GERMAN

Konditionalität als Instrument europäischer Governance : Typen, Ziele, Implementierung

Book information

Publisher
Stiftung Wissenschaft und Politik
Year
2022
Language
german
Format
PDF
Filesize
781 kB (799813 bytes)
Series
SWP Studie, 2022/6
Pages
38\38
Topic
Other Social Sciences\\Politics: International Relations
Orientation
yes
Paginated
yes
Scanned
portrait
Time added
2024-09-22 05:38:47

Description

∎ Das Konditionalitätsprinzip hat sich in der Europäischen Union von einem Element ihrer auswärtigen Politik zu einem Instrument der Governance in der EU entwickelt. ∎ Dabei können verschiedene Typen der Konditionalität in der EU unter-schieden werden: a) die Eintrittskonditionalität; b) die Governance-Konditionalität, die mit Hilfe der europäischen Ausgabenpolitiken gesteuert wird, und c) die Hebelkonditionalität, mit der verschiedene Politikbereiche miteinander verknüpft werden. ∎ Gegenwärtig ist insbesondere die Hebelkonditionalität heftig umstritten. Diesem Typus ist auch die Rechtsstaatskonditionalität zuzuordnen. ∎ Um angesichts dieser Konflikte das Konditionalitätsprinzip als Instrument europäischer Governance zu festigen, sollte sich die Europäische Union auf verschiedene Anpassungen des Prinzips verständigen. ∎ Hierzu gehören die Verankerung des Konditionalitätsprinzips in den europäischen Verträgen und darauf aufbauend die Konkretisierung der Anwendung des Prinzips im europäischen Sekundärrecht. Darüber hin-aus sollte die Verpflichtung zur Umsetzung von vereinbarten Konditionalitäten auf der gleichen politischen Entscheidungsebene und in enger Zusammenarbeit zwischen der EU als Konditionalitätsanbieter und dem jeweiligen Konditionalitätsnehmer erfolgen.

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