Einfache Formen: Legende, Sage, Mythe, Rätsel, Spruch, Kasus, Memorabile, Märchen, Witz
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Even 50 years after the publication of the first edition, the basic concept of this book is still valid namely to establish the determining contours of fundamental narrative forms, which the author understands as morphological archetypes – in the Goethean sense. With mainly anonymous authors, they occupy an intermediate position between “popular” and “literary” writing, as evidenced by the fact that they are an object of research for both ethnologists and literary scholars. GELEITWORT EINFÜHRUNG I. Die drei Richtungen der Litteraturwissenschaft – Schönheit, Sinn, Gestalt II. Sprache und Litteratur III. Sprache als Arbeit – Erzeugen, Schaffen, Deuten IV. Litterarische Formen LEGENDE I. Die Heiligen der Acta Sanctorum II. Der Kanonisationsprozeß III. Tätige Tugend und strafbares Unrecht – Vergegenständlichung – Wunder – Reliquie IV. Geistesbeschäftigung der Legende – imitatio und imitabile V. Person – Gegenstand – Sprache – Vita und historische Lebensbeschreibung VI. Beispiel – die Sprachgebärde – dreimaliger Aufbau – Legende-Vita: potentielle - aktuelle Form – Einfache Form – Gegenwärtige Einfache Form VII. Erweitertes Beispiel: der heilige Georg VIII. Gegenform – der Unheilige – Antilegende IX. Die Geistesbeschäftigung der imitatio an andern Stellen – Pindars Siegeslieder – Begründungslegende X. Legende in unserer Zeit SAGE I. Bedeutungsübergänge und Bedeutungsentwertung der Formnamen II. Die isländischen sogur III. Die Geistesbeschäftigung der Sage – Kennworte: Familie, Stamm, Blutsverwandtschaft IV. Gegenbeispiel – Beispiel – die Sprachgebärde der Sage – Beweglichkeit – griechische Sage – Vergegenwärtigte und Einfache Form: Saga und Sage V. Die „Urform“ der Stoffgeschichte – Sage und Epos – Nibelungenlied VI. Sage im Alten Testament – Antisage – Erbsünde – Darwinismus – Stammbaum-Roman – Gegenstand und Person der Sage MYTHE I. Definitionen – Jacob Grimms Begriff II. Mythologie und Mythus – Beispiel aus Genesis – Frage und Antwort – Orakel – Mythe und Mythus – Beschaffenheit: Schöpfung III. Mythe – Erkenntnis –μυϑος: Wahrsage – Geistesbeschäftigung, Kennwort: Wissen, Wissenschaft 108 IV. Der Aetnamythus bei Pindar – Mythologie V. Die Bezogene Form – Beispiel – Platons Mythen VI. Das Geschehen in der Mythe – Besonderheit der Sprachgebärde VII. Tell – Wandermythen – die Mythen vom rettenden Wesen VIII. Untergangsmythe – Symbol RÄTSEL I. Sammlungen und Methoden der Rätselforschung II. Mythe und Rätsel III. Examen – Gerichtssitzung – Sphinxrätsel – Ilorätsel – Halsrätsel IV. Grund der Verrätselung – Weihe und Bund V. Was wird verrätselt? VI. Wie wird verrätselt? – Sondersprache – Sprachgebärde des Rätsels VII. Sondersprache und Form des Rätsels – doppelte Lösung VIII. Die Geistesbeschäftigung des Wissens – Beispiele – die Rune SPRUCH I. Definitionen – Seilers Deutsche Sprichwörterkunde II. Geistesbeschäftigung: Erfahrung – die Vergegenwärtigungen III. Die Welt der Empirie – Klugrede IV. das Geflügelte Wort – „Volk“ und „Persönlichkeit“ – die behauptende Art – Sprache des Sprichworts – Stilmittel – klangliche Bewegung – „Bild“ – Vergegenwärtigung und Geistesbeschäftigung – Apophthegmata – Emblem KASUS I. Das System der Einfachen Formen – neue Namen II. Beispiel – qualitatives und quantitatives Messen von Recht und Unrecht – die Norm Gesetzesparagraph – Exempel und Beispiel – Geistesbeschäftigung des Kasus – Streuung der Normen III. Die auswechselbaren Bestandteile – Übergang zur Kunstform – Novelle IV. Weitere Beispiele – Geist und Buchstabe des Gesetzes V. Der indische Kasus VI. Kasus des Gefühls und Geschmacks – der Logik – der Minne – der Theologie – Lohn als Gegenstand – Kasuistik – Psychologie MEMORABILE I. Beispiel: ein Tagesereignis – Bericht und Zeitungsausschnitt II. Ein Geschichtsausschnitt III. Die Staffelung und das Gerinnen – Memorabile und Historie IV. Die Geistesbeschäftigung mit dem Tatsächlichen – das Konkrete – Dokument als Gegenstand V. Beispiele – das Glaubwürdige – die Welt der Historie MÄRCHEN I. Name – Arten – Gattung Grimm – Sprache und Dichtung II. Grimm - Arnim – Naturpoesie und Kunstpoesie – Einfache Formen und Kunstformen III. Die toscanische Novelle – Geschichte des Märchens IV. Märchen als Einfache Form – Formende Gesetzlichkeit in Novelle und Märchen V. Fest, besonders, einmalig – beweglich, allgemein, jedesmalig – die Sprachgebärde VI. Geistesbeschäftigung: naive Moral – die tragische Welt – Sprachgebärden des tragischen Märchens – das Wunderbare als Selbstverständliches – Sprachgebärden des Märchens – der Gegenstand des Märchens WITZ I. Arten – Geistesbeschäftigung: Lösen und Entbinden – in der Sprache – in der Logik – in der Ethik II. Das Komische – das Unzulängliche – Spott III. Satire – Ironie – in Kunstformen – das Strenge – Scherz IV. Zweifache Funktion – autonome Figuren – die Welt des Komischen – Karikatur als Gegenstand AUSBLICK Zusammenfassung – Erweiterung des Kreises – die Sprachgebärde – Weiterordnung und Weiterführung INHALT
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