Kratylos
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Platon: Sämtliche Werke. Band 1, Berlin [1940], S. 541-617. Entstanden zwischen 393 und 388 v. Chr. Erstdruck (in lateinischer Übersetzung durch Marsilio Ficino) in: Opera, Florenz o. J. (ca. 1482/84). Erstdruck des griechischen Originals in: Hapanta ta tu Platônos, herausgegeben von M. Musoros, Venedig 1513. Erste deutsche Übersetzung durch J. G. Zierlein in: Magazin der deutschen Kritik, herausgegeben von C. von Schirach, Band 1/2, Halle 1772. Der Text folgt der Übersetzung von Julius Deuschle von 1855. Platons Dialog Kratylos ist wenn nicht der Beginn so doch erster Höhepunkt der westlichen Sprachphilosophie. Im Spannungsfeld der Frage, ob sprachliche Bedeutung eine konventionelle oder natürliche Grundlage hat, werden fundamentale Grundbegriffe wie Satzwahrheit, Namensfunktion, Abbildfähigkeit und semantische Kompositionalität sprachlicher Einheiten im Rahmen eines angedeuteten ontologischen Gesamtansatzes erörtert.An dem fiktiven, literarisch gestalteten Gespräch sind drei Personen beteiligt: Platons Lehrer Sokrates, der Philosoph Kratylos, nach dem der Dialog benannt ist, und dessen Freund Hermogenes.