Judit - über Schönheit, Macht und Widerstand im Krieg: Eine feministisch-intertextuelle Lektüre
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Das Buch Judit enthält eine Vielzahl intertextueller Bezüge. Vorbilder für die Juditfigur waren nicht nur Mose, David und Judas Makkabäus, sondern auch biblische Frauengestalten, die Gewalt erfahren oder selber ausüben, ebenso wie weibliche Personifikationen der Stadt Jerusalem. Im Zentrum der Studie steht das Lied in Jdt 16,1-17, das eine theologische Deutung der Ereignisse des Juditbuches liefert und die Aussage vertritt, dass Gott Kriege zerschlägt. Das Buch Judit wird im intertextuellen biblischen Dialog als ein Plädoyer für Widerstand gegen Gewaltregime gelesen, nicht mit den Mitteln des Krieges, sondern mit dem strategischen Einsatz weiblicher Schönheit. A. Eine feministisch-intertextuelle Lektüre des Juditbuches – Methologische Überlegungen 1. Genderforschung und feministische Exegese 2. Intertextualität als Interpretationshorizont 2.1 Intertextualität in der (post-)strukturalistischen Literaturwissenschaft 2.2. Intertextualität im Rahmen einer rezeptionsorientierten Hermeneutik 2.3. Intertextuelle Bibellektüre 2.4. Der Kanon und die Textwelt Judits B. Das Juditbuch im Horizont der Kriegs- und Geschlechterproblematik 1. Krieg und Gender in der ersttestamentlichen Exegese 1.1. Exegese in geschichtlicher Verantwortung 1.2. Exegese in gendersensibler Perspektive 2. Krieg und Gender in der feministischen Forschung 2.1. Das Gender des Krieges 2.2. Gewalt gegen Frauen im Krieg 3. Krieg und Gender im Buch Judit 3.1. Krieg, Gewalt und die Gottesfrage 3.2. Krieg, Gewalt und die Geschichtsfrage 3.3. Krieg, Gewalt und die Geschlechterfrage C. Ein „Text im Text“ — Jdt 16,1b-17 im Kontext des Juditbuches 1. Der narrative Aufbau des Juditbuches 2. Jdt 16,1b-17 als letzte Sprechhandlung des Buches D. Ein Close Reading von Jdt 16,1b-17 1. Vorbemerkungen 1.1. Eine Debatte löst sich auf — Die Literarkritik zu Jdt 16,1b-17 1.2. Der Aufbau von Jdt 16,1b-l7 2. Ein Lied über Krieg, Bedrohung und Rettung (Jdt 16,1b-12) 2.1. Keine pazifistische Romantik, aber ein kriegskritischer Realismus (Jdt 16,1b-2) 2.2. Assurs Kriegsgelüste sind keine Hirngespinste (Jdt 16,3-4) 2.3. Judits Hand rettet Israel (Jdt 16,5-9) 2.4. Israels Befreiung 3. Ein Loblied auf den wahren und einzigen Gott (Jdt 16,13-17) 3.1. Die Größe Gottes (Jdt 16,13) 3.2. Gott in der Schöpfung (Jdt 16,14-15b) 3.3. Das Motiv der Gottesfurcht (Jdt 16,15c-16) 3.4. Gott als Richter der Völker (Jdt 16,17) 4. Ein Lied in hellenistischer Zeit — Keine Textsortenbestimmung 4.1. Zwischen Hymnus und Danklied. Ein griechischer Text und die hebräische Poesie 4.2. Das Juditlied in seiner epideiktischen Funktion E. Macht — Schönheit — Gewalt. Jdt 16,1b-17 als Abschluss eines intratextuellen Gewebes 1. Macht und Gewalt 1.1. Die Gewalt der Mächtigen und die Macht der Gewalt 1.2. Die Suche nach einer Sprache der Gewalterleidenden 1.3. Die Macht der Gewaltunterbrechung 2. Schönheit und Macht - Widerstand am Ort der Ausbeutung 2.1. Judits Schönheit 2.2. άπάτη im Buch Judit - Eine Politik der Täuschung 2.3. Die Schönheit und der Blick - Eine Vorführung männlicher Phänomenologie in Jdt 10 2.4. Mimetische Schönheit als Maskerade und Widerstand F. Das Buch Judit im intertextuellen Gefüge der Septuaginta 1. Frauen und Krieg — Über Ideologinnen, Täterinnen und Mittäterinnen 1.1. Frauen besingen das Ende von Kriegen 1.2. Kopfjägerinnen — Gewalt ist kein männliches Phänomen 2. Interfiguralität sprengt Geschlechterformationen 2.1. Judit als Mosegestalt 2.2. Klein gegen groß - Judit und David 2.3. Der männlichen Geschichtsschreibung in 1,2 Makk etwas entgegensetzen 3. Judit und die Stadt — Literarische Formen der Repräsentation 3.1. Die Witwe Zion und die Witwe Judit 3.2. Judit trägt den Schmuck der Töchter Zions 3.3. Ver- und Entkörperung - Die andere Sprache G. Verwirrung und Politik Anhang 1. Eine Übersetzung von Jdt 16,1 b-17 mit intertextuellem Apparat 2. Literaturverzeichnis 3. Stellenregister
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