"Vernatürlichung": Ursprünge von Friedrich Nietzsches Entidealisierung des Menschen, seiner Sprache und seiner Geschichte bei Johann Gottfried Herder
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A classical option in philosophical thought is to view the human as a naturally cultural being. This can easily run the risk of turning into reductionism. Its epistemic boundary and its practical interest still need to be carefully considered, even today. Herder and Nietzsche do so in different, but nevertheless related, ways. This book brings their ideas together for the first time. They are considered in relation to each other and compared systematically with regard to their specific interweaving of anthropology and linguistic and historical philosophy. Siglen 0. Einleitung 0.1. Ursprünge von Nietzsches Entidealisierung des Menschen bei Herder 0.2. Nietzsches Diskurs über Herder 0.3 Stand der Forschung und Ziele der Arbeit 0.4. Einteilung 1. Der Begriff und die Methodik der Vernatürlichung des Menschen 1.1. Verschiedene Formen der Vernatürlichung des Menschen 1.2. Der Begriff der Vernatürlichung der Natur und des Menschen 1.2.1. Nietzsche: „Entmenschung der Natur“ und „Vernatürlichung des Menschen“ 1.2.2. Herder: Der Mensch in der Gott-Natur 1.3. Gegenbewegung von Vereinfachung und Vernatürlichung als „Trieb des Geistes“ 1.4. Vom Nutzen und Nachteil der Naturwissenschaften für die Vernatürlichung 1.4.1. Herder: Religiöses Vertrauen in den Wert der Naturwissenschaften für die Philosophie 1.4.2. Nietzsche: Kritische Begrenzung und Erweiterung der Philosophie durch die Naturwissenschaften 1.5. Die moralische und moralkritische Dimension der Vernatürlichung 1.5.1. Nietzsche: „Entnatürlichung der Moral“ und Entmoralisierung der Natur 1.5.2. Herder: Die Entintellektualisierung des natürlichen moralischen Gefühls 1.6. Die Methodik der Vernatürlichung 1.6.1. Das Prinzip des Funktionalismus 1.6.2. Heuristik des Funktionalismus: Analogie-Bildung 1.6.3. Vernatürlichung zwischen Naturgeschichte und Genealogie der Semantik der Natur 2. Vernatürlichung und Sprachlichkeit 2.1. Am Ursprung der Sprache 2.1.1. Herder: „Besonnenheit“ und „Besinnung“ 2.1.2. Nietzsche: „Intellekt“ 2.2. Bewusstsein als Ursprung oder Ergebnis der Mitteilung 2.2.1. Herder: Vom Bewusstsein zur Sprache 2.2.2. Nietzsche: Von der Sprache zum Bewusstsein 2.3. Die Sprache zwischen Akustik und Musik 2.3.1. Herder: Die Ursprache ist mehr als Musik 2.3.2. Nietzsche: Die Musik der Sprache ist die Musik des Lebens 2.4. Der tropische Ursprung des Begriffs 2.4.1. Anthropologische Voraussetzungen der tropischen Genealogie des Begriffs: Semiotik des Triebes bei Herder und Nietzsche 2.4.2. Metaphorisierung oder Allegorisierung der Begriffe? 2.4.3. Die unbewusste Seite der Verbegrifflichung 2.4.4. Philosophie und Dichtung bei Herder und Nietzsche 2.5. „Der Mensch schon als Tier“: Ursprung der Sprache als Ursprung des Menschen 2.5.1. Herder: Die Unterscheidung zwischen Tier und Mensch durch die Sprache 2.5.2 Nietzsche: Die Überwindung der Anthropologie zugunsten der Typologie 2.6. Das Mängelwesen, das noch nicht festgestellte Tier und die Moral 3. Entidealisierung der Geschichte 3.1. Das Vergessen und die Formen des historischen Diskurses 3.1.1. Herder: Zwischen objektivierender Geschichtsschreibung und humanisierender Geschichtsphilosophie 3.1.2. Nietzsche: Narrative Geschichtsschreibung in sich entziehenden Horizonten 3.2. Die Leistungen der Historie für das Leben nach Nietzsche und bei Herder 3.2.1. Monumentalische Geschichtsphilosophie 3.2.2. Antiquarische Geschichtsphilosophie: Der Ursprung des Menschen 3.2.3. Kritischer Gebrauch der Geschichtsphilosophie: Die Gegenwart des Menschen 3.3. Die Erzählung vom Fortschritt 3.3.1. Herder: Fortschritt der Völker zum Glück 3.3.2. Nietzsche: Fortschritt des Einzelnen in der Selbstüberwindung 3.3.3. Voltaire: Zerstörerischer Skeptiker für Herder, erster freier Geist für Nietzsche 3.4. Das Genie als Anfang von Neuem – Kritik des Geniekults 3.4.1. Herder: Das Genie zwischen Naturkräften und Sittlichkeit 3.4.2. Nietzsche: Das Genie als Schicksal 3.5. Herders Ideal der Humanität und Nietzsches „andres Ideal“ 3.5.1. Herder: Beförderung vs. Begründung der Humanität in der Welt jenseits des Nationalismus 3.5.2. Nietzsche: Freisetzung des guten, antinationalistischen Europäertums in Europa: die halb-barbarische Genesung des historischen Sinns 4. Schluss Bibliographie Namensregister Begriffs- und Sachregister
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