuchungsmaterial und Methodik 7 1. Abgrenzung der Thematik 'Tod und Sterben' 7 2. Herangehensweise in dieser Untersuchung 9 3. Aufbau der Arbeit 10 4. Kurzer statistischer Exkurs 11 5. Datierung und Begrenzung des Untersuchungsmaterials 13 6. Datenquellen und Abkürzungsverzeichnis 15 7. Mehrfachnennungen 17 8. Auflistung der erfassten und qualitativ ausgewerteten Variablen 19 C. Empirischer Teil: Hauptuntersuchung der 218 Sterbeinschriften 21 1. Die Sterbeterminologie 21 Gruppe 1: Neutrale Formulierung 23 Gruppe 2: Benennung der Umstände 27 Gruppe 3: Konnotative Mitteilung 31 2. Das Sterben 36 2.1. Reiseziele und Sterbeorte 36 2.2. Begräbnis 49 2.3. Sterbevokabular 55 3. Die Toten und die Hinterbliebenen 74 3.1. Sozialer Status 74 3.2. Generationen 85 3.3. Metrische Inschriften 90 4. Die Religion 99 4.1. Bittformeln 99 4.1.1. Die christliche Formel: Gott/Christus helfe seiner Seele 101 4.1.2. Die heidnische Formel: Thor weihe 113 4.2. Kreuzsymbolik 114 4.3. Die Brücken-Inschriften 123 5. Der Runenstein 129 5.1. Benennung des Inschriftenobjektes 129 5.2. Ritzersignaturen 137 5.3. Länder- und Regionenvergleich 141 D. Qualitativer Teil: Zusammenfassung und Diskussion 147 1. Die Generationeninschriften mit Sterbeterminologie im Vergleich 148 2. Die ruhmreichen Alten und die religiösen Jungen 149 3. Regional unterschiedliche Verhaltensweisen 153 4. Verortung des Todes im gesellschaftlichen Kontext 156 5. Religiöse Merkmale 169 6. Frauen als stumme Zeugen der Wikingergesellschaft 175 7. Gedenkinschriften für eine Person 179 7.1. Untersuchung von Paarsteinen und verbundenen Steinen 179 7.2. Inschriften mit mehreren Sterbetermini für eine Person 193 8. Gedenkinschriften für mehrere Personen 196 8.1. Inschriften für mehrere Personen mit mehrfacher Sterbeterminologie 197 8.2. Inschriften für mehrere Personen mit nur einem Sterbeterminus 198 9. Inschriften, welche die Errichter für sich selbst erstellten 206 10. Die Ingvar-Steine 217 11. Die Existenz eines Leichnams 221 12. Zusammenfassung 242 E. Anhang 251 Anhang 1 (zu Kapitel C 3.1): Sozialer Status: Erläuterungen zu den häufigsten Begriffen 251 Anhang 2 (zu Kapitel C 5.1): Inschriftenobjekt: Erläuterungen zu den häufigsten Begriffen 256 Anhang 3: Konkordanz der 218 Sterbeinschriften 257 F. Bibliografie 313

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