Die Rezeption der Sinaitradition im Evangelium nach Johannes
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Inwiefern und wozu wird im Johannes-Evangelium die Erzählung von der Offenbarung Gottes am Sinai mit der Übermittlung des Gesetzes durch Mose rezipiert? Eduard Käfer zeigt, dass das vierte Evangelium die Sinaitradition an bedeutsamen Stellen (1,14-18; 5,37f.; 6,31f.45f. und 10,34-36) in deutlich markierter Weise, oftmalig vermittelt durch andere biblische Texte und durch außerbiblisch-exegetische Traditionen, rezipiert. Dabei wird ein eigenständiges Profil deutlich: Die Sinaioffenbarung wird hochgeschätzt, aber aufgrund einer "figuralen Leseweise" (R. Hays) als Zeugnis von Jesus Christus, dem Sohn Gottes aufgefasst. Es eröffnet so die Möglichkeit, mittels verschiedener Bezüge die Identität Jesu Christus darzustellen, seinen Hoheitsanspruch als plausibel zu erweisen und Missverständnisse seiner Gesprächspartner aufzuzeigen. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Kapitel 1: Einleitung 1. Annäherung an das Thema und die Fragestellung 2. Methodologische Überlegungen 2.1 Intertextualität: Herkunft, Bedeutung und Kritik 2.2 Der Begriff der Intertextualität in dieser Arbeit 2.3 Intertextualität in Relation zur Trias Autor, Text, Leser 2.3.1 Ein Modell der intertextuellen Lektüre 2.3.2 Intertextuelle Markierungen und traditionelle Termini für Textbezüge 2.3.3 Das Problem der Kontextrezeption und der Begriff „Echo“ 2.4 Zusammenfassung 3. Zur Vorgehensweise Kapitel 2: „Die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden“: Die Rezeption der Sinaitradition in Joh 1,14–18 1. Desintegration 2. Digression 2.1 Ex 32ff. gemäß MT 2.2 Ex 32ff. gemäß LXX 2.3 Innerbiblische Rezeption der Namensoffenbarung 2.4 Ex 32ff. gemäß den Targumim 2.5 Ex 32ff. in weiteren (früh-)jüdischen Auslegungen 2.6 Zusammenfassung 3. Echos und Entsprechungen 4. Reintegration 4.1 Abgrenzung und Funktion von Joh 1,14–18 4.2 Gliederung 4.3 Syntaktische Struktur und Übersetzung von Joh 1,14–18 4.4 Interpretation der intertextuellen Bezüge innerhalb des Prologs 4.5 Zusammenfassung Kapitel 3: „Weder habt ihr jemals seine Stimme gehört, noch habt ihr seine Gestalt gesehen, und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch“: Die Rezeption der Sinaitradition in Joh 5,37f 1. Desintegration 2. Digression 2.1 Annäherung 2.2 Die Sinaitradition nach dem MT 2.3 Die Sinaitradition nach der Septuaginta 2.4 Die Sinaitradition nach den Targumim 2.5 Die Sinaitradition in (früh-)jüdischen Deutungen 2.6 Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse 3. Echos und Entsprechungen 4. Reintegration 4.1 Abgrenzung und Funktion der Jesusrede in Joh 5 4.2 Gliederung 4.3 Syntaktische Struktur und Übersetzung von Joh 5,31–47 4.4 Interpretation der intertextuellen Bezüge innerhalb der Jesusrede 4.5 Zusammenfassung Exkurs: Wochenfest und Sinaitradition Kapitel 4: Das Leben schenkende Brot vom Himmel und die endzeitliche Gottesgelehrheit: Die Rezeption der Sinaitradition in Joh 6,31f.45f 1. Desintegration 2. Digression I: Die Mannatradition 2.1 Herkunft des Zitats in Joh 6,31 2.2 Sinaibezüge in anderen Manna-Texten des MT und der LXX 2.3 Sinaibezug in Ps 77 LXX? 2.4 Sinaibezüge in Philos Deutung der Mannaepisode 2.5 Sinaibezüge in (früh-)jüdischen Deutungen der Mannaepisode 2.6 Mose als Geber/Vermittler des Mannas in (früh-)jüdischen Texten 2.7 Zusammenfassung 3. Echos und Entsprechungen 4. Digression II: Die Tradition von der endzeitlichen Gottesgelehrtheit 4.1 Herkunft des Zitats in Joh 6,45 4.2 Jes 54,13 in seinem Kontext 4.3 Targum Jes 54,13 in seinem Kontext 4.4 Weitere (früh-)jüdische Deutungen von Jes 54,13 4.5 Zusammenfassung 5. Echos und Entsprechungen 6. Reintegration 6.1 Abgrenzung und Funktion der Jesusrede in Joh 6 6.2 Gliederung 6.3 Syntaktische Struktur und Übersetzung von Joh 6,26–71 6.4 Interpretation der intertextuellen Bezüge innerhalb der Jesusrede 6.5 Zusammenfassung Kapitel 5: „Wenn er jene Götter nannte, an die das Wort Gottes erging“: Die Rezeption der Sinaitradition in Joh 10,34ff 1. Desintegration 2. Digression 2.1 Herkunft des Zitats in Joh 10,34 2.2 Ps 81 LXX 2.3 Targum Ps 82 2.4 (Früh-)jüdische Auslegungstraditionen zu Ps 82 2.5 Zusammenfassung 3. Echos und Entsprechungen 4. Reintegration 4.1 Abgrenzung und Funktion der Jesusrede innerhalb des JohEv 4.2 Gliederung 4.3 Syntaktische Struktur und Übersetzung von Joh 10,22–39 4.4 Interpretation der intertextuellen Bezüge in der Rede Jesu 4.5 Zusammenfassung Kapitel 6: Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen Literaturverzeichnis Stellenregister Personenregister Sachregister
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