Deutsche Fachtexte der frühen Neuzeit: Naturkundlich-medizinische Wissensvermittlung im Spannungsfeld von Latein und Volkssprache
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Despite German specialist texts in the fields of medicine, pharmacy and botany making up a considerable proportion of early printed texts, they have been largely ignored by linguistic research. Early scientific printed texts are of particular significance for text linguistics and pragmatics if sufficient attention is paid to their projected reader-ship among non-specialists; in order to prepare specialist knowledge for the 'common man' and enhance their viability in the market place, it was necessary to 'package' the books effectively with regard to presentation, text and style. Numerous texts have been analysed to trace the wide range of techniques used to propagate knowledge in the vernacular and to consider the extent to which they depend on Latin models from Classical Antiquity, the Middle Ages and the Renaissance. The strategies deployed to popularise the contents and optimise the texts play an important part in the development of modern non-fiction. Vorwort Tabellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis 1 Einleitung 2 Deutsch-lateinischer Sprachenkontakt: ein Forschungsüberblick 2.1 Die deutsch-lateinische Diglossiesituation bis zum Beginn der Neuzeit 2.2 Der direkte Kontakt: Übersetzungsliteratur und Deutsch-Latein in zweisprachigen Texten 2.3 Der Einfluß des Lateinischen auf das Deutsche 2.4 Latein versus Deutsch: schriftliche versus mündliche Varietät? 2.5 Zusammenfassung 3 Historische Fachprosaforschung: Das Wissen und seine Vermittlung 3.1 Schwerpunkte mediävistischer Fachprosaforschung 3.2 Kommunikationsrelevante Veränderungen durch das Medium Buchdruck 3.3 Sprachwissenschaftliche Ansätze zur Analyse der Textkonstitution von Fachtexten 3.4 Zusammenfassung und Ausblick 4 Anlage und Ziele der Untersuchung 4.1 Das Textkorpus 4.2 Zur Analyse der Textorganisation volkssprachiger Fachtexte 4.3 Zur Analyse des Einflusses lateinischer Vorbilder 4.4 Fachtextkonstituierende Faktoren im Überblick 5 Frühneuzeitliche Kräuterbücher und ihre makrostrukturelle Textorganisation 5.1 Kurzcharakterisierung der Kräuterbücher des Untersuchungskorpus 5.2 Titelblatt und Kolophon in frühneuzeitlichen Kräuterbüchern 5.3 Orientierungshilfen in den deutschen Kräuterbüchern 5.4 Anordnungsprinzipien und Kapitelüberschriften in lateinischen und deutschen Kräuterbüchern 5.5 Zusammenfassung 6 Struktur und Inhalt der Vorworte 6.1 Zum Untersuchungsgegenstand 6.2 Themen und Motive in den Vorworten der volkssprachigen Kräuterbücher 6.3 Syntaktisch-stilistische Untersuchungen in Leservorreden 6.4 Die rhetorische Struktur von Widmungsvorreden am Beispiel des Vorwortes bei Camerarius (1585/1624) 6.5 Der ,Sprachenstreit‘ und seine rhetorisch-stilistischen Konsequenzen 6.6 Zusammenfassung 7 Die humanistischen Stilvorgaben und ihr Einfluß auf die volkssprachige Fachprosa 7.1 Das genus humile in den Elementa Rhetorices des Philipp Melanchthon (1531) 7.2 Der Ciceronianismus und die damit verbundenen Stilvorstellungen 7.3 Humanistische Vorgaben zur Reformierung der Volkssprache 7.4 Die proprietas verborum im Deutschen 7.5 Zusammenfassung 8 Deutsch-lateinische Interdependenz in den Werken der Gart-Tradition 8.1 Zur Überlieferungsgeschichte der Gart-Werke 8.2 Grob- und Feingliederung in der Gart-Tradition 8.3 Zur Reihenfolge der Kapiteleinträge im Großabschnitt De Animalibus 8.4 Zusammenfassung 9 Frühneuzeitliche Kräuterbücher und ihre mikrostrukturelle Textorganisation 9.1 Die Binnengliederung des Kapitels Sabina in den lateinischen Werken 9.2 Zur Variation der Binnengliederung bei Otho Brunfels (1530 und 1531) 9.3 Beobachtungen zur Stabilität der Binnengliederung in lateinischen Werken 9.4 Die Binnengliederung des Kapitels Sadebaum in den deutschen Werken 9.5 Zur Variation der Binnengliederung bei Otto Brunfels (1532 und 1537) 9.6 Beobachtungen zur Stabilität der Binnengliederung volkssprachiger Werke 9.7 Zusammenfassung 10 Die Darstellung des ,Sadebaums’ in der Kräuterbuchliteratur 10.1 Der Sadebaum im Gart der Gesundheit (1485) 10.2 Der Sadebaum im Circa instans und im Hortus sanitatis (1491) 10.3 Der Sadebaum bei Rößlin (1535) und Dorstenius (1540) 10.4 Der Sadebaum in den lateinischen Kräuterbüchern von Fuchs (1542) und Lonitzer (1551) 10.5 Der Sadebaum in den volkssprachigen Kräuterbüchern von Fuchs (1543) und Lonitzer (1557) 10.6 Der Sadebaum bei Brunfels (1536/1537) 10.7 Der Sadebaum bei Bock (1551/1556) und Kyber (1552) 10.8 Der Sadebaum bei Handsch (1563) und Camerarius (1586) 10.9 Der Sadebaum bei Tabernaemontanus/Braun (1591) und in der erweiterten Ausgabe von 1731 10.10 Zusammenfassung 11 Die Übertragung eines antiken Textes: die Celsus-Übersetzung durch Johann Küffner (1531 und 1539) 11.1 Zur Übersetzungsadäquatheit der volkssprachigen Version 11.2 Zur Wiedergabe lateinischer Fachbegriffe in der deutschen Übersetzung 11.3 Strategien der Wissensvermittlung 11.4 Zusammenfassung 12 Volkssprachige Chirurgie für (angehende) Wundärzte 12.1 Zur Auswahl des Inhalts in der ,kleinen‘ und ,großen Chirurgie‘ 12.2 Popularisierungstendenzen in der ,kleinen Chirurgie‘ 12.3 Strategien der Wissensvermittlung in der ,großen Chirurgie‘ 12.4 Zusammenfassung 13 Frühe gedruckte Fachprosa und ihre späteren Bearbeitungen 13.1 Das Feldbůch der wundtartzney von Hans von Gersdorff (1517) und das Feld vnd Stattbůch Bewerter Wundtartznei von Walther Hermann Ryff (1556) 13.2 Die Destillierbücher Hieronymus Brunschwigs (1500, 1512) und ihre Bearbeitungen (ca. 1556 und 1610) 13.3 Zusammenfassung 14 Deutsche Fachtexte der frühen Neuzeit – ein Resümee 14.1 Zur Makro- und Mikrostruktur in volkssprachigen Kräuterbüchern 14.2 Der Einfluß der Textorganisation lateinischer Werke auf die volkssprachigen Kräuterbücher 14.3 Strategien der volkssprachigen Umsetzung lateinischer Werke 14.4 Verfahren der Textoptimierung in ausgewählten volkssprachigen Bearbeitungen Bibliographie 1 Quellenverzeichnis 1.1 Kräuterbücher und Materia medica-Texte 1.2 Medizinisch-arzneikundiche Schriften 2 Sekundärliteratur Namenregister Sachregister
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