GERMAN

Liebe (wie) im Fernsehen: Eine wissenssoziologische Analyse

Book information

Publisher
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Year
2002
ISBN
978-3-8100-3594-3, 978-3-663-10669-2
DOI
10.1007/978-3-663-10669-2
Language
german
Format
PDF
Filesize
7 MB (7146710 bytes)
Series
Erlebniswelten 5
Edition
1
Pages
308\302
Orientation
yes
Scanned
yes
Time added
2013-08-05 01:12:09

Description

Im westlichen Kulturraum ist seit ein paar Jahrhunderten die Vorstellung vorherrschend, dass eine bestimmte Form von "Liebe" die zentrale Voraussetzung zur Stiftung von zwischengeschlechtlichen Paarbeziehungen ist. Da "Liebe" jedoch ein innerer Zustand (Gefühl) der machtvollen Zugeneigtheit ist, der zunächst nur vom Liebenden selbst wahrgenommen werden kann, bedarf es - zur Eröffnung von Paarbeziehungen - der Entäußerung dieses Gefühls. "Liebe" muss demnach dargestellt werden, und zwar gemäß der kulturell jeweils geltenden, verständlichen und hinreichend plausiblen Praktiken der Liebesdarstellung. Zu Beginn der 90er Jahre kamen mit Beziehungsshows wie z.B. Traumhochzeit und Nur die Liebe zählt nun eine Reihe von Fernsehformaten auf, die von Liebenden sowohl als Inspirationsquelle wie auch als Bühne der glaubhaften Inszenierung von Liebe genutzt werden konnten. Entlang dieser (und anderer) performativen Fernsehformate, in denen authentische Akteure Beziehungspassagen aushandeln und vollziehen, wird daher aufgrund der empirischen Untersuchung von Fernsehshows geprüft, - welche gegebenenfalls neuen Zeichen und Praktiken der (Re)Präsentation von Liebe sich identifizieren lassen und - ob es zwischen der medialen "Versendung" idealisierter Darstellungspraktiken von Liebe und den Darstellungsformen in der alltäglichen Lebenspraxis zu Austauschprozessen gekommen ist.

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