GERMAN

Situationseröffnungen: Zur multimodalen Herstellung fokussierter Interaktion

Book information

Publisher
Gunter Narr Verlag; 1. Edition
Year
2010
ISBN
3823364383, 9783823364382
Language
german
Format
PDF
Filesize
19 MB (19670495 bytes)
Series
Studien zur deutschen Sprache: Forschungen des Instituts für deutsche Sprache
Pages
386\394
Time added
2024-11-16 16:36:24

Description

In einer theoretischen Einleitung führt der Band aus einer multimodalen Perspektive in Aspekte und Probleme der Herstellung fokussierter Interaktion ein, die sich dann stellen, wenn man Situationseröffnungen auf der Grundlage von Videoaufzeichnungen analysiert. Dabei wird - kontrastiv zu etablierten Untersuchungen verbaler Gesprächseröffnungen - das spezifische interaktive Anforderungsprofil bei der multimodalen Situationsherstellung verdeutlicht. Der Band vereint fünf umfangreiche empirische Untersuchungen (Datengrundlage: Deutsch, Französisch und Italienisch) auf der Basis verschiedener Situationstypen: Filmset, Arbeitssitzungen, Videokonferenzen, Raclette-Essen sowie Wegauskünfte und zufällige Treffen im Supermarkt. Die Untersuchungen fokussieren die für den jeweiligen Situationstyp konstitutiven Aspekte von Situationseröffnungen. Die einzelnen Beiträge zeigen die von den Interaktionsbeteiligten gemeinsam konstituierte Ordnungsstruktur, deren sequenzielle und segmentale Spezifik, das interaktive Anforderungsprofil und die bei der Herstellung der Situationseröffnung eingesetzten Techniken und Verfahren in jeweils fallbezogener Weise. Im zusammenfassenden Vergleich der fallspezifischen Ergebnisse werden erste Einblicke in die allgemeine Struktur und Spezifik der multimodalen Situationseröffnung deutlich. Neben der Dichte gleichzeitig stattfindender Koordinationsleistung wird dabei vor allem die Bedeu-tung der der formellen Situationseröffnung vorangehenden Interaktion im Sinne einer Heraus-lösung und Vorbereitung deutlich. Die Untersuchungen verweisen so ganz grundsätzlich auf die Relevanz interaktiver Vorgängigkeit und die Notwendigkeit diesen Aspekt interaktions-theoretisch und konzeptuell auszuarbeiten und die etablierte Sicht auf Interaktion als gegebene Stücke mit klaren Grenzen zu reflektieren.

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