GERMAN

Die historische Entwicklung der Eheverbote wegen Verwandtschaft und Schwägerschaft vom Reichspersonenstandsgesetz bis zum Eheschließungsrechtsgesetz (1875 bis 1998)

Book information

Publisher
Duncker & Humblot
Year
2023
ISBN
9783428587414, 9783428187416
DOI
10.3790/978-3-428-58741-4
Language
german
Format
PDF
Filesize
2 MB (1822465 bytes)
Series
Schriften zur Rechtsgeschichte; 210
Edition
1
Pages
388\389
Library
elibrary.duncker-humblot.com
Time added
2023-10-14 10:37:21

Description

Der Autor untersucht die historische Entwicklung der Eheverbote wegen Verwandtschaft, Schwägerschaft und Geschlechtsgemeinschaft seit Gründung des deutschen Nationalstaates. Nach einem Überblick über die Zeit ab der römischen Antike stellt das Reichspersonenstandsgesetz von 1875, das erstmals das deutsche Eheverbotsrecht seinem Umfang nach vereinheitlichte, den eigentlichen Ausgangspunkt der Untersuchung dar. Im Anschluss wird der Gang der Gesetzgebung bis 1998 dargestellt, der erst nach 1946 eine stetige Reduzierung der Eheverbote erkennen lässt. Die Gründe für diese wechselhafte Geschichte liegen nach Ansicht des Autors in den gravierenden Unterschieden der politischen und weltanschaulichen Rahmenbedingungen in Kaiserreich, Nationalsozialismus, unter alliierter Besatzung, in der Deutschen Demokratischen Republik und in der Bundesrepublik. Abschließend wird untersucht, ob und inwiefern sich die verbliebenen Eheverbote wegen Verwandtschaft unter dem Grundgesetz rechtfertigen lassen.»The Historical Development of Marriage Bans on Grounds of Kinship and Affinity from the Empire Personal Status Act (Reichspersonenstandsgesetz) to the Marriage Law Act (Eheschließungsrechtsgesetz) (1875 to 1998)«: The author examines the history of marriage bans on grounds of kinship, affinity, and sexual union since the founding of the German nation-state. Because of the changing political and ideological conditions in the German Empire, National Socialism, under Allied occupation, in the German Democratic Republic and in the Federal Republic, the tendency of their steady reduction finally becomes apparent only after 1946. Complete abolition, on the other hand, is not recommended.

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