Auf segelbeflügelten Schiffen das Meer befahren: Das Erlebnis der Schiffsreise im späten Hellenismus und in der Römischen Kaiserzeit
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navibus velivolis magnum mare saepe cucurri / „auf segelbeflügelten Schiffen habe ich oft das große Meer befahren“ – so lautet eine kaiserzeitliche Inschrift aus Brundisium. In der Antike war die Seefahrt eine vergleichsweise bequeme, schnelle und preiswerte Art der Fortbewegung, die sich insbesondere dazu eignete, weite geographische Räume zu erschließen. Dementsprechend reich ist die Überlieferung an antiken Texten, die sich in den unterschiedlichsten Zusammenhängen mit Reisen zu Schiff befassen. Der Sammelband widmet sich diesen Texten in althistorischen und altphilologischen Herangehensweisen und stellt dabei das Erlebnis der Seereise als kulturelles Phänomen in den Mittelpunkt. Der zeitliche Bogen reicht von Texten aus dem 1. Jahrhundert v.Chr. bis hin zu Darstellungen aus der späten Kaiserzeit. Methodisch wird eine doppelte Zielsetzung verfolgt: Zum einen analysieren die 18 Beiträge die Erlebnishorizonte der antiken Reisenden, zum anderen untersuchen sie die Art und Weise der literarischen Darstellung von Seereisen und fragen nach der Funktion der textuellen Gestaltung. Cover Title Page Copyright Table of Contents Vorwort Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Einleitung von Mario Baumann und Susanne Froehlich Teil I: Mobilität auf dem Mittelmeer Reale und fiktionale Erlebnishorizonte »Schiffe, dem Tode willkommene Mittel«. Eine technikhistorische Betrachtung der Sicherheit römischer Handelsschiffe von Thomas N. Kirstein, Sebastian Ritz und Alwin Cubasch Beim Sturm mit den Weibern um die Wette heulen? Frauen auf Schiffsreisen im literarischen Diskurs – von Seneca bis Synesios (Synes. epist. 5) von Nicola Zwingmann Reiseerfahrungen am Ende der Republik. Das Beispiel Ciceros in seinen Briefen von Yasmina Benferhat »Kein Ruder und kein Wind schienen schnell genug«. Die Schiffsreise in Ciceros erster Philippica von Marcus Hellwing Paulus und das Mittelmeer von Peter Pilhofer Die Wahl des Schiffes und ihre Motivik zur Zeit der Zweiten Sophistik. Ein Beitrag zur Sinnbildhaftigkeit des gewählten Verkehrsmittels für den Charakter einer Reise innerhalb kaiserzeitlicher Gelehrtenbiographien von Christian Fron »Von Wind und Tag verlassen«. Eine knappe Poetologie der Seekrankheit bei Rutilius Namatianus von Isabell Höhler Teil II: Nautik und Götter Reisen unter göttlichem Schutz Mit Göttern reisen. Das Propemptikon für Maecius Celer (Statius silvae 3,2) von Helmut Krasser Sint fluctus, celerem valeant qui pellere puppem. Die poetische Vision der gelungenen Seefahrt im Oceanus-Hymnus (Anth. Lat. I2, 718 R.) von Boris Dunsch Seefahrt mit Dame. Schutz- und Geleitvorstellungen am Beispiel der Aphrodite, Venus und Isis von Bernadette Descharmes Seenot und die Hilfe der Götter bei Aelius Aristides von Jens Börstinghaus Zwillinge an Bord. Die Schiffsreise des Apostels Paulus nach Puteoli und der Verweis auf die Dioskuren in Apg 28,11 von Karl Matthias Schmidt Teil III: Poetik der Seereise. Das Meer als literarisch gestalteter Raum Schiffbruch mit Homer und Hesiod. Ethisches und Poetisches in einigen frühhellenistischen Epigrammen von Doris Meyer »Den Rand der Küste lesen«. Die Metapher der Seefahrt und die Metonymie der Erde in Vergil, Georgica 2,35–46 von Christian D. Haß Mare naufragum. Motivik, Poetik und Funktion nautischer Szenen in Horazens lyrischen Gedichten von Johannes Breuer Poeta und gubernator. Eumolp und die Poetik des Schiffbruchs bei Petron (Sat. 100–115) von Ulrike Egelhaaf-Gaiser Die Schiffsreise in Flavischer Zeit. Literarische Repräsentationen von ›Raum‹, ›Zeit‹, ›Wissen‹/› Tradition‹ und ›Herrscha ‹ von Nina Mindt Bildbetrachtung unter dem Segel der Rhetorik. Eine Kreuzfahrt in den Eikones Philostrats des Älteren von Cordula Bachmann Verzeichnis der Autorinnen und Autoren Register Faltkarte
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