GERMAN

Die Sozialadäquanz im Strafrecht: Rechtsfigur oder Mythos?

Book information

Publisher
Duncker & Humblot
Year
2020
ISBN
9783428558445, 9783428158447
DOI
10.3790/978-3-428-55844-5
Language
german
Format
PDF
Filesize
3 MB (3534554 bytes)
Series
Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge; 291
Edition
1
Pages
330\331
Library
elibrary.duncker-humblot.com
Time added
2023-10-14 09:39:08

Description

Die Arbeit widmet sich der Rechtsfigur der Sozialadäquanz im Strafrecht, welche wie wohl keine Zweite einerseits zuhauf als Heilsbringer herangezogen, andererseits mindestens ebenso häufig in Gänze abgelehnt wird. Dies verwundert indes nur wenig, wird der Sozialadäquanz doch seitens deren Anhänger seit jeher die Kraft zugestanden, die Strafbarkeit trotz formeller Einschlägigkeit des Tatbestandes einzuschränken, wenn sich die zu beurteilende Handlung im Rahmen der gesellschaftlich bedingten Ordnung des Gemeinschaftslebens bewegt. Damit steht die Rechtsfigur freilich vor dem Spagat, die Vorgaben des Sollens nicht durch die Umstände des Seins zu durchbrechen, letztere aber gleichwohl im Strafbarkeitsverdikt zu berücksichtigen. Daher wird die lebhaft umstrittene Sozialadäquanz auf deren Grundlage sowie Berechtigung im Verbrechenssystem hin untersucht und letztlich auf die Straftheorien zurückgeführt, sodass sie als Rechtsfigur sui generis in Gestalt einer metateleologischen Reduktion begriffen wird.»Social Adequacy in German Criminal Law«German criminal law is based on codified elements of a crime as well as the prohibition of analogy. Accordingly, written law is of utmost importance and criminal judges have no dispensing power. This leads to criminal liability, although an action corresponds to usual business practice or social behavior. The ›Sozialadäquanz‹ is a legal instrument which seeks a way out in order to reduce the risk of criminal liability.

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