GERMAN

Memoiren 1918-1934

Book information

Publisher
Dtv
Year
1972
ISBN
3421015414, 3423008601
Language
german
Format
PDF
Filesize
23 MB (24414354 bytes)
Volume
1
Pages
\757
Topic
History\\Memoirs, Biographies
Orientation
yes
Scanned
yes
Time added
2024-08-15 10:51:34

Description

2 Bände in 1.Als Hindenburg den Reichskanzler Brüning mit den Worten: »Diese Regierung muß weg, weil sie unpopulär ist« zum Rücktritt aufforderte, war das Ende der Weimarer Republik besiegelt. Hitler setzte später die Legende in die Welt, er habe die Regierung in einer für das deutsche Volk hoffnungslosen Situation übernommen. Diese Legende wird durch diese Memoiren gründlich zerstört. In Wirklichkeit standen die Verhandlungen über das Ende der Reparationen vor dem Abschluß, waren Maßnahmen zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise eingeleitet. Aber Brüning konnte noch keine Erfolge aufweisen. Er mußte schweigen, um die endgültige Lösung der Probleme nicht zu gefährden. Seine Schuld war es, daß er sich auf den völlig überforderten, von Intriganten umgebenen Reichspräsidenten Hindenburg stützte. Seine Tragik, daß er von diesem im Stich gelassen wurde. Die Niederschrift der Memoiren erfolgte unter dem frischen Eindruck des Erlebten. Sie geben eine sehr genaue, ins Detail gehende Auskunft über Brünings Regierungszeit. Höhepunkte sind die Gespräche mit Hindenburg, Schleicher, Groener, Hugenberg, Hitler, Strasser, Mussolini, Briand und MacDonald. Der Autor Heinrich Brüning (1885-1970) war von 1920 bis 1930 Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes und wurde 1930 als Führer der Zentrumsfraktion Reichskanzler. Mit Notverordnungen suchte er die schwere Wirtschaftskrise zu bekämpfen, konnte aber das Anwachsen der radikalen Parteien nicht verhindern. Infolge der schweren Angriffe der Rechtsparteien verlor er schließlich das Vertrauen Hindenburgs und wurde 1932 von ihm entlassen. 1934 emigrierte er in die USA und wurde Professor an der Harvard-Universität. Zwischen 1951 und 1954 war er zeitweilig Professor in Köln.

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